Regierungen, Deutschland

BRÜSSEL - Rund 35 000 Menschen sind laut Polizei am Sonntag in Brüssel gegen verschärfte Corona-Maßnahmen und insbesondere den Corona-Pass auf die Straße gegangen.

21.11.2021 - 16:27:30

35 000 Menschen demonstrieren in Brüssel gegen Corona-Maßnahmen. Dabei bewarfen Teilnehmer laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Belga Sicherheitskräfte mit Feuerwerkskörpern. Die Polizei habe Wasserwerfer und Tränengas eingesetzt.

Die Demonstration sei von der Stadt Brüssel genehmigt worden, sagte eine Polizeisprecherin Belga zufolge. Gemeinsam mit den Ordnungskräften sei eine Route bis in das Europaviertel der belgischen Hauptstadt festgelegt worden. Die Demonstranten kritisieren dem Bericht zufolge unter anderem die zunehmende Pflicht zur Vorlage von Corona-Zertifikaten in Restaurants und anderen Lebensbereichen.

Ähnlich wie in Deutschland war die Zahl der täglichen Corona-Infektionen auch in Belgien in den vergangenen Wochen deutlich gestiegen. Zuletzt wurden in dem Land mit rund 11,5 Millionen Einwohnern im Durchschnitt mehr als 12 000 Neuinfektionen am Tag verzeichnet. Am vergangenen Montag lag der Wert bei mehr als 20 000 Fällen. Zwischen dem 13. und 19. November gab es durchschnittlich 268,3 coronabedingte Krankenhauseinweisungen pro Tag, wie Belga unter Berufung auf amtliche Mitteilungen berichtete. Das sei mit Blick auf die Vorwoche ein Anstieg von 29 Prozent.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Justizminister Buschmann verspricht Rückkehr zur Freiheit nach Corona. Nach seinem Amtsantritt im Ministerium sagte der FDP-Politiker am Donnerstag in Berlin: "Die erste Aufgabe und die wichtigste Aufgabe der neu gebildeten Bundesregierung ist die Überwindung der Corona-Krise." Die Menschen seien bereit gewesen, bis heute viele "Zumutungen" auf sich zu nehmen, um sich selbst und ihre Mitmenschen zu schützen - "aber genau daran wollen wir uns nicht als neue Normalität gewöhnen". "Der Schutz der Grundrechte und der Freiheit muss nach der Überwindung der Pandemie eine Top-Priorität der Regierungspolitik werden", betonte Buschmann. BERLIN - Die Corona-Pandemie darf nach Auffassung des neuen Bundesjustizministers Marco Buschmann keine dauerhaften Einschränkungen nach sich ziehen. (Wirtschaft, 09.12.2021 - 14:39) weiterlesen...

Politik muss bei Corona-Protesten entschieden handeln. Die Bewegung nur zu beobachten sei gefährlich, sagte Geschäftsführer Timo Reinfrank am Donnerstag bei einer Online- Pressekonferenz. "Diese Szene hat das auch als Ermutigung verstanden, dass man eben zu lange nicht reagiert hat. Es gab viel zu wenig repressive Maßnahmen." Die Polizei habe das alles laufen lassen. Es gelte auch, Mediziner und medizinisches Personal vor Angriffen zu schützen. Leute, die unmittelbar bedroht werden, sollten durch einen Fonds gestärkt werden. BERLIN/DRESDEN - Die zunehmende Radikalisierung bei Corona-Protesten erfordert nach Ansicht der Amadeu Antonio Stiftung ein klare Antwort der Politik. (Wirtschaft, 09.12.2021 - 14:32) weiterlesen...

AfD-Antrag zu Hilfen gegen soziale Folgen der Inflation abgelehnt. Alle anderen Fraktionen lehnten diesen am Freitag als populistisch, teils rechtswidrig und wirtschaftspolitisch unsinnig ab. Die Staatssekretärin im neuen Bundesbauministerium, Cansel Kiziltepe (SPD), warf der AfD vor, eine falsche Analyse zu betreiben und Hysterie zu schüren. BERLIN - Die AfD ist im Bundestag mit einem Antrag zu Sofortmaßnahmen gegen die sozialen Folgen der gestiegenen Inflation gescheitert. (Wirtschaft, 09.12.2021 - 14:25) weiterlesen...

ROUNDUP/Fakten statt Fabeln: Was Statistiken über die Pandemie sagen. 70 Prozent der Covid-19-Toten 2020 war älter als 80 Jahre und vorerkrankt. Jeder sechste Krankenhaus-Patient überlebte die Krankheit nicht. Und fast alle starben "an" und nur wenige "mit" Corona. WIESBADEN - Corona hat in Deutschland zu einer Übersterblichkeit geführt, aber nicht zu mehr Suiziden. (Wirtschaft, 09.12.2021 - 14:20) weiterlesen...

Gesetzentwurf zur Impfpflicht in Österreich: Hohe Strafen drohen. Der am Donnerstag in Wien vorgestellte Gesetzentwurf sieht Geldstrafen von 600 Euro in einem verkürzten Verfahren und von bis zu 3600 Euro in einem ordentlichen Verfahren vor. WIEN - Wer sich in Österreich nicht gegen das Coronavirus impfen lässt, muss ab Februar 2022 mit hohen Geldstrafen rechnen. (Wirtschaft, 09.12.2021 - 14:02) weiterlesen...

Faeser betont Zusammenarbeit mit Paris - Migration wichtiges Thema. "Traditionell ist die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich besonders wichtig", sagte die SPD-Politikerin am Rande eines Treffens der EU-Innenminister der Deutschen Presse-Agentur. Faeser kam in Brüssel auch mit ihrem französischen Kollegen Darmanin zusammen. Dieser habe sie zu einem Besuch in Paris eingeladen, sagte ihr Sprecher. Die Ministerin wolle das Angebot zügig annehmen. Beide Seiten betonten demnach in dem Gespräch den Stellenwert des Themas Migration. Die Verhandlungen der EU-Staaten über eine Reform der Asyl- und Migrationspolitik sind jedoch seit Jahren festgefahren. Anfang 2022 übernimmt Frankreich die sechsmonatige EU-Ratspräsidentschaft und leitet die Gespräche dann. BRÜSSEL - Die neue Innenministerin Nancy Faeser will sich etwa in der Migrationspolitik eng mit ihrem französischen Kollegen Gérald Darmanin abstimmen. (Wirtschaft, 09.12.2021 - 13:55) weiterlesen...