Spanien, Italien

BRÜSSEL - Angesichts zunehmender globaler Unsicherheiten will die EU-Kommission die Rolle des Euro stärken.

05.12.2018 - 06:33:39

EU-Kommission will internationale Rolle des Euro stärken. Entsprechende Pläne wird die Brüsseler Behörde am Mittwoch (12.30 Uhr) präsentieren. Damit könnte auch neuer Schwung in die Diskussionen um Reformen der Währungsunion in Europa kommen.

Seit Jahrzehnten ist der US-Dollar die wichtigste Währung der Welt. Er wird weltweit genutzt, andere Länder orientieren sich an ihm. Im internationalen Handel werden die meisten Rechnungen in Dollar gestellt, auch die wichtigen Ölpreise werden in der Regel in Dollar angegeben. Die Europäische Gemeinschaftswährung, die vor 20 Jahren eingeführt wurde, steht auf Rang zwei.

Bei seiner Rede zur Lage der Europäischen Union im September hatte EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker bereits gefordert, der Euro müsse zum "Gesicht und Werkzeug" einer neuen europäischen Souveränität werden. Damit könnte auch die Abhängigkeit von den USA reduziert werden.

Juncker bemängelt zudem, dass die EU gut 80 Prozent ihrer Energieimporte in Dollar abrechnet. Dabei stammt nur ein kleiner Teil der Einfuhren tatsächlich aus den USA. Selbst bei Transaktionen innerhalb der EU werde in vielen Branchen in Dollar bezahlt.

Medienberichten zufolge will die Brüsseler Behörde nun unter anderem die EU-Staaten dazu animieren, eine breitere Nutzung des Euro voranzutreiben. Damit könnte die Abhängigkeit von Kursschwankungen anderer Währungen - vor allem des US-Dollars - reduziert werden.

Der Vorstoß könnte auch die Debatten um Reformen in der Währungsunion voranbringen. Um die Eurozone - mit derzeit 19 Mitgliedsstaaten - gegen künftige Finanzkrisen zu stärken, wollen die EU-Staats- und Regierungschefs beim Gipfel am 13. und 14. Dezember noch über weitere Reformen beraten. Diese könnten das Vertrauen in den Euro weltweit stärken, wovon die Staaten letztlich profitieren könnten.

In einer Reihe von Ländern - darunter Deutschland - gibt es bislang noch einige Widerstände gegen eine enger verzahnte Zusammenarbeit in der Eurozone.

@ dpa.de

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