Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

BOEING CO, US0970231058

BRÜSSEL - Die USA werden nach Einschätzung von EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström schon bald neue Sonderzölle auf Waren aus Europa verhängen.

16.09.2019 - 17:04:40

EU-Handelskommissarin rechnet mit neuen US-Strafzöllen. Ein von EU-Seite vorgelegter Vorschlag zu Verhandlungen über eine Beilegung des Streits um Subventionen für Flugzeugbauer sei bislang nicht beantwortet worden, erklärte die Schwedin am Montag in Brüssel. Leider sei es wohl so, dass die USA erst nach der Einführung von Sonderzöllen verhandeln wollten. Letzteres werde wahrscheinlich "recht bald" der Fall sein.

Malmström äußerte sich vor dem Hintergrund, dass die USA bereits in rund zwei Wochen die offizielle Erlaubnis der Welthandelsorganisation (WTO) bekommen könnten, auf Importe aus der EU Sonderzölle zu verhängen. Möglich ist dies wegen eines WTO-Urteils, nach dem der europäische Flugzeugbauer Airbus illegale Staatshilfen in Milliardenhöhe erhalten hat.

Die US-Sonderzölle könnten Produkte und Komponenten für die Luftfahrtindustrie, aber auch zahlreiche andere Waren wie etliche Käsesorten, Olivenöl, Orangen oder Meeresfrüchte treffen. Alles in allem wurde die Erlaubnis für Sonderzölle auf Güter im Wert von rund 11 Milliarden Dollar (10 Mrd Euro) beantragt.

Von den zusätzlichen Abgaben könnten damit nach Zahlen der Statistikbehörde Eurostat mehr als zwei Prozent der EU-Exporte in die USA betroffen sein. 2018 wurden nach jüngsten Angaben Waren im Wert von 406 Milliarden Euro aus der EU in die Vereinigten Staaten ausgeführt. Andersherum waren es Waren im Wert von 267 Milliarden Euro.

Sollten die Vereinigten Staaten Sonderzölle auf Produkte aus der EU einführen, wird die EU nach Angaben von Malmström mit Sonderzöllen auf US-Waren antworten. Dies ist möglich, da nach einem WTO-Urteil auch der US-amerikanische Flugzeugbauer Boeing illegale Subventionen erhielt. Der Schaden wurde von der Brüsseler Behörde zuletzt auf rund 12 Milliarden Dollar (11 Mrd Euro) pro Jahr geschätzt. Er könnte durch Sonderabgaben auf Produkte wie Tomatenketchup, Handtaschen, Spielekonsolen und Hubschrauber ausgeglichen werden.

Die konkreten EU-Strafzollpläne liegen der WTO bereits zur Prüfung vor. Vermutlich werde es dazu Ende dieses Jahres oder Anfang des kommenden Jahres eine Entscheidung geben, sagte Malmström, die auch noch einmal betonte, dass die EU statt eines Zollkrieges Verhandlungen wolle.

Konkret wurde nach Angaben aus der EU-Kommission vorgeschlagen, gemeinsam eine ausgewogene und umfassende Subventionsdisziplin zu entwickeln. Diese könnte sich zum Beispiel auf Beihilfen für große Flugzeugentwicklungsprogramme, rückzahlbare Anschubinvestitionen und Steuerzuschüsse beziehen.

Airbus appellierte am Montag an die USA, sich einer Verhandlungslösung für den seit mehr als 15 Jahren tobenden Subventionsstreit nicht zu verschließen. "Wenn es zu den Zöllen kommt, wird die gesamte Industrie verlieren", sagte ein Sprecher. "Gewinnen wird niemand."

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Trump verteidigt geplante US-Strafzölle auf Importe aus EU. Der Schritt sei lediglich ein Ausgleich dafür, dass die USA zuvor lange von der EU benachteiligt worden seien, sagte Trump am Mittwoch bei einem Treffen mit dem italienischen Präsidenten Sergio Mattarella im Weißen Haus. "Deshalb sollte es keine Vergeltung geben", betonte er mit Blick auf eine mögliche Gegenreaktion der Europäer. WASHINGTON - US-Präsident Donald Trump hat die geplanten milliardenschwere US-Strafzölle auf EU-Importe verteidigt. (Boerse, 16.10.2019 - 18:20) weiterlesen...

Kreise/Drohende Strafzölle: EU signalisiert USA Verhandlungswillen. In einem Brief an den US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer signalisierte EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström den klaren Willen der EU, den für die Zollpläne ursächlichen Streit um Sanktionen für die Flugzeugbauer fair zu lösen. "Wir sind bereit, sowohl für den Fall Airbus als auch für den Fall Boeing eine Einigung zu verhandeln (...)", heißt es in dem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. BRÜSSEL - Wenige Tage vor dem geplanten Inkrafttreten von neuen US-Strafzöllen auf Waren aus Europa hat die EU eine letzte Initiative gestartet, um die Sonderabgaben doch noch abzuwenden. (Wirtschaft, 14.10.2019 - 11:31) weiterlesen...

Boeing-Chef Muilenburg gibt Verwaltungsratsvorsitz ab. Dennis Muilenburg wird den Verwaltungsratsvorsitz abgeben, um sich als Vorstandschef in Vollzeit um die angestrebte Wiederzulassung der 737 Max, die Bedürfnisse der Kunden und die Verschärfung von Boeings Fokus auf Produkt- und Service-Sicherheit kümmern zu können. Das teilte der Konzern am Freitagabend (Ortszeit) in Chicago mit. CHICAGO - Der US-Luftfahrtriese Boeing ordnet seine Führungsetage im Zuge der Krise um den mit Startverboten belegten Flugzeugtyp 737 Max neu. (Boerse, 13.10.2019 - 14:04) weiterlesen...

Expertenkommission kritisiert FAA und Boeing wegen 737-Max-Zulassung. Boeing habe den Regulierern die Funktionsweise der als eine wichtige Unglücksursache geltenden Steuerungssoftware nicht ausreichend erklärt, heißt es in dem am Freitag veröffentlichten Untersuchungsbericht eines von der FAA beauftragten Expertengremiums. Der Flugzeugbauer habe die Aufsicht nicht angemessen über laufende Veränderungen an der MCAS-Automatik informiert, die bei beiden Abstürzen eine entscheidende Rolle gespielt haben soll. WASHINGTON - Nach zwei Abstürzen von Boeings Flugzeugmodell 737 Max geraten der Hersteller und die US-Luftfahrtaufsicht FAA weiter in die Kritik. (Boerse, 11.10.2019 - 20:21) weiterlesen...

ANALYSE-FLASH: Credit Suisse senkt Ziel für Boeing auf 416 Dollar - 'Outperform'. Angesichts eines weiter unsicheren amerikanisch-chinesischen Handelsabkommens, der weltweit nachlassenden Konjunkturdynamik und zunehmender Pleiten von Fluggesellschaften sowie der unternehmenseigenen Probleme insbesondere mit der Baureihe 737 sollte die Aktie des Flugzeugbauers niedriger bewertet werden, schrieb Analyst Robert Spingarn in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. ZÜRICH - Die Schweizer Bank Credit Suisse hat das Kursziel für Boeing von 425 auf 416 US-Dollar gesenkt, aber die Einstufung auf "Outperform" belassen. (Boerse, 10.10.2019 - 17:53) weiterlesen...

Porsche und Boeing arbeiten zusammen an Elektro-Fluggeräten. Gemeinsam wollen die beiden Konzerne unter anderem einen elektrischen Senkrechtstarter für den Einsatz in Städten entwickeln und testen, wie sie am Donnerstag mitteilten. Dazu sei eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet worden. "Wir bringen die Stärken zweier weltweit führender Unternehmen zusammen, um ein potenziell wichtiges Marktsegment der Zukunft anzugehen", wurde Porsche-Vertriebsvorstand Detlev von Platen zitiert. STUTTGART - Der Sportwagenbauer Porsche will langfristig ins Geschäft mit Elektro-Fluggeräten einsteigen und tut sich dafür mit dem US-Flugzeughersteller Boeing zusammen. (Boerse, 10.10.2019 - 15:47) weiterlesen...