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Berufsbegleitend studieren: Der Master of Science Industrielles Produktionsmanagement

26.01.2021 - 11:08:19

Berufsbegleitend studieren: Der Master of Science Industrielles Produktionsmanagement. Kassel - Der berufsbegleitende Masterstudiengang Industrielles Produktionsmanagement ( http://www.unikims.de/ipm ) versetzt die Studierenden in die Lage, industrielle Prozesse und Systeme ?ber Planungsdom?nen und -ebenen sowie ?ber Wertsch?pfungsnetze hinweg ganzheitlich zu verstehen und zu managen, mit dem Ziel, Produkte und Dienstleistungen systematisch zu ...

Kassel - Der berufsbegleitende Masterstudiengang Industrielles Produktionsmanagement ( http://www.unikims.de/ipm ) versetzt die Studierenden in die Lage, industrielle Prozesse und Systeme ?ber Planungsdom?nen und -ebenen sowie ?ber Wertsch?pfungsnetze hinweg ganzheitlich zu verstehen und zu managen, mit dem Ziel, Produkte und Dienstleistungen systematisch zu verbessern und Unternehmen an die Ver?nderungen des Marktes anzupassen. Hierbei spielt auch die Informationstechnik eine wesentliche Rolle: Sie erm?glicht die Zusammenarbeit zwischen Prozessen und den daran Beteiligten und schafft die Basis f?r konkrete Entscheidungen.

Industrie 4.0

"Es gibt nicht Industrie 4.0 schlechthin, sondern nur f?r jedes Unternehmen eine individuelle L?sung." Und schon gar nicht f?hre Digitalisierung von selbst zu smarten Produktionsprozessen ohne mediale Br?che. Das sagt Univ.-Prof. Dr.-Ing. Sigrid Wenzel. Am Fachbereich Maschinenbau der Universit?t Kassel leitet sie im Institut f?r Produktionstechnik und Logistik das Fachgebiet Produktionsorganisation und Fabrikplanung. Den Begriff der Digitalisierung verwendet Sigrid Wenzel nur ungern. Sie spricht von digitaler Transformation, da dieser Begriff den Ver?nderungsprozess besser beschreibt. Es gehe nicht um den Einsatz der IT um ihrer selbst willen, sondern um die strukturierte Verbesserung der einzelnen Prozesse in einem umfassenden Gesamtsystem. Erst wenn die bisherigen Prozesse analysiert und hinsichtlich ihrer Verbesserungspotenziale fortentwickelt seien, werden diese neuen Prozesse im Gesamtsystem implementiert und mit IT unterst?tzt. Daf?r ben?tige ein Unternehmen oder eine Verwaltung geeignete Fachleute mit Kenntnissen in Betriebswirtschaft, Technik und Informatik, "die mit allen reden, die Herausforderungen global betrachten, und die jene Aufgaben, die sie daraus ableiten, disziplin?bergreifend l?sen k?nnen". Genau diese Fachleute bildet Sigrid Wenzel als wissenschaftliche Leiterin des berufsbegleitenden Masterstudiengangs Industrielles Produktionsmanagement (IPM) an der UNIKIMS gemeinsam mit anderen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie akademisch geschulten Praktikerinnen und Praktikern aus.

Die Studierenden profitieren im Beruf von der erlernten Methodik

Henning Wortmann zum Beispiel begann den Masterstudiengang IPM 2013, drei Jahre nach Beginn der Karriere im dualen Verbund von betrieblicher Ausbildung und Maschinenbau-Studium beim Landtechnikhersteller Claas. Im Beruf profitierte Wortmann vor allem von den Methoden, die er im Studium erlernte, "von der Herangehensweise und der strategischen Planung. Wenn wir die Zusammenh?nge auseinandergenommen haben, etwa im Materialfluss, dann war das super im Alltag anzuwenden. Und die positivste ?berraschung war f?r mich, dass alle, die mit mir in Kassel studierten, schon mehrere Jahre im Beruf waren und ihre Erfahrung von dort mitbrachten. Damit hatte die Vorlesung eine ganz andere Qualit?t, denn bei theoretischen Ausf?hrungen hat es nie lange gedauert, bis der erste die Hand hob und sagte: ,Das hat bei uns so nicht geklappt. Wir haben das so gel?st.' Das ist etwas ganz anderes als in einer Gruppe von 20j?hrigen, die keinerlei praktische Erfahrungen mitbringen." Mit dem Abschluss Master of Science im IPM wechselte Wortmann in die Corporate IT der Claas-Gruppe, wo er sich mit Prozessberatung und Anwendungsentwicklung besch?ftigt. Auch f?r Mohammed Abdel Rahim ?nderte das IPM-Masterstudium rasch seinen beruflichen Alltag: "Man ver?ndert sein Bewusstsein, und man kommuniziert es. Daraufhin steigert das System, die Arbeitswelt, die Erwartungen an mich und ich erhalte mehr ganzheitliche und prozessbezogene Aufgaben."

Eine Optimierung der Teilsysteme f?hrt nicht zum optimalen Gesamtsystem

Oftmals fehle der Blick auf das Ganze. "Es dominiert in vielen Bereichen noch die Einzelbetrachtung", sagt die Professorin. Die Unzufriedenheit wachse, weil irgendein Prozess zu langsam laufe, die Kosten an einer Stelle zu hoch seien oder der Service in einem anderen Segment unbefriedigend sei. Dann werde dieses eine Teilsystem optimiert, und seine Leistung maximiert, aber die Effizienz im Gesamtsystem steige nicht: "Das lokale Optimum f?hrt meistens nicht zu einem globalen Optimum f?r die gesamte Fabrik. Nicht jeder Mensch macht sich aber dieses ganzheitliche Denken zu Eigen. Beispielsweise kann ich einen Stau weit hinter mir provozieren, wenn ich im dichten Verkehr mit Tempo 80 auf die ?berholspur wechsele, wo der Verkehr mit 110 Kilometer in der Stunde flie?t."

Durchg?ngige digitale Fabrikplanung

Schlechte Prozesse werden nicht dadurch besser, dass sie mit Software unterlegt werden. Im Gegenteil kann die Implementierung einer Software zus?tzlich hohe Kosten und Reibungen im Unternehmen verursachen, ohne suboptimale Prozesse zu verbessern. Daher seien die Ist-Prozesse zun?chst zu analysieren, um Soll-Prozesse abzuleiten und diese dann digital zu unterst?tzen. Das kann auch die digitale Vernetzung der Maschinen in der Produktion ?ber sogenannte cyberphysische Systeme beinhalten. Dann nehmen die Maschinen ?ber Sensoren Informationen aus der Umwelt auf, die ausgewertet werden, um ?ber Aktoren Aktionen in der Umwelt auszul?sen. "Auf diese Weise k?nnen auch die Maschinen miteinander kommunizieren", sagt Sigrid Wenzel. Die Voraussetzung f?r derartige L?sungen ist eine durchg?ngige digitale Fabrikplanung; die Modelle der digitalen Fabrikplanung sind die Basis f?r den digitalen Zwilling einer Produktionsanlage.

"Wir bef?higen unsere Studierenden Ver?nderungen zu gestalten"

Der Mensch wird trotz aller IT unersetzlich bleiben. Aber gefordert sind mehr denn je Kreativit?t, ganzheitliches Denken und die F?higkeit zur Kommunikation. Die Schere wird sich weiten zwischen jenen, die kreativ, sozial und prozessf?hig sind, und jenen, die diese F?higkeiten nicht haben. Ich sage meinen Studierenden: Seid Gestalter der digitalen Transformation! Ich sehe die digitale Transformation als Chance, denn sie ver?ndert die Arbeitswelt zugunsten aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, sodass wir viel mehr M?glichkeiten haben, Beruf und Familie miteinander zu vereinbaren und in beiden Bereichen aufgehend zu leben. Diese Chance m?ssen wir nutzen!"

Der mittlerweile 11. Studienjahrgang startet im April 2021. Bewerbungen sind noch m?glich.

Weitere Informationen zu dem Master of Science Industrielles Produktionsmanagement erhalten Sie unter http://www.unikims.de/ipm

Pressekontakt:

UNIKIMS - die Management School der Universit?t Kassel Universit?tsplatz 12 34127 Kassel

Ihre Ansprechpartner zum Fachthema:

Prof. Dr.-Ing. Sigrid Wenzel +49 561-804-1851 mailto:s.wenzel@uni-kassel.de

Ulrich Jessen (Studiengangsmanagement) +49 561-804-2957 mailto:jessen@uni-kassel.de

Internet: http://www.unikims.de/ipm

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/110649/4821484 UNIKIMS GmbH

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