Regierungen, USA

BERLIN - Vor Beginn des G20-Gipfels an diesem Freitag in Hamburg hat Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) das Treffen der Staats- und Regierungschefs gegen Kritik verteidigt.

06.07.2017 - 05:21:25

G20: Gabriel verteidigt Gipfel - Wichtiger denn je. "Es gab selten eine Zeit, in der dieses Treffen so wichtig, so nötig war wie heute", sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstag). Er finde es entsetzlich, dass solche Treffen nur noch unter riesigem Sicherheitsaufgebot stattfinden könnten. "Aber ohne derartige Treffen würde die Welt ja noch mehr aus den Fugen geraten." Der Dialog der G20 sei für die Welt überlebenswichtig.

Mit Blick auf die angekündigten Proteste fügte Gabriel hinzu, er könne verstehen, dass viele Menschen unzufrieden mit den Zuständen in der Welt seien, er sei es auch. Doch Deutsche und Europäer setzten sich in Hamburg für eine friedlichere und gerechtere Welt ein. "Nur dagegen zu protestieren und nicht miteinander zu reden ist eigentlich eine Kapitulation vor den Verhältnissen."

Gabriel kündigte einen selbstbewussten Umgang mit US-Präsident Donald Trump an. "Wir wollen keine Konfrontation mit den USA. Im Gegenteil", sagte er. "Aber wir dürfen auch nicht unterwürfig daher kommen. Sondern selbstbewusst und klar." Und: "Wir wollen ihm erläutern, dass "America first" nicht heißt "America only"."

Vor dem ersten Treffen Trumps mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin hofft Gabriel auf "konkrete Vereinbarungen für die künftige Zusammenarbeit" beider Staaten. "Wir brauchen endlich einen Neubeginn für Entspannung und Abrüstung", erklärte er.

@ dpa.de

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