Haushalt, Steuern

BRÜSSEL - Die EU hat Italien aus Sicht von Kommissionschef Jean-Claude Juncker in den vergangenen Jahren nicht allein gelassen bei der Versorgung Zehntausender Migranten.

13.09.2018 - 05:54:24

Juncker: EU hat Italien bei Versorgung von Migranten nicht im Stich gelassen. "Seit 2015 wurden 882 Millionen Euro nach Rom überwiesen, um die Aufwendungen für die Betreuung von Flüchtlingen auszugleichen", sagte er der "Augsburger Allgemeinen" (Donnerstag) mit Blick auf entsprechende Vorwürfe der Regierung in Rom. Auch dürfe Italien 18 Milliarden Euro mehr Schulden machen, um besondere Aufwendungen tragen zu können.

"Die Bewältigung der Migrationskrise war eine Priorität der EU. Und wir haben Länder, die diese Aufgabe übernommen haben, nicht alleine gelassen", sagte Juncker. Er habe erst vor Tagen mit Ministerpräsident Giuseppe Conte gesprochen und ihm erzählt, "was die EU alles für sein Land getan hat".

Die Regierung aus der Fünf-Sterne-Protestbewegung und der rechtspopulistischen Lega ist seit gut 100 Tagen im Amt. Sie hat vor allem mit Drohungen in Richtung EU und einem harten Kurs in der Asylpolitik Schlagzeilen gemacht. Italien ist neben Spanien der EU-Mitgliedstaat, in dem die meisten Migranten aus Afrika kommend mit Booten anlanden. In diesem Jahr sind nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) bereits fast 74 000 Menschen auf dem Seeweg nach Europa gekommen.

@ dpa.de

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