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Regierungen, Deutschland

BERLIN - Vertreter der Unionsfraktion im Bundestag fordern über die geplanten Azubiprämien hinaus weitere Hilfen für Betriebe zur Sicherung von Lehrstellen in der Corona-Krise.

24.06.2020 - 05:19:25

Unionsvertreter fordern Kurzarbeitergeld auch für Azubis. Zur Entlastung der Unternehmen sollten diese für ihre Azubis ab dem ersten Tag Kurzarbeitergeld erhalten können, heißt es in einem Positionspapier.

"Um Auszubildenden zugleich Sicherheit zu garantieren, sollen Betriebe das Kurzarbeitergeld so aufstocken, dass die Auszubildenden 100 Prozent ihrer Nettovergütung ohne Kurzarbeit erhalten", schreiben der Berichterstatter für Berufliche Bildung der Unionsfraktion, Stephan Albani und Yvonne Magwas (beide CDU) sowie Katrin Staffler (CSU).

Ähnliche Forderungen hatte es auch aus der Wirtschaft gegeben. Bisher müssen Betriebe auch ohne Arbeit für sechs Wochen die volle Ausbildungsvergütung weiterzahlen, bevor sie für ihre Azubis Kurzarbeitergeld bei der Bundesagentur für Arbeit beantragen können.

Das Bundeskabinett wollte nach bisherigen Plänen an diesem Mittwoch Hilfen zur Sicherung von Ausbildungsplätzen in der Krise auf den Weg bringen. Firmen, die trotz wirtschaftlicher Schwierigkeiten weiter wie gehabt oder sogar noch mehr ausbilden, sollen Prämien vom Staat bekommen. Außerdem soll es Zahlungen für Unternehmen geben, die Azubis von Betrieben übernehmen, die in der Pandemie Insolvenz anmelden müssen. Genannt wurden vorab Summen von 2000 bis 3000 Euro.

Albani sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Die Prämien (...) werden den Ausbildungsmarkt stabilisieren und die Zukunftsperspektiven der jungen Menschen in Deutschland sichern. Dafür setzen wir 500 Millionen Euro ein." Mit dem Paket runde man die Maßnahmen zur Bekämpfung der Folgen der Corona-Pandemie ab und setze ein starkes Signal zur wirtschaftlichen Erholung.

@ dpa.de

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