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Regierungen, Deutschland

BREMERHAVEN - Die Demonstranten für mehr Klimaschutz bekommen an ihrem globalen Protesttag Unterstützung von den Experten im Ewigen Eis: Wie Tausende in aller Welt haben auch Forscher in der Arktis und Antarktis für einen stärkeren Kampf gegen die Erderhitzung demonstriert.

25.09.2020 - 12:16:25

Forscher in Arktis und Antarktis unterstützen globale Klimaproteste. Das zeigten Bilder von der deutsch-französischen Forschungsstation Awipev auf Spitzbergen, einer arktischen Expedition des Schiffs "Polarstern" sowie von der Neumayer-Station in der Antarktis, die Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts (AWI) in Bremerhaven am Freitag unter dem Motto #KeinGradWeiter auf Twitter veröffentlichten.

"Die Zeichen mehren sich, dass Kipppunkte erreicht werden", schrieben sie zu dem Bild aus Spitzbergen. Als Forscher stünden sie in der Verantwortung, auf Risiken hinzuweisen, die sich aus ihren Daten ergäben. Auf dem Weg in den hohen Norden sei die "Polarstern" im Rahmen der "Mosaic"-Expedition viel zu schnell ans Ziel gelangt, "weil so wenig Meereis da war!", hieß es in einem weiteren Tweet. Was in der Arktis passiere, beeinflusse auch das Wetter und Klima vor Ort in Deutschland. In den Händen hielten die Forscher dabei ein Banner mit der Aufschrift "We deliver the facts. It's time to act!" (Wir liefern die Fakten. Es ist Zeit, zu handeln!)

Das Eis der Antarktis speichert mehr als die Hälfte des Süßwassers der Erde, gefroren in einer fast fünf Kilometer dicken Eisschicht. Eine neue Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, der Columbia University und der Universität Potsdam zeigt, dass bereits bei einer anhaltenden Erwärmung von zwei Grad das Abschmelzen und der beschleunigte Eisabfluss in den Ozean letztlich zu einem Anstieg des globalen Meeresspiegels um 2,5 Meter führen würde. Bei vier Grad beträgt er langfristig 6,5 Meter, und bei sechs Grad fast 12 Meter.

@ dpa.de

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