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European Industrial Hemp Association (EIHA)

Br?ssel / D?sseldorf - Das geht ja gut los! Der europ?ische und der deutsche Hanfsektor starten mit guten Nachrichten f?r die Nutzhanfindustrie ins neue Jahr.

23.02.2021 - 15:07:30

Triple f?r die Nutzhanfindustrie: Gute Aussichten f?r CBD und Hanf in Kosmetik und Lebensmitteln

Br?ssel / D?sseldorf - Das geht ja gut los! Der europ?ische und der deutsche Hanfsektor starten mit guten Nachrichten f?r die Nutzhanfindustrie ins neue Jahr. Die EIHA hat die ersten Novel Food-Antr?ge f?r CBD-Produkte auf den Weg gebracht, die EU l?sst nat?rliches CBD in Kosmetik zu und das deutsche Bundesinstitut f?r Risikobewertung (BfR) beurteilt Hanflebensmittel neu nach europ?ischen Empfehlungen.

EIHA-Konsortium mit Novel Food-Antr?gen im Zeitplan

Das EIHA Novel Food-Konsortium l?sst den Ank?ndigungen jetzt Taten folgen: Die EIHA projects GmbH, hundertprozentige Tochter des EIHA Fachverbandes, hat bei der britischen Lebensmittelbeh?rde Food Standards Agency (FSA) die Novel Food-Antr?ge f?r nat?rliche CBD-Isolate und -Vollspektrum-Extrakte form- und fristgerecht eingereicht. Im n?chsten Schritt folgen die Antr?ge bei der Europ?ischen Beh?rde f?r Lebensmittelsicherheit (EFSA). Ziel ist die europaweite Zulassung von CBD-Produkten als gesunde und sichere Lebensmittel.

Aus diesem Grund wird die EIHA projects GmbH das toxikologische Studienpaket zu CBD um Stabilit?tsdaten der vergangenen sechs Jahre erweitern. Unterst?tzt wird die EIHA dabei von NATECO2 (Hopfenveredelung St. Johann GmbH), einem renommierten und erfahrenen Unternehmen f?r Naturstoff-Extraktion im Lebensmittelbereich. F?r die Einreichung der Novel Food-Antr?ge sowie die Kontrolle der umfangreichen Toxikologie-Studien steht EIHA das europaweit anerkannte und unabh?ngige Beratungsunternehmen CHEMSAFE f?r lebensmittelrechtliche Zulassungsverfahren zur Seite. Die Toxikologie-Studien selbst werden bei EUROFINS, hochqualifizierter Weltmarktf?hrer f?r Bioanalytik, durchgef?hrt.

Im EIHA Novel Food-Konsortium schlie?en sich rund 180 Unternehmen als Partner der EIHA projects GmbH aus ganz Europa zusammen. Die gro? angelegte Initiative wird nach Jahren der beh?rdlichen Willk?r eine Rechts- und Planungssicherheit f?r die europ?ische Hanfindustrie erreichen. Dazu stehen mittlerweile mehr als drei Millionen Euro f?r Studien zu CBD und THC zur Verf?gung. Das Interesse bei Nutzhanf verarbeitenden Unternehmen, aber auch innerhalb der Lebensmittelindustrie ist deutlich h?her als erwartet.

EU l?sst nat?rliches CBD in Kosmetik zu

Nach Vorarbeit der EIHA hatte die europ?ische Datenbank f?r zugelassene kosmetische Inhaltsstoffe (Cosing) bereits im Jahr 2020 Hanfextrakte f?r die Verwendung in Kosmetikprodukten ohne Restriktionen aufgenommen. Zu Beginn dieses Jahres wurde jetzt neben synthetischem CBD auch der offizielle Eintrag f?r nat?rliches CBD-Isolat von allen Restriktionen befreit. Die EIHA hatte die zust?ndige Generaldirektion (GD Grow) der EU-Kommission auf die entsprechende Aktualisierung der Datenbank hingewiesen. Damit sind ab sofort auch nat?rliche CBD-Isolate aus der Hanfpflanze in Kosmetika erlaubt. Der neue Cosing-Eintrag basiert auf dem Urteil des Europ?ischen Gerichtshofs (EuGH) vom November 2020, CBD nicht als Bet?ubungsmittel einzustufen.

Neue toxikologische Bewertung von Hanflebensmitteln

Das Bundesinstitut f?r Risikobewertung (BfR) folgt endlich nicht mehr den veralteten Richtwerten des Bundesinstituts f?r gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterin?rmedizin (BgVV) aus dem Jahr 2000. Vielmehr empfiehlt das BfR nun die toxikologische Beurteilung von hanfhaltigen Lebensmitteln auf Grundlage der von der Europ?ischen Beh?rde f?r Lebensmittelsicherheit (EFSA) im Jahr 2015 abgeleiteten akuten Referenzdosis (ARfD) von 1 Mikrogramm delta-9-THC/kg K?rpergewicht. Diese Dosis (70 Mikrogramm delta-9-THC beim erwachsenen Europ?er) entspricht der gesch?tzten maximalen delta-9-THC-Menge, die laut EFSA ohne erkennbares gesundheitliches Risiko im Verlauf eines Tages gegessen und getrunken werden darf.

Bereits 2018 erkannte das BfR nach eigenen Angaben, dass die alten Richtwerte aus dem Jahr 2000 nicht mehr wissenschaftlichen Anspr?chen entsprachen. Jetzt, drei Jahre sp?ter, schlie?t sich das Bundesinstitut in seiner Risikobewertung endlich dem aktuellen Richtwert auf europ?ischer Ebene an. Die Empfehlung der EFSA zur toxikologischen Beurteilung von hanfhaltigen Lebensmitteln erfolgte bereits 2015.

Die EIHA fordert die deutschen Beh?rden bereits seit f?nfzehn Jahren dazu auf, ihre Richtwerte zu ?berpr?fen. Aber auch der empfohlene Richtwert der EFSA von 1 Mikrogramm delta-9-THC/kg K?rpergewicht f?hrt immer noch zu einer unn?tig strengen akuten Referenzdosis. Die Gesundheitsbeh?rden in Kanada und in der Schweiz sowie in Australien und in Neuseeland arbeiten mit sechs- bis siebenmal so hohen Richtwerten.

Einer ?berpr?fung nach allgemein anerkannten Regeln der Risikobewertung, auch den eigenen Regeln der EFSA, w?rde der Empfehlungswert von 1 Mikrogramm delta-9-THC/kg nicht standhalten. Insbesondere verweist die EIHA seit Jahren auf den v?llig unn?tig hoch angesetzten Unsicherheitsfaktor bei der Ableitung der Referenzdosis. Verglichen mit wirklich bedenklichen Substanzen (Toxinen) in Lebensmitteln wie Alkohol, Koffein, Nikotin, Glykoalkaloide (z. B. Solanin aus Kartoffeln) oder Morphin (aus Mohnsamen) ist der Unsicherheitsfaktor bei THC absurd unverh?ltnism??ig und unwissenschaftlich. Es gibt nach wie vor keine wissenschaftlichen Belege daf?r, dass solch niedrige THC-Gehalte in Lebensmitteln negative Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit haben.

Link zur Stellungnahme Nr. 006/2021 des BfR vom 17. Februar 2021

BfR empfiehlt Akute Referenzdosis als Grundlage zur Beurteilung hanfhaltiger Lebensmittel (https://www.bfr.bund.de/cm/343/bfr-empfiehlt-akute-referenzdosis-a ls-grundlage-zur-beurteilung-hanfhaltiger-lebensmittel.pdf)

Daniel Kruse, Pr?sident der European Industrial Hemp Association (EIHA):

"Die europ?ischen Rechtsm?hlen mahlen dank der Arbeit der EIHA nicht mehr ganz so langsam. Wir haben erst Februar und schon liegen drei wichtige Ergebnisse f?r die Nutzhanfindustrie vor. Aber das ist noch nicht genug. Jetzt m?ssen wir vor allem die deutschen Beh?rden dazu bringen, ihre willk?rliche Einstellung zu Nutzhanf endlich durch wissenschaftliche Bewertungen zu ersetzen. Deutschland sollte die Chance haben, auch bei Nutzhanf der gr??te Produktionsstandort und der wichtigste Handelsplatz auf dem europ?ischen Binnenmarkt zu werden."

Pressekontakt:

EIHA Kommunikation D-A-CH Daniel Kruse | EIHA-Pr?sident (Inhaltlich Verantwortlicher) R?diger Tillmann | EIHA-Sprecher Media Relations D-A-CH Fon +49 171 3677028 | mailto:r.tillmann@jole-newsroom.com

EIHA Communications EUROPE Victoria Troyano | EIHA Executive Assistant and Communications Officer Fon +32 471 870659 | mailto:victoria.troyano@eiha.org

EIHA Main Office European Industrial Hemp Association Rue Montoyer 31 | 1000 Brussels | Belgium

EIHA Administrative Office EIHA e. V. M?nsterstra?e 336 | 40470 D?sseldorf | Deutschland

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/141925/4846123 European Industrial Hemp Association (EIHA)

@ presseportal.de