USA, Deutschland

BIARRITZ - US-Präsident Donald Trump hat den neuen britischen Premierminister Boris Johnson gelobt und Großbritannien ein Handelsabkommen für die Zeit nach dem Brexit in Aussicht gestellt.

25.08.2019 - 09:55:24

Johnson ist 'der richtige Mann für den Job'. "Er ist der richtige Mann für den Job", sagte Trump bei einem Arbeitsfrühstück mit Johnson am Sonntag am Rande des G7-Gipfels im französischen Biarritz. Der britische Premier benötige von ihm keinen Rat, was den Austritt aus der EU angehe.

Es war das erste Mal, dass Trump mit Johnson in dessen Rolle als neuer Premierminister zusammenkam. Für Johnson ist es der erste Auftritt als Regierungschef bei einem G7-Gipfel. Trumps Regierung unterstützt den harten EU-Austrittskurs Johnsons.

Die Staats- und Regierungschefs der G7 begannen am Sonntagmorgen in großer Runde mit ihrer ersten Arbeitssitzung. Zu G7 gehören neben den USA und Großbritannien noch Frankreich, Deutschland, Italien, Japan und Kanada. Es sollte in der Sitzung vor allem um die Spannungen im Welthandel und die schwächelnde Konjunktur gehen.

Trump sagte am Rande des Gesprächs mit Johnson, er gehe davon aus, dass es "ziemlich schnell" das bislang umfassendste Handelsabkommen mit Großbritannien geben könne. Er erwarte keine Probleme. Die Gespräche liefen sehr gut. Johnson äußerte sich vorsichtiger. "Ich weiß, dass es noch einige schwierige Gespräche geben wird", sagte er. "Ich habe großen Respekt vor US-Handelsgesprächen." Er freue sich auf "umfassende Gespräche darüber, wie wir unsere Beziehungen auf alle möglichen Arten weiterentwickeln können, besonders beim Handel".

Trump sagte mit Blick auf den EU-Austritt der Briten, diese hätten danach "keinen Anker am Fußgelenk". Johnson fügte hinzu: "Wenn wir von Anker sprechen, wir wollen, dass unsere Schiffe Fracht etwa von New York nach Boston bringen, was wir im Moment nicht tun können." Johnson hatte am Samstag auf dem Weg nach Biarritz vor mitreisenden Reportern gesagt, es gebe weiterhin erhebliche Handelsbarrieren für britische Unternehmen in den USA. Die "amerikanischen Freunde" müssten daher zu Kompromissen bereit sein.

@ dpa.de

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