Regierungen, Spanien

BRÜSSEL - Der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Marcel Fratzscher, warnt vor weiteren Verzögerungen beim Brexit.

06.09.2019 - 05:24:24

DIW-Chef: No-Deal-Brexit wäre besser als weitere Unsicherheit. "Was ich jetzt an Risiken sehe, ist die Unsicherheit", sagte Fratzscher der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel.

Das britische Unterhaus will eine weitere Verschiebung des für 31. Oktober geplanten EU-Austritts bis Ende Januar. Sollte Großbritannien dies bei der EU beantragen, könnte dies Erfolg haben. Doch sagte Fratzscher, schon jetzt hätten sich wegen der Unsicherheit deutsche Exporte nach Großbritannien und Irland abgeschwächt. "Wenn einmal Klarheit da ist und die Unternehmen wissen, worauf sie sich einstellen müssen, kann man auch damit umgehen", fügte der DIW-Präsident hinzu.

Deutsche Unternehmen seien bereits dabei, sich neu zu orientieren - sowohl für den Bezug von Vorprodukten als auch für neue Absatzmärkte. Auch ohne Brexit-Vertrag wären Zölle im Handel mit Großbritannien gering und lange Wartezeiten an den Grenzen vermeidbar. "Es muss nicht sein, dass es zu diesem Chaos kommt", sagte Fratzscher.

@ dpa.de

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