Internet, Software

BRÜSSEL - Um gegen Konkurrenz aus den USA und China zu bestehen, soll die Entwicklung Künstlicher Intelligenz in Europa vorangetrieben werden.

07.12.2018 - 12:32:24

EU will Entwicklung Künstlicher Intelligenz voranbringen. Einen gemeinsam mit den EU-Staaten ausgearbeiteten Plan legte die EU-Kommission am Freitag in Brüssel vor.

Demnach sollen bis Ende 2020 mindestens 20 Milliarden Euro an privaten und öffentlichen Investitionen in dem Bereich zusammenkommen. Die EU-Kommission will zusätzlich 1,5 Milliarden Euro an öffentlichen Geldern bereitstellen.

Zudem sollen die Staaten untereinander enger zusammenarbeiten. Unter anderem soll im Gesundheitswesen eine EU-weite Datenbank erstellt werden, um Diagnosen und Behandlungen mit Künstlicher Intelligenz zu verbessern.

"Wie der elektrische Strom in der Vergangenheit verändert die KI unsere Welt grundlegend", sagte EU-Kommissarin Mariya Gabriel. "Gemeinsam mit den Mitgliedstaaten werden wir die Investitionen zur KI-Einführung in allen Wirtschaftszweigen erhöhen, fortgeschrittene Kompetenzen fördern und die Verfügbarkeit von Daten maximieren."

Eine europäische Expertengruppe soll zudem am 18. Dezember ihre Empfehlungen für die Entwicklung ethischer und vertrauenswürdiger Künstlicher Intelligenz vorstellen. Die Definition Künstlicher Intelligenz ist ebenfalls noch in der Diskussion, allgemein gesprochen geht es um maschinelles Lernen und die Fähigkeit von Computern, eigenständig Probleme zu bearbeiten.

Der grüne Europaabgeordnete Reinhard Bütikofer sagte: "Die Defizit-Analyse der EU-Kommission ist zutreffend: Bei Künstlicher Intelligenz (KI) investiert Europa zu wenig und zersplittert. Die vorgelegte KI-Strategie klingt allerdings wie das Pfeifen im Walde." Wichtiger sei es, dass vor allem Deutschland und Frankreich systematischer zusammenarbeiteten und andere europäische Partner einbezögen.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Kampf um das Zünglein an der Waage. Seit über drei Jahren haben sich Befürworter und Kritiker des neuen Urheberrechts eine hitzige Meinungsschlacht geliefert. Die Kommission und der Europäische Rat haben der Reform bereits zugestimmt, am kommenden Dienstag sind die Abgeordneten des Europäischen Parlaments gefragt. Stimmen die 751 Parlamentarier der Reform mehrheitlich zu, wird die Richtlinie mit hoher Wahrscheinlichkeit geltendes Recht. BERLIN - Sie sehen die Meinungsfreiheit und die Demokratie in Gefahr, manche sprechen sogar vom "Ende des Internets": Die Gegner der geplanten Urheberrechtsreform in Europa wollen mit Dutzenden Demonstrationen in rund 20 Ländern die Richtlinie stoppen. (Boerse, 22.03.2019 - 16:10) weiterlesen...

Software AG erhöht Dividende wie erwartet. Gemessen am freien Bargeldzufluss liegt die Ausschüttungsquote damit bei über 28 Prozent. Im vergangenen Jahr war der Gewinn um 17 Prozent auf 165,2 Millionen Euro geklettert, weil unter anderem das Finanzergebnis besser ausfiel und der Konzern nicht so viel für die aktienkursabhängige Vergütung und für Steuern aufwenden musste. DARMSTADT - Die Software AG notierte Unternehmen am Freitag in Darmstadt mitteilte. (Boerse, 22.03.2019 - 15:51) weiterlesen...

Massive Kritik an Facebook nach neuer Datenpanne. Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) attestierte Facebook "erschreckende Unprofessionalität", der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber bezeichnete den Vorfall als "skandalös". Es müsse geklärt werden, ob Facebook gegen Meldepflichten gemäß der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) verstoßen habe. BERLIN/HAMBURG - Facebook muss nach der neuen Datenpanne, bei der Passwörter hunderter Millionen Nutzer intern im Klartext gespeichert wurden, harsche Kritik von Datenschützern und Politikern einstecken. (Boerse, 22.03.2019 - 14:28) weiterlesen...

Einige Nokia-Smartphones sendeten Daten nach China. Eine einzelne Lieferung des Modells Nokia 7 Plus sei fälschlicherweise mit der Geräteaktivierungs-Software für ein anderes Land ausgestattet worden, erklärte HMD Global am Freitag. "Diese Daten wurden jedoch nie weiterverarbeitet, und mit ihnen hätten keine Personen identifiziert werden können", betonte das Unternehmen. Der Fehler der "Einzelcharge" sei im Februar behoben worden. BERLIN - Einige Smartphones der Marke Nokia haben durch einen Fehler des Herstellers HMD Global bei der Installation versucht, Aktivierungsdaten nach China zu übermitteln. (Boerse, 22.03.2019 - 14:06) weiterlesen...

260 Organisationen unterstützen Kampagne für Urheberrechtsreform. In einem am Freitag veröffentlichten europaweiten Aufruf fordern sie eine faire Beteiligung am Geschäft mit den Inhalten, um damit ein reichhaltiges und vielfältiges Internet zu sichern, in dem Information und Kultur ihren festen Platz haben. Auch die Deutsche Presse-Agentur gehört zu den Unterzeichnern. BERLIN - Rund 260 Verlage, Zeitungen, Nachrichtenagenturen, Rundfunk-Anbieter, Produktionsfirmen und Medienschaffende haben eine Initiative für die Reform des Urheberrechts unterzeichnet. (Boerse, 22.03.2019 - 13:14) weiterlesen...

Datenschützer fordert schnelle Klärung zu neuer Facebook-Datenpanne. "Insbesondere geht es um Verstöße gegen die Verpflichtung der sicheren Datenverarbeitung und der unverzüglichen Meldung von Datenschutzverstößen bei der zuständigen Behörde", erklärte Caspar am Freitag der dpa. Die seit vergangenem Mai greifende europäische Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) sieht unter anderem eine Meldefrist von 72 Stunden vor. HAMBURG - Nach der neuen Datenpanne bei Facebook hat der Hamburger Datenschützer Johannes Caspar eine rasche Aufklärung gefordert. (Boerse, 22.03.2019 - 11:11) weiterlesen...