Haushalt, Steuern

BRÜSSEL - Vor einem Treffen der EU-Finanzminister verlangen 52 internationale Experten in einem offenen Brief, die seit Jahren debattierte Finanztransaktionssteuer endlich auf den Weg zu bringen.

05.07.2017 - 05:20:24

Experten fordern Durchbruch für Finanztransaktionssteuer. Die Abgabe werde die Finanzmärkte stabilisieren und zusätzliche Einnahmen erzielen, heißt es in dem am Mittwoch veröffentlichten Aufruf. Unterzeichnet haben Börsenmakler und andere Branchenexperten. Dahinter stehen die Hilfsorganisation Oxfam und die Kampagne "Steuer gegen Armut".

Es wird erwartet, dass Finanzminister aus zehn EU-Mitgliedsstaaten am 10. Juli in Brüssel erneut über die Steuer beraten, die auf den An- und Verkauf von Aktien und Derivaten erhoben werden soll. Der offene Brief widerspricht dem Argument, dass dies wirtschaftliches Wachstum ausbremsen würde. Vielmehr sei die Abgabe ökonomisch sinnvoll. Die Einnahmen könnten in Gesundheit, Bildung und soziale Sicherung fließen. Die EU-Kommission halte bis zu 22 Milliarden Euro Erlöse jährlich in den zehn beteiligten Ländern für möglich.

Zu den Unterzeichnern des Aufrufs gehören Finanzexperten wie Adair Turner, ehemaliger Vorsitzender der britischen Finanzmarktaufsichtsbehörde, William Barclay, früher Chicagoer Börse, oder der ehemalige Frankfurter Börsenmakler Dirk Müller.

Über die Finanzsteuer wird seit der Weltfinanzkrise 2008 intensiv diskutiert. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel befürwortete sie, sie ist Teil der aktuellen Koalitionsvereinbarung. Nachdem eine globale Einführung nicht gelang, wollten Deutschland und Frankreich die Steuer auf europäischer Ebene durchsetzen. 2014 hatten sich elf EU-Staaten darauf geeinigt, 2016 damit zu starten. Doch Ende 2015 sprang Estland ab, und der Zeitplan geriet ins Wanken. Die übrigen zehn EU-Länder bemühen sich immer noch um ein gemeinsames Konzept.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Städte fordern 20-Milliarden-Programm für sauberen Verkehr. Dafür seien für mindestens zehn Jahre insgesamt 20 Milliarden Euro zusätzlich von Bund und Ländern erforderlich, sagte der Präsident des Städtetags, Markus Lewe, am Freitag. Auch angesichts von immer mehr Pendlern seien ein gut erreichbarer und schnellerer öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV), gute Fußwege und sichere Radwege unverzichtbar. Beim Autoverkehr gehe es etwa um Carsharing-Angebote und eine Umstellung auf leise und saubere Leichtfahrzeuge und Lastenräder für die Warenanlieferung. BERLIN - Die deutschen Städte fordern über den Kampf gegen zu viele Diesel-Abgase hinaus eine grundlegende "Investitionsoffensive" für umweltfreundlicheren Verkehr. (Wirtschaft, 22.06.2018 - 16:00) weiterlesen...

Städtetag fordert Milliarden-Investitionen für sauberen Verkehr. Dafür seien für mindestens zehn Jahre 20 Milliarden Euro zusätzlich von Bund und Ländern erforderlich, sagte der Präsident des Städtetags, Markus Lewe, am Freitag. Auch angesichts zunehmender Pendlerzahlen seien ein gut erreichbarer und schnellerer Öffentlicher Nahverkehr, gute Fußwege und sichere Radwege unverzichtbar. Beim Autoverkehr in Städten gehe es etwa um Carsharing-Angebote und eine Umstellung auf leise und saubere Leichtfahrzeuge und Lastenräder für den Lieferverkehr. BERLIN - Die deutschen Städte fordern über den Kampf gegen zu viele Diesel-Abgase hinaus eine grundlegende "Investitionsoffensive" für umweltfreundlicheren Verkehr. (Wirtschaft, 22.06.2018 - 15:15) weiterlesen...

Tsipras begrüßt Griechenland-Einigung als 'historisch'. "Es war eine historische Einigung", sagte Tsipras im griechischen Fernsehen. Griechenlands Schulden seien jetzt "tragbar", sagte Tsipras weiter. Das dürfte die Erwartungen der Kapitalmärkte befriedigen. ATHEN - Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras hat die Einigung der Eurogruppe zum Abschluss der Griechenlandhilfen begrüßt. (Wirtschaft, 22.06.2018 - 13:54) weiterlesen...

Griechenland-Rettung vor dem Abschluss. Zum Abschluss erhält das hoch verschuldete Land noch einmal 15 Milliarden Euro an Krediten als Finanzpolster und Schuldenerleichterungen. Dafür verpflichtet es sich zur Fortsetzung des Spar- und Reformkurses. Das Paket vereinbarte die Eurogruppe in der Nacht zum Freitag in Luxemburg. LUXEMBURG - Griechenland verlässt nach acht Krisenjahren das Euro-Rettungsprogramm und steht ab August finanziell wieder auf eigenen Beinen. (Wirtschaft, 22.06.2018 - 11:13) weiterlesen...

Whiskey, Jeans und Co - EU-Zölle auf US-Produkte treten in Kraft. In der Nacht zum Freitag treten um Mitternacht die Vergeltungszölle auf US-Produkte wie Whiskey, Jeans, Motorräder und Erdnussbutter in Kraft. Damit reagiert die Europäische Union auf die von US-Präsident Donald Trump verhängten Strafzölle auf Stahl- und Aluminiumprodukte. Bei Importen in die USA werden seit Anfang Juli Zölle in Höhe von 25 Prozent bei Stahl und 10 Prozent bei Aluminium aus Europa fällig. BRÜSSEL - Im Handelsstreit mit den USA kommt die geschlossene Antwort der EU. (Wirtschaft, 22.06.2018 - 06:03) weiterlesen...

Zähes Ringen um letztes Rettungspaket für Griechenland (Wirtschaft, 21.06.2018 - 20:50) weiterlesen...