Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Türkei, Spanien

BRÜSSEL - EU-Chefdiplomat Josep Borrell hält neue Sanktionen gegen die Türkei für kontraproduktiv.

09.07.2020 - 13:37:28

EU-Chefdiplomat warnt vor Sanktionsspirale mit der Türkei. "Der aktuelle negative Trend in unseren Beziehungen muss gestoppt und umgekehrt werden", sagte der Spanier am Donnerstag im Europaparlament in Brüssel. Die Dynamik von Vergeltungsmaßnahmen führe nicht zu mehr Sicherheit und Stabilität im Mittelmeerraum. Dies lasse sich nur über Dialog und Verhandlungen erreichen. "Die Türkei ist ein wichtiger Partner, ein EU-Beitrittskandidat und ein Nato-Mitglied", betonte Borrell.

Für einen härteren EU-Kurs gegenüber der Türkei setzen sich in der EU vor allem Griechenland, Zypern und Frankreich ein. Zypern wirft der Türkei illegale Erdgaserkundungen im Mittelmeer vor, Griechenland beklagt unter anderem Verletzungen des griechischen Luftraums durch Flüge türkischer Kampfflugzeuge sowie die Instrumentalisierung von Migranten. Frankreich beschuldigt die Türkei, gegen das UN-Waffenembargo gegen Libyen zu verstoßen. In Reaktion auf die als illegal erachteten türkischen Erdgas-Erkundungen vor Zypern hat die EU bereits Strafmaßnahmen gegen die Türkei verhängt.

Borrell will nun am Montag bei einem EU-Außenministertreffen in Brüssel über das weitere Vorgehen diskutieren. Der Vorsitzende der christdemokratischen EVP-Fraktion im Europaparlament, Manfred Weber, forderte dazu erneut einen vollständigen Abbruch der bislang nur ausgesetzten EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei. "Die Beitrittsgespräche, die wir mit der Türkei führen, waren ein Fehler. (...) In Europa gibt es in weiten Bereichen keine Bereitschaft, die Türkei aufzunehmen", sagte der CSU-Politiker. Dieses Kapitel sollte beendet werden.

Zudem schlug Weber vor, über das türkische Interesse an der Zollunion mit der EU Druck auf Ankara auszuüben. Die EU wolle eine Partnerschaft mit der Türkei, sei aber nicht naiv und habe Möglichkeiten, auf türkische Erpressungsversuche zu reagieren, sagte er. So sei die Zollunion von "existenzieller wirtschaftlicher Bedeutung" für die Türkei.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Türkische Notenbank hebt Leitzinsen deutlich an - Märkte überrascht. Sie hat ihren Leitzins überraschend und deutlich angehoben. Der Leitzins steige um 2,0 Prozentpunkte auf 10,25 Prozent, teilte die Notenbank am Donnerstag in Ankara mit. Volkswirte hatten mit einem unveränderten Niveau von 8,25 Prozent gerechnet. Die Finanzmärkte reagierten deutlich. ANKARA - Die türkische Zentralbank hat eine Trendwende in ihrer Geldpolitik eingeleitet. (Wirtschaft, 24.09.2020 - 14:25) weiterlesen...

Türkische Notenbank hebt Leitzinsen deutlich an. Der Leitzins stieg um 2,0 Prozentpunkte auf 10,25 Prozent, teilte die Notenbank am Donnerstag in Ankara mit. Volkswirte hatten mit einem unveränderten Niveau von 8,25 Prozent gerechnet. ANKARA - Die türkische Zentralbank hat ihren Leitzins überraschend und deutlich angehoben. (Wirtschaft, 24.09.2020 - 13:27) weiterlesen...

Gasstreit: Nato-Generalsekretär begrüßt deutschen Vermittlungserfolg. Er begrüße, dass die diplomatischen Vermittlungsbemühungen Deutschlands zu einer Einigung über Sondierungsgespräche geführt hätten, sagte der Norweger am Mittwoch in Brüssel. Auch bei den im Nato-Rahmen geführten Beratungen zur Reduzierung des Risikos von militärischen Zwischenfällen zwischen der Türkei und Griechenland habe man bereits gute Fortschritte erzielt. BRÜSSEL - Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat sich erfreut darüber gezeigt, dass sich die Bündnismitglieder Türkei und Griechenland auf die Wiederaufnahme von Gesprächen über eine Beilegung ihres Streits über Seegebiete verständigt haben. (Wirtschaft, 23.09.2020 - 14:21) weiterlesen...

Nach vier Jahren: Athen kündigt neue Gespräche mit der Türkei an. Die neue Runde der Gespräche solle in Istanbul stattfinden, teilte das griechische Außenministerium am Dienstag mit, ohne ein genaues Datum zu nennen. Zuvor hatte bereits das türkische Präsidialamt nach einer Videokonferenz zwischen EU-Ratspräsident Charles Michel, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan mitgeteilt, die Türkei und Griechenland seien zu Sondierungsgesprächen bereit. ATHEN - Mitten im Streit über Erdgasvorkommen im östlichen Mittelmeer wollen Griechenland und die Türkei ihre vor rund vier Jahren unterbrochenen Sondierungsgespräche neu starten. (Wirtschaft, 22.09.2020 - 18:44) weiterlesen...

Erdogan fordert Reform der UN: 'ineffektiv' in der Corona-Krise. "Wir haben gesehen, wie ineffektiv die bestehenden globalen Mechanismen in dieser Krise sind", sagte Erdogan in seiner Videobotschaft am Dienstag mit Blick auf die Corona-Pandemie. Es habe Wochen und Monate gedauert, bis der Sicherheitsrat die Pandemie auf seine Agenda gehoben habe. NEW YORK - Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat zu Beginn der Generaldebatte der UN-Vollversammlung in New York eine Reform der Vereinten Nationen gefordert. (Wirtschaft, 22.09.2020 - 17:24) weiterlesen...

Türkei bezeichnet Libyen-Sanktionen der EU als 'wertlos'. Ankara warf der EU Doppelmoral vor und bezeichnete sie als "parteiisch". Türkische "Hilfen" würden als Verstoß gewertet, während Waffenlieferungen etwa der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) auf dem Luft- oder Landweg ignoriert würden, teilte das türkische Außenministerium am Dienstag mit. Die Überwachung des Waffenembargos belohne den libyschen General Chalifa Haftar und bestrafe die international anerkannte libysche Regierung, hieß es. ISTANBUL - Die Türkei hat die von der Europäischen Union (EU) beschlossenen Sanktionen gegen eine türkische Firma im Zusammenhang mit mutmaßlichen Waffenlieferungen nach Libyen als "wertlos" bezeichnet. (Wirtschaft, 22.09.2020 - 12:33) weiterlesen...