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Vermischtes, Bundesverband f?r Tiergesundheit e.V.

Bonn - Es gibt jedoch Utensilien und Medikamente, die in einer Notfallapotheke f?r das Tier nichts verloren haben.

27.04.2021 - 13:48:07

F?r den Notfall gut ger?stet / F?r kleine Wehwehchen oder akute Notf?lle gibt es die Haus- und Reiseapotheke / Solch ein Erste-Hilfe-Set ist auch f?r vierbeinige Familienmitglieder eine gute Sache. Im Zweifel ist der Gang zum Tierarzt die beste Wahl.

Bonn - Es gibt jedoch Utensilien und Medikamente, die in einer Notfallapotheke f?r das Tier nichts verloren haben. Im Zweifel ist der Gang zum Tierarzt die beste Wahl.

Nicht nur beim Menschen, sondern auch bei Hund und Katze stehen Unf?lle in der Notfall-Statistik ganz weit oben. H?ufig sind auch Biss- und Schnittverletzungen beim Spaziergang, bei Raufereien mit anderen Hunden oder im Streit mit der Nachbarskatze. Daraus resultierende kleinere Wunden lassen sich gut selbst versorgen, wenn entsprechendes Verbandsmaterial und Desinfektionsmittel schnell zur Hand sind. Wer sehr gut vorbereitet sein will, kann sogar einen "tierischen" Erste-Hilfe-Kurs besuchen. Eine Liste mit wichtigen Telefonnummern, etwa die des Tierarztes, helfen im Falle eines Falles, das Richtige zu tun.

Die gute Absicht, seinem Tier schnell helfen zu wollen, darf jedoch niemals dazu f?hren, zu ungeeigneten Arzneimitteln zu greifen, die gerade im Haushalt verf?gbar sind. Oftmals erreicht man dadurch n?mlich das Gegenteil. Die Tierarten unterscheiden sich zum Teil grundlegend in ihrem Stoffwechsel. Es sollten also keine Hundemedikamente an Katzen verabreicht werden und umgekehrt. Sogar innerhalb einer Tierart gibt es verschiedene Tierarzneimittelgr??en oder -st?rken, die genau auf das Tier abgestimmt sind. So gibt es zum Teil spezielle Gr??en f?r kleine, mittelgro?e und gro?e Hunderassen. Was f?r die gro?e Dogge richtig ist, kann f?r den kleinen Dackel, da weit ?berdosiert, sch?dlich sein.

Auf keinen Fall sollte man Humanarzneimittel an Tiere verabreichen. Hat ein Tier beispielsweise starke Schmerzen, ist die Versuchung gro?, in die Familien-Hausapotheke zu greifen. Doch Vorsicht: Selbst die gutgemeinte S?uglingsdosierung kann schlimme Folgen haben. Zahlreiche in der Humanmedizin verwendete Wirkstoffe sind f?r Tiere ungeeignet.

Der Grund daf?r ist, dass Medikamente im menschlichen und tierischen K?rper unterschiedlich verstoffwechselt werden. Entstehende Stoffwechselprodukte oder sich anreichernde nicht ausgeschiedene Wirkstoffe k?nnen schwere Nebenwirkungen ausl?sen und massive Sch?digungen und Vergiftungen zur Folge haben. Selbst zwischen Hund und Katze gibt es gravierende Unterschiede - so fehlt der Katze beispielsweise ein bestimmter Stoffwechselweg, der in der Leber stattfindet, die sogenannte Glucuronidierung. Medikamente oder Substanzen, die nur dar?ber ausgeschieden werden, k?nnen somit f?r die Katze t?dlich sein. G?ngige Produkte wie das Schmerzmittel Paracetamol oder Teebaum?l, aber auch der in Floh- und Zeckenmitteln f?r Hunde verwendete Wirkstoff Permethrin geh?ren in die f?r Katzen gef?hrliche Kategorie.

Die Wirkung von Medikamenten ist zudem von Eigenschaften wie der Aufnahme, Verteilung und Bindung im K?rper abh?ngig. Auch hier gibt es gro?e Unterschiede zwischen den Tierarten und Unterschiede zum Menschen. Davon abh?ngig ist die Dosierung eines Arzneimittels. Auch Nebenwirkungen und Vertr?glichkeit sind verschieden. Dar?ber hinaus spielen das Alter des Tieres, das Geschlecht und sein Gesundheitszustand eine Rolle. Besondere Vorsicht ist bei Leber- und Nierenerkrankungen geboten. Auch sind Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten zu ber?cksichtigen und Gegenanzeigen zu beachten.

Fazit: Man muss nicht wegen jeder kleinen Blessur den Tierarzt aufsuchen. Kommen aber Medikamente ins Spiel, sollte man in jedem Fall dem Tierarzt die Diagnose ?berlassen und seinem Therapieplan folgen. Gleiches gilt bei allen gr??eren oder tieferen Wunden und deutlicher Beeintr?chtigung des Allgemeinbefindens.

Weitere Informationen:

Grafik: Erste Hilfe beim Hund (https://www.bft-online.de/fileadmin/bft/Presse/Kl eintiergesundheit/Erste_Hilfe_beim_Hund_25.06.2015/Grafik_Erste_Hilfe_Hund.pdf)

Erste Hilfe f?r Hunde: Alles im Griff (https://www.bft-online.de/kleintiergesundheit/2015/erste-hilfe-beim-hund)

Besser zum Tierarzt gehen (https://www.bft-online.de/kleintiergesundheit/2020/besser-zum-tierarzt-gehen)

Pressekontakt:

Abdruck Text und Foto (nur in Verbindung mit dieser Meldung) honorarfrei bei Quellenangabe.

Weitere Informationen:

Bundesverband f?r Tiergesundheit e.V. Dr. Sabine Sch?ller, Koblenzer Str. 121-123, 53177 Bonn, Tel. 0228 / 31 82 96, E-Mail mailto:bft@bft-online.de, http://www.bft-online.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/76750/4900368 Bundesverband f?r Tiergesundheit e.V.

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