Regierungen, Spanien

BRÜSSEL - Der CSU-Europapolitiker Manfred Weber hat sich besorgt über die Folgen der britischen Unterhauswahl auf die Brexit-Verhandlungen geäußert.

09.06.2017 - 10:03:24

GB-WAHL: Weber beklagt 'Chaos' in London vor Brexit-Verhandlungen. Wann diese beginnen könnten, sei nun unsicher. "May wollte Stabilität erreichen und hat Chaos gebracht", schrieb der Fraktionschef der Europäischen Volkspartei am Freitagmorgen auf Twitter zur Rolle der britischen Regierungschefin Theresa May. Die konservative Premierministerin hatte bei der Unterhauswahl am Donnerstag ihre Mehrheit im Parlament eingebüßt.

Die Europäische Union sei vor den Verhandlungen über den EU-Austritt geeint, doch Großbritannien sei tief gespalten, erklärte Weber. Die Zeit für den Brexit laufe. "Deshalb braucht UK schnell eine handlungsfähige Regierung."

Ska Keller, Grünen-Fraktionschefin im Europaparlament, äußerte sich ähnlich. May habe sich verzockt, erklärte sie und fügte mit Blick auf den Brexit hinzu: "Die zukünftige britische Regierung sollte die harte Linie überdenken und die Bedenken vieler Bürgerinnen und Bürger berücksichtigen." Die Verhandlungen müssten nun endlich beginnen, damit die Ungewissheit für die EU-Bürger in Großbritannien ende.

Auch der CSU-Europaabgeordnete Markus Ferber beklagte "Chaos und Ungewissheit - und das zum schlechtest möglichen Zeitpunkt". Schon in zehn Tagen sollten die Brexit-Verhandlungen beginnen. "Die EU sitzt bereits am Verhandlungstisch und wartet auf die Briten, bis es endlich losgehen kann", meinte Ferber.

@ dpa.de

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