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BRÜSSEL - Im Schuldenstreit hat die EU-Kommission Italien aufgefordert, keine Zeit zu verlieren und umgehend Maßnahmen zur Sanierung der Finanzen vorzuschlagen.

12.06.2019 - 17:03:36

Schuldenstreit: EU-Kommission verlangt glaubhafte Maßnahmen Italiens. "Der Ball liegt nun ganz klar im italienischen Feld", sagte Finanzkommissar Pierre Moscovici am Mittwoch in Brüssel. Die Kommission wolle für 2019 und 2020 ein glaubhaftes Szenario sehen.

BRÜSSEL - Im Schuldenstreit hat die EU-Kommission Italien aufgefordert, keine Zeit zu verlieren und umgehend Maßnahmen zur Sanierung der Finanzen vorzuschlagen. "Der Ball liegt nun ganz klar im italienischen Feld", sagte Finanzkommissar Pierre Moscovici am Mittwoch in Brüssel. Die Kommission wolle für 2019 und 2020 ein glaubhaftes Szenario sehen.

USA: Inflation schwächer als erwartet

WASHINGTON - Die Inflation in den USA ist im Mai deutlicher zurückgegangen als erwartet. Die Verbraucherpreise erhöhten sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,8 Prozent, wie das US-Arbeitsministerium am Mittwoch in Washington mitteilte. Im Vormonat hatte die Rate 2,0 Prozent betragen. Analysten hatten eine Abschwächung erwartet, allerdings nur auf im Mittel 1,9 Prozent.

EU sieht sich gut gewappnet für No-Deal-Brexit

BRÜSSEL - Für den gefürchteten Brexit ohne Vertrag ist die Europäische Union aus Sicht der Brüsseler Kommission inzwischen gut gerüstet. Vor dem nun gültigen Austrittsdatum 31. Oktober würden keine weiteren gesetzlichen Notfallmaßnahmen gebraucht, erklärte die EU-Kommission am Mittwoch. Alle Mitgliedstaaten seien auf alle Szenarien in hohem Maße vorbereitet.

EU-Kommission fordert Tempo bei den Euro-Reformen

BRÜSSEL - Die EU-Kommission fordert mehr Tempo bei den Reformen zur Stärkung des Euro. Vor allem das geplante Eurozonen-Budget und der Ausbau des Euro-Rettungsschirms ESM müsse nun rasch voran gebraucht werden, erklärten die zuständigen Kommissare Valdis Dombrovskis und Pierre Moscovici am Mittwoch in Brüssel. Auch die politischen Verhandlungen über die umstrittene Europäische Einlagensicherung müssten angegangen werden.

ANALYSE/S&P: US-Notenbank wird Leitzins bald senken

NEW YORK - Die amerikanische Notenbank Fed wird nach Einschätzung der Ratingagentur Standard & Poor's bald ihren Leitzins senken. Wegen der zahlreichen von den USA ausgehenden Handelsstreitigkeiten erwartet S&P eine Zinssenkung der Federral Reserve in diesem Jahr um 0,25 Prozentpunkte, möglicherweise im September. Danach dürfte die Notenbank ihren Leitzins wohl zunächst konstant halten, heißt es in einer Mitteilung der Ratingagentur vom Mittwoch.

Rennen um britischen Premier: Johnson will besseren Brexit-Deal

LONDON - Der Favorit im Rennen um die Führung der britischen Konservativen und das Amt des Premierministers, Boris Johnson, will das Abkommen über den EU-Austritt nachverhandeln. Das sagte der ehemalige Außenminister Großbritanniens am Mittwoch in London bei einer Rede zum Auftakt seiner Kampagne um die Nachfolge von Theresa May.

EU-Kommission: Erheblich weniger faule Kredite bei Banken

BRÜSSEL - Die europäischen Banken haben ihren Bestand an faulen Krediten binnen drei Jahren um 133 Milliarden Euro vermindert. Die Zahl nannte die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel. Im Schnitt hatten die Häuser in ihren Bilanzen im dritten Quartal 2018 noch 3,3 Prozent Kredite, bei denen die Schuldner in Verzug geraten waren und die deshalb als gefährdet gelten. Der Anteil habe sich seit 2014 halbiert.

Ifo-Institut: Einwohnerzahl im Osten auf Stand von 1905 gesunken

DRESDEN - Die Einwohnerzahl in Ostdeutschland ist einer Erhebung des ifo-Instituts zufolge auf den Stand des Jahres 1905 zurückgefallen. Zugleich leben auf dem Gebiet der alten Bundesrepublik so viele Menschen wie nie zuvor, wie das Institut in Dresden am Mittwoch mitteilte.

IWF-Chefin Lagarde mahnt zur Deeskalation von Handelskonflikten

FRANKFURT - IWF-Chefin Christine Lagarde mahnt angesichts wachsender internationaler Handelskonflikte zur Deeskalation. "Wir sollten alle dazu beitragen, die gegenwärtigen Handelsstreitigkeiten zu entschärfen und den konstruktiven Dialog fortzusetzen", sagte Lagarde bei einer Konferenz der Europäischen Zentralbank (EZB) zur Lage der zentral-, ost- und südosteuropäischen Länder (CESEE) am Mittwoch in Frankfurt. Die aktuelle Situation sei ohne Zweifel eine Herausforderung für alle Volkswirtschaften.

Trump prahlt mit angeblichem Auszug aus USA-Mexiko-Deal

WASHINGTON - Nach der Einigung im Migrations- und Zollstreit mit Mexiko beharrt US-Präsident Donald Trump darauf, es gebe bislang nicht veröffentlichte Teile der Vereinbarung. Am Dienstag (Ortszeit) hielt er vor Journalisten in Washington mehrmals ein gefaltetes Blatt Papier in die Luft, das nach seinen Worten zusätzliche Details des USA-Mexiko-Deals enthielt. Mexiko hatte Trump zuvor bereits widersprochen.

Spanien: Inflation schwächt sich deutlich ab

MADRID - In Spanien hat sich die Teuerung im Mai deutlich abgeschwächt. Gegenüber dem Vorjahresmonat lagen die nach europäischen Standards erhobenen Verbraucherpreise 0,9 Prozent höher, wie die Statistikbehörde INE am Mittwoch in Madrid in einer zweiten Schätzung mitteilte. Im April hatte die Rate 1,6 Prozent betragen und damit wesentlich höher gelegen. Im Monatsvergleich stiegen die Lebenshaltungskosten um 0,2 Prozent. Vorläufige Zahlen wurden bestätigt.

China: Erzeuger- und Verbraucherpreise ziehen an wie erwartet

PEKING - In China hat die Preisentwicklung im Mai keine Überraschung geliefert. Die Verbraucherpreise legten wie von Experten prognostiziert um 2,7 Prozent im Jahresvergleich zu. Die Erzeugerpreise seien um 0,6 Prozent im Jahresvergleich gestiegen, wie das Statistikamt am Mittwoch in Peking mitteilte. Analysten hatten mit dieser Entwicklung gerechnet. Im April waren die Erzeugerpreise noch etwas stärker um 0,9 Prozent im Jahresvergleich gestiegen.

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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ROUNDUP 2/Streit um Pkw-Maut: Scheuer verteidigt sich im Bundestag. Er habe die Abgeordneten "ausreichend und umfassend" informiert, sagte der CSU-Politiker am Mittwoch nach einer Sitzung des Verkehrsausschusses. Den Vorwurf, er habe vorschnell noch vor dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) Verträge zur Pkw-Maut unterzeichnet, wies er zurück: Dem Bund hätten sonst Maut-Einnahmen entgehen können. BERLIN - Im Streit um die gescheiterte Pkw-Maut und die Kosten für die Steuerzahler hat Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer sein Vorgehen im Bundestag verteidigt. (Boerse, 26.06.2019 - 15:23) weiterlesen...

Merkel verteidigt Scheuer wegen Pkw-Maut. Deutschland sei im Vorfeld auf alle Bedenken der EU eingegangen, sagte Merkel am Mittwoch bei der Regierungsbefragung im Bundestag. "Dass der Minister dann, um jetzt nicht ewig Zeit verstreichen zu lassen, die ersten Schritte gegangen ist, das ist klar." Darüber habe er den Verkehrsausschuss auch sehr transparent informiert. BERLIN - In der Debatte um die gescheiterte Pkw-Maut hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) das Vorgehen von Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) verteidigt. (Wirtschaft, 26.06.2019 - 14:46) weiterlesen...

Verträge für Pkw-Maut nicht zu früh unterschrieben. Er habe "nie vernommen, dass Politik auf Gerichtsurteile bis zum Schluss warten muss, sonst könnten wir den Politikbetrieb einstellen", sagte der CSU-Politiker am Mittwoch im Bundestag nach einer Sitzung des Verkehrsausschusses. Es habe aus dem Parlament dafür die Mittel und den Auftrag für das Jahr 2018 gegeben, die EU-Kommission habe grünes Licht gegeben. Zudem habe man aus früheren Fällen gelernt und in mehreren Punkten in den Verträgen Vorsorge getroffen. BERLIN - Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat sein Vorgehen bei der gescheiterten Pkw-Maut verteidigt und Vorwürfe zurückgewiesen, er habe vorschnell Verträge unterzeichnet. (Wirtschaft, 26.06.2019 - 14:31) weiterlesen...