Spanien, Italien

BRÜSSEL - Der angestrebte Euro-Beitritt Bulgariens nimmt zunehmend Fahrt auf.

12.07.2018 - 16:53:25

Euro-Finanzminister nehmen Euro-Beitritt Bulgariens in den Blick. Die Euro-Finanzminister wollten am Donnerstag über den Beitritt des Landes in den sogenannten Wechselkursmechanismus WKM II beraten, wie EU-Finanzkommissar Valdis Dombrovskis erklärte. Das Thema stand ursprünglich nicht auf der Agenda.

Der Wechselkursmechanismus ist sozusagen das Wartezimmer für die Gemeinschaftswährung. Die Währungen der jeweiligen Länder werden darin überwacht und dürfen nur innerhalb einer begrenzten Bandbreite zum Euro auf- oder abwerten. Erst im Anschluss ist ein Euro-Beitritt möglich.

Die Regierung in Sofia müsse zudem eine Reihe zusätzlicher Bedingungen erfüllen, sagte Dombrovskis weiter. Neben den üblichen Euro-Beitrittskriterien - wie etwa einer stabilen Inflationsrate - gehe es dabei auch etwa um den Kampf gegen Korruption. Den offiziellen Antrag zum Beitritt in den Wechselkursmechanismus wolle die bulgarische Regierung in absehbarer Zeit stellen. Die Entscheidung für die Aufnahme in diesen könne dann innerhalb weniger Tage getroffen werden, sagte Dombrovskis.

In der Europäischen Union haben derzeit 19 Staaten den Euro eingeführt. Zuletzt trat Litauen 2015 dem gemeinsamen Währungsgebiet bei. Vertraglich sind sämtliche EU-Staaten mit Ausnahme von Dänemark und Großbritannien, dass die Union 2019 verlassen wird, dazu verpflichtet, mittel- bis langfristig den Euro einzuführen. Sie müssen dafür jedoch eine Reihe von Kriterien einhalten. Mit Ausnahme Bulgariens gibt es derzeit wenig Bestrebungen weiterer EU-Länder, den Euro absehbar einzuführen.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

May entgeht Schlappe im britischen Parlament in Sachen Zollunion. Proeuropäische Rebellen aus ihrer konservativen Fraktion wollten Großbritannien zu Verhandlungen für eine Zollunion mit der EU verpflichten, falls bis Januar 2019 keine Freihandelszone mit Brüssel vereinbart sein sollte. Doch ein entsprechender Änderungsantrag zum Handelsgesetz (Trade Bill) wurde am Dienstag mit 307 zu 301 Stimmen vom Unterhaus abgelehnt. LONDON - Die britische Premierministerin Theresa May ist im Parlament nur knapp einer Schlappe mit Blick auf eine mögliche Zollunion nach dem Brexit entgangen. (Wirtschaft, 17.07.2018 - 20:57) weiterlesen...

May entgeht im britischen Parlament Schlappe in Sachen Zollunion. Proeuropäische Rebellen aus ihrer konservativen Fraktion wollten Großbritannien zu einer Zollunion mit der EU verpflichten, falls bis Januar 2019 keine Freihandelszone mit Brüssel vereinbart sein sollte. Doch ein entsprechender Änderungsantrag zum Handelsgesetz (Trade Bill) wurde am Dienstag mit 307 zu 301 Stimmen vom Unterhaus abgelehnt. LONDON - Die britische Premierministerin Theresa May ist im Parlament nur knapp einer Schlappe in Sachen Zollunion nach dem Brexit entgangen. (Wirtschaft, 17.07.2018 - 20:08) weiterlesen...

Macron: EU zu 28 'läuft schlecht'. "Ich kann es Ihnen sagen, die Europäische Union zu 28, das läuft schlecht", sagte Macron nach einem Besuch seines serbischen Amtskollegen Aleksandar Vucic am Dienstag in Paris. Die Wahlen für das neue Europaparlament sind für Mai kommenden Jahres geplant. PARIS - Zehn Monate vor den Europawahlen hat der französische Staatspräsident Emmanuel Macron die Abläufe in der EU deutlich kritisiert. (Wirtschaft, 17.07.2018 - 18:13) weiterlesen...

DAX-FLASH: Index zieht an - Schwacher Euro und Powell-Aussagen stützen FRANKFURT - Der Dax schüttelte mit immerhin plus 0,32 Prozent seine vorherige Lethargie ebenfalls ab. (Boerse, 17.07.2018 - 17:25) weiterlesen...

EU will stärker mit Lateinamerika kooperieren. Neben neuen Handelsabkommen strebe man auch mehr Zusammenarbeit in Bereichen wie Energie, Forschung und Infrastruktur an, sagte EU-Chefdiplomatin Federica Mogherini am Dienstag bei einem transatlantischen Ministertreffen in Brüssel. Sie erwarte, dass es im Laufe der nächsten Monate auch ein Gipfeltreffen zur Entwicklung der Beziehungen geben könne. BRÜSSEL - Die EU will enger mit den Staaten aus Lateinamerika und der Karibik kooperieren. (Wirtschaft, 17.07.2018 - 15:39) weiterlesen...

Brexit-Machtkampf wieder voll entbrannt - Showdown im Parlament. Hatte sie in den vergangenen beiden Wochen noch den Brexit-Hardlinern in ihrer Partei die Stirn geboten, knickte sie am Montagabend im Parlament ein. Nun droht ihr eine neue Zitterpartie im Parlament. LONDON - Die britische Premierministerin Theresa May hat in Sachen Brexit erneut eine Kehrtwende vollzogen. (Wirtschaft, 17.07.2018 - 14:00) weiterlesen...