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Regierungen, Spanien

BRÜSSEL - Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell hat mit einer Angabe zur Stärke des russischen Truppenaufmarsches entlang der Grenze der Ukraine und auf der Halbinsel Krim für Verwirrung gesorgt.

19.04.2021 - 20:44:03

Borrell sorgt mit Zahl zu russischem Truppenaufmarsch für Verwirrung. Der Spanier sprach am Montag nach einer Videokonferenz mit den EU-Außenministern von "mehr als 150 000 russischen Soldaten", die dort zusammengezogen worden seien. Diplomaten berichteten im Anschluss allerdings, dass in der Videokonferenz nur von rund 120 000 russischen Soldaten die Rede gewesen sei. Eine Sprecherin Borrells konnte die Diskrepanz zunächst nicht auflösen.

Eine Sprecherin Borrells bestätigte der Deutschen Presse-Agentur am Abend, dass die Angabe von "mehr als 150 000" ein Fehler gewesen sei und erklärte, dass man von "mehr als 100 000" russischen Soldaten sprechen solle.

Borrell hatte in der Pressekonferenz nach der Videokonferenz Angaben zur Herkunft der Zahl verweigert. "Ich kann ihnen nicht sagen, woher diese Zahl kommt", erklärte er. Es sei der bislang größte russische Armeeeinsatz an der ukrainischen Grenze und eine "sehr besorgniserregenden Situation". Das Risiko einer weiteren Eskalation liege auf der Hand.

Angesichts eines starken russischen Truppenaufmarsches entlang der Grenze zur Ukraine gibt es derzeit große Sorgen, dass der Konflikt in der Ostukraine erneut eskaliert. Die Regierung in Moskau weist die Vorwürfe zu dem Truppenaufmarsch zurück. Verteidigungsminister Sergej Schoigu bezeichnete die Verlegung Tausender Soldaten zuletzt als Übung.

@ dpa.de

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