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Vermischtes, Deutsche Krebshilfe

Bonn - Seit mehr als einem Jahrzehnt gelten Solarien als ein Krebsrisikofaktor.

30.03.2021 - 13:47:32

Deutsche Krebshilfe und ADP warnen vor Solariennutzung: UV-Strahlen verursachen Hautkrebs und schw?chen die Immunabwehr. Dennoch sind sie weit verbreitet: in Sonnenstudios, Wellness- und Fitnesseinrichtungen, Hotels oder sogar daheim. Wer Solarien h?ufig nutzt, kann langfristig an Hautkrebs erkranken. Kurzfristig schw?cht intensive UV-Strahlung zudem das Immunsystem.

Bonn - Seit mehr als einem Jahrzehnt gelten Solarien als ein Krebsrisikofaktor. Dennoch sind sie weit verbreitet: in Sonnenstudios, Wellness- und Fitnesseinrichtungen, Hotels oder sogar daheim. Wer Solarien h?ufig nutzt, kann langfristig an Hautkrebs erkranken. Kurzfristig schw?cht intensive UV-Strahlung zudem das Immunsystem. In Pandemie-Zeiten - mit hohen COVID-19-Fallzahlen - eine zus?tzliche Gesundheitsgefahr. Die Deutsche Krebshilfe und die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Pr?vention (ADP) warnen daher eindringlich vor der Nutzung und rufen die Politik zum Handeln auf.

UV-Strahlung ist der wichtigste Risikofaktor f?r Hautkrebs

Weltweit bestimmt die Covid-19-Pandemie den Alltag. Das Wetter in Deutschland ist k?hl und Urlaubsreisen in warme Regionen noch nicht in Sicht. Grund genug f?r viele Menschen nach dem Lockdown, ihre Sehnsucht nach Licht und W?rme durch Solariumbesuche oder "Heimsonnen" zu kompensieren. Eine ungesunde Wahl: "Ultraviolette Strahlung ist der bedeutendste Risikofaktor f?r das Entstehen von Hautkrebs", so Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe. "Solariennutzerinnen und -nutzer erkranken besonders h?ufig am gef?hrlichen schwarzen Hautkrebs. Ihr Erkrankungsrisiko ist um 60 Prozent erh?ht. Diese, auch als malignes Melanom bezeichnete, Hautkrebsart bildet sehr schnell Tochtergeschwulste und ist dann deutlich schwerer heilbar." Bundesweit erkranken j?hrlich ?ber 40.000 Menschen an schwarzem Hautkrebs. Pro Jahr sterben rund 3.800 Menschen an den Folgen dieser Erkrankung.

Intensive UV-Strahlung schw?cht die Immunabwehr

Wer Solarien nutzt, schw?cht dar?ber hinaus seine k?rpereigene Immunabwehr. UV-Strahlen wirken in komplizierter Wechselwirkung auf verschiedene Zelltypen der Haut und der Immunabwehr. "Das menschliche Immunsystem beseitigt entartete Zellen, aus denen sich potenziell Tumore entwickeln k?nnen. Ist diese Abwehr geschw?cht, beg?nstigt es das Entstehen von Hautkrebs", erkl?rt Professor Dr. Eckhard Breitbart, Dermatologe und Vorsitzender der ADP. "Die Effekte von UV-Strahlung auf das Immunsystem lassen sich auch bei Erk?ltungen beobachten. In der Regel verschlechtern sich die Symptome nach dem Aufenthalt in der Sonne." Das Bundesamt f?r Strahlenschutz empfiehlt daher, vorbeugend und bereits bei einfachen Erk?ltungen, UV-Strahlen zu meiden.

In Solarien ist die UV-Strahlung erheblich intensiver als die der Sonne in unseren Breitengraden. F?r Solarienger?te gilt bundesweit seit 2012 die UV-Schutz-Verordnung. Sie legt eine maximale Bestrahlungsst?rke von 0,3 Watt pro Quadratmeter fest. Dies ist vergleichbar mit der Intensit?t der ?quatorsonne mittags bei wolkenlosem Himmel und entspricht einem UV-Index (UVI) von 12 - Kategorie "Extrem", die Schutzma?nahmen im Freien als "absolut erforderlich" empfiehlt. Somit ist das k?nstliche Besonnen auch bei gewissenhaftem Umsetzen der gesetzlichen Vorgaben immer noch mit gro?en gesundheitlichen Risiken verbunden. Wissenschaftler*innen sind sich auf internationaler Ebene einig, dass es keine gesundheitlich unbedenkliche Nutzung von Solarien gibt. Der 'Europ?ische Kodex zur Krebsbek?mpfung' der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bringt es mit seiner Empfehlung auf den Punkt: "Gehen Sie nicht ins Solarium!" Breitbart betont daher: "Gerade in Zeiten einer allgegenw?rtigen Infektionsgefahr mit dem Coronavirus sollten wir darauf achten, dass unsere k?rpereigene Immunabwehr bestm?glich funktioniert und nicht durch Solarienbesuche unn?tig geschw?cht wird."

Social Media-Kampagne gestartet.

In den Sozialen Medien informieren die Deutsche Krebshilfe und die ADP derzeit insbesondere junge Menschen zielgruppenspezifisch ?ber die Gefahren k?nstlicher UV-Bestrahlung. Kurze thematische Filmclips zeigen eindringlich, dass Solarien keinesfalls harmlose "Wohlf?hl-Wellness-Oasen" sind. Die Filme stehen unter https://youtube.com/playlist?list=PLjHO5FXnKJ76AnRemcIctMOc7ldPQqzFk bereit. Weitere Informationen rund um das Thema UV-Strahlung und Hautkrebs erhalten Interessierte im Internet unter http://www.unserehaut.de und http://www.krebshilfe.de .

Hintergrundinformationen: Ultraviolette Strahlung

UV-Strahlen sind der wichtigste Risikofaktor f?r das Entstehen von Hautkrebs. Dies gilt sowohl f?r die nat?rliche UV-Strahlung der Sonne als auch die k?nstlich erzeugte in Solarien. Aktuellen Hochrechnungen zufolge erkranken derzeit bundesweit j?hrlich rund 276.000 Menschen neu an Hautkrebs - ?ber 40.000 davon am gef?hrlichen schwarzen Hautkrebs, dem malignen Melanom. Bei Aufenthalten in der Sonne oder Solarium treffen UV-A- und UV-B-Strahlen auf die menschliche Haut und dringen in diese ein. UV-A-Strahlen f?hren zu einer schnellen Br?unung und werden daher bevorzugt in Heim- und kommerziellen Solarien eingesetzt. Beide UV-Spektren sch?digen die Erbsubstanz. UV-A-Strahlung wirkt zudem negativ auf das Bindegewebe und die Elastizit?t der Haut. Insbesondere die Solariennutzung l?sst daher die Haut fr?hzeitig altern. Dar?ber hinaus schadet UV-Strahlung den Augen, wenn diese nicht durch Sonnen- oder Schutzbrillen gesch?tzt werden. Zu den Folgen geh?ren Bindehautentz?ndungen, "Schneeblindheit", "Grauer Star" (Katarakt), Netzhautver?nderungen sowie Aderhautmelanome.

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Pressekontakt:

Deutsche Krebshilfe Pressestelle Buschstr. 32 53113 Bonn Telefon: 02 28/7 29 90-96 E-Mail: mailto:presse@krebshilfe.de Internet: http://www.krebshilfe.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/116010/4877523 Deutsche Krebshilfe

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