USA, Spanien

BRÜSSEL - Angesichts mangelnder privater Investitionen sollen Start-ups und kleine Firmen in Europa künftig einfacher an Kapital gelangen.

10.04.2018 - 16:19:24

Start-ups in Europa sollen einfacher an Risikokapital kommen. Dazu sollen 410 Millionen Euro an EU-Geldern als Startsumme zur Verfügung gestellt werden, wie die zuständige EU-Kommission am Dienstag in Brüssel mitteilte. Vielversprechende Firmen sollten damit davon abgehalten werden, etwa in die USA abzuwandern.

Mit dem Geld sollen sechs Investmentfonds ausgestattet werden. Die Brüsseler Behörde rechnet damit, dass durch die öffentliche Beteiligung private Investments attraktiver werden - die sechs Fonds sollen dadurch 2,1 Milliarden Euro mobilisieren. In einem nächsten Schritt sollen kleinere Fonds Gelder von diesen sechs Fonds erhalten und wiederum andere Anleger anlocken. Im Endeffekt erhofft sich die EU-Kommission damit Investitionen in Höhe von 6,5 Milliarden Euro in innovative Start-ups und kleinere Unternehmen. Rund 1500 Firmen - etwa im Bereich der Medizintechnik oder aus dem Digitalsektor - sollen profitieren.

Hintergrund ist, dass private Investoren seit der Finanzkrise 2008 der EU-Kommission zufolge ihre Risikokapitalinvestitionen in Europa deutlich zurückgefahren haben. Start-ups und schnell wachsende Firmen haben es daher schwer, an Finanzierungen zu kommen. Im Jahr 2016 investierten Risikokapitalgeber in der EU etwa 6,5 Milliarden Euro - in den USA waren es hingegen knapp 39,5 Milliarden Euro. In der Folge verlegen Unternehmen ihre Sitze etwa in die USA.

"Europa verfügt über eine Fülle an Talenten, Forschern von Weltrang und kompetenten Unternehmern, aber viele neue Firmen schaffen es nicht, die kritischen ersten Jahre zu überstehen, da sie keine Finanzmittel für die weltweite Expansion auftreiben können", heißt es bei der Brüsseler Behörde.

Durch die Initiative würden Risikokapitalfonds mehr Mittel an die Hand gegeben, sagte die zuständige EU-Kommissarin Elzbieta Bienkowska. "Dies wird es unseren viel versprechenden Start-up-Unternehmen erleichtern, in Europa ansässig zu bleiben und hier [...] zu wachsen."

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Spannungen in US-Regierung wegen Trumps Russland-Kurs. Nationale Sicherheitskreise verfolgten eine radikal andere Russland-Politik als der Oberkommandierende Trump, berichtete die "New York Times" am Samstag. Die Kluft zwischen der Position des Präsidenten und einer Politik, Russland zu zügeln, sei nie größer gewesen und ein ernsthaftes Risiko, schrieb das Blatt unter Berufung auf amtierende und frühere Regierungsmitarbeiter. WASHINGTON - US-Präsident Donald Trump hat nach Medienberichten mit seinem Russland-Kurs im Sicherheitsapparat Besorgnis ausgelöst. (Wirtschaft, 21.07.2018 - 19:32) weiterlesen...

Finanzminister Scholz wirbt beim G20-Treffen für freien Handel. "Die Wohlstandsgewinne sind für alle größer, wenn wir kooperieren", sagte der SPD-Politiker am Samstag zu Beginn des Treffens der G20-Finanzminister und Notenbankchefs. BUENOS AIRES - Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat beim Treffen der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer in Buenos Aires für einen freien und fairen Welthandel geworben. (Wirtschaft, 21.07.2018 - 19:32) weiterlesen...

Lawrow fordert Freilassung von in den USA inhaftierter Russin. Die Anschuldigungen gegen die Frau seien fabriziert, sagte Lawrow seinem Ministerium zufolge bei einem Telefongespräch mit seinem US-Kollegen Mike Pompeo am Samstag. Deshalb müsse die Russin sofort aus der Untersuchungshaft entlassen werden. MOSKAU - Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat die Freilassung einer in den USA wegen unerlaubter Agententätigkeit inhaftierten Russin gefordert. (Wirtschaft, 21.07.2018 - 19:23) weiterlesen...

IWF rechnet mit Erholung der argentinischen Wirtschaft. "Wir gehen davon aus, dass die Wirtschaft sich 2019 und 2020 verbessert und die Inflation sinkt", sagte IWF-Direktorin Christine Lagarde am Samstag zum Auftakt des Treffens der G20-Finanzminister und Notenbankchefs in Buenos Aires. BUENOS AIRES - Nach einer milliardenschweren Kreditzusage rechnet der Internationale Währungsfonds (IWF) mit einer Erholung der argentinischen Wirtschaft im kommenden Jahr. (Wirtschaft, 21.07.2018 - 19:21) weiterlesen...

Marchionne muss Chefposten bei Fiat Chrysler und Ferrari aufgeben. Nach einer Schulteroperation sei es zu unerwarteten Komplikationen gekommen, teilte Fiat Chrysler am Samstag mit. Der 66-Jährige könne seine Arbeit nicht wieder aufnehmen. Auch als Präsident und Vorstandschef der Tochter Ferrari könne Marchionne nicht weiter arbeiten, hieß es in einer Ferrari-Mitteilung. TURIN - Fiat-Chrysler-Chef Sergio Marchionne muss die Führung des italienisch-amerikanischen Autobauers aus gesundheitlichen Gründen abgeben. (Boerse, 21.07.2018 - 19:20) weiterlesen...

'Heuchler!': Kritik nach Gipfel mit Putin erzürnt Trump. "Ich wurde von den Fake-News-Medien hart kritisiert dafür, zu nett zu Präsident Putin gewesen zu sein", beklagte Trump in der Nacht zum Samstag in einem Tweet. "Früher hätte man das als Diplomatie bezeichnet." Nach dem ersten Gipfeltreffen der beiden Präsidenten am Montag in Helsinki war Trump in den USA allerdings nicht nur von Journalisten, sondern auch seitens der Opposition und sogar innerhalb seiner eigenen Partei aufs Schärfste kritisiert worden. WASHINGTON - US-Präsident Donald Trump hat die massiven Vorwürfe nach seinem Gipfel mit Russlands Staatschef Wladimir Putin zurückgewiesen und seine Kritiker der Doppelmoral geziehen. (Wirtschaft, 21.07.2018 - 06:26) weiterlesen...