Haushalt, Steuern

BRÜSSEL - Land- und Forstwirte in der EU sollen einem Vorschlag der EU-Kommission zufolge mehr klimaschädliches CO2 im Boden und in Pflanzen speichern.

15.12.2021 - 15:11:29

EU-Kommission: CO2-Speicher sollen stärker subventioniert werden. "Bis 2030 sollten Initiativen für eine klimaeffiziente Landwirtschaft zur Speicherung von 42 Millionen Tonnen CO2 in natürlichen CO2-Senken in Europa beitragen", teilte die Brüsseler Behörde am Mittwoch mit. Zum Vergleich: In Deutschland wurden 2020 laut Umweltbundesamt schätzungsweise 739 Millionen Tonnen Treibhausgase freigesetzt. Dass künftig mehr CO2 gebunden wird, soll unter anderem dadurch erreicht werden, dass mehr Geld für entsprechende Lösungen ausgezahlt wird.

Es ist notwendig, CO2 zu binden, weil es de facto unmöglich ist, bis 2050 alle Quellen von Treibhausgasen zu eliminieren. Bis dahin will die EU klimaneutral werden, aber es werden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit weiter Treibhausgase etwa aus der Tierzucht in die Umwelt geraten. Auch andere Industriezweige werden aller Voraussicht nach in den kommenden Jahrzehnten nicht ohne einen gewissen Ausstoß funktionieren.

CO2-Abbau kann etwa durch ökologische Wiederaufforstung, Schutz von Mooren und Torfgebieten oder dadurch erreicht werden, dass Ackerflächen in Brachland umgewandelt werden. Bis Ende 2022 will die Kommission einen Rechtsrahmen für die Zertifizierung des CO2-Abbaus vorschlagen.

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft begrüßt, dass Bäuerinnen und Bauern künftig besser für Klimaschutz bezahlt werden sollen. Kritisiert wird aber, dass der Fokus nicht darauf gelegt werde, Emissionen insgesamt zu reduzieren. Böden und Humus seien keine "CO2-Lager" zur Kompensation der fossilen Energienutzung, sondern vor allem die Grundlage für bäuerliche Existenz, so die Interessensgemeinschaft.

@ dpa.de

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