Flugzeugbau, Regierungen

Bisher etwa 94 Prozent der Bundeswehrsoldaten geimpft oder genesen

06.01.2022 - 14:44:01

Bisher etwa 94 Prozent der Bundeswehrsoldaten geimpft oder genesen. BERLIN - In der Bundeswehr sind bisher etwa 94 Prozent der mehr als 180 000 Männer und Frauen gegen das Coronavirus vollständig geimpft oder genesen. Das ist das Ergebnis einer ersten vorläufigen Erhebung, nachdem der Schutz gegen Covid-19 am 24. November vom Verteidigungsministerium in die Liste duldungspflichtiger Basisschutzimpfungen aufgenommen wurde. Die Zahlen lagen der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag vor.

Der prozentuale Impfanteil in der Bundeswehr liegt deutlich höher als in der gesamten Bevölkerung, wo erst rund 71,5 Prozent den vollständigen Grundschutz mit der meist nötigen zweiten Spritze haben. Allerdings sind Soldaten bislang die einzige Berufsgruppe, bei der die Covid-19-Schutzimpfung über die sogenannte Duldungspflicht zur vorgeschriebenen Regel gemacht wurde.

Zunächst ist nicht klar, wie viele unter den verbliebenen sechs Prozent der Soldaten Impfverweigerer sind. Die Zahl umfasst auch Menschen, die über ein Attest von der Impfung befreit sind oder - beispielsweise wegen längerer Abwesenheit - nicht erfasst sind. "Die gute Impfquote bei unseren Soldatinnen und Soldaten ist ein Zeichen der großen Disziplin innerhalb der Truppe, aber auch der Solidarität gegenüber unserer gesamten Gesellschaft", so Lambrecht.

Gegen die verpflichtenden Corona-Impfungen waren bei der Bundeswehr zunächst die Beteiligungsgremien Sturm gelaufen, obwohl eine ganze Reihe anderer Impfungen vorgeschrieben sind - gegen teils weniger gefährliche oder weniger ansteckende Krankheiten. Ein Schlichtungsausschuss hatte sich dann dafür ausgesprochen.

Bei einer Impfverweigerung drohen nun Konsequenzen, wie auch Heeresinspekteur Alfons Mais Ende vergangenen Jahres in einem Schreiben klargemacht hatte. Er verwies auf ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts, wonach die Duldungspflicht nicht zu beanstanden sei. Dabei ging es um einen Soldaten, der sich gegen acht Tage Disziplinararrest wegen einer verweigerten, anderen Impfung gewehrt hatte. Das Gericht führte auch aus, dass vor allem eine wiederholte Befehlsverweigerung eine Wehrstraftat sei - was mit Kürzung des Gehalts, Beförderungsverbot oder Herabsetzung des Dienstgrads geahndet werde.

@ dpa.de

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