Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Wirecard, DE0007472060

BERLIN - Verdachtsmeldungen der Anti-Geldwäsche-Einheit des Zolls zu Wirecard sind nach Einschätzung von Bundestags-Abgeordneten bei der zuständigen Staatsanwaltschaft versandet.

01.09.2020 - 19:24:02

Abgeordnete: Verdachtsmeldungen zu Wirecard versandeten in Bayern. Anfang 2019 habe die so genannte Financial Intelligence Unit (FIU) des Zolls zwei "sehr werthaltige" Meldungen an das Landeskriminalamt Bayern gemacht, sagte der SPD-Abgeordnete Jens Zimmermann am Dienstag in Berlin am Rande einer zweitägigen Sondersitzung des Finanzausschusses des Bundestages zu Wirecard.

BERLIN/MÜNCHEN - Verdachtsmeldungen der Anti-Geldwäsche-Einheit des Zolls zu Wirecard versandeten nach Einschätzung von Abgeordneten bei der dortigen Staatsanwaltschaft. Diese weist die Kritik zurück. Anfang 2019 habe die so genannte Financial Intelligence Unit (FIU) des Zolls zwei "sehr werthaltige" Meldungen an das Landeskriminalamt Bayern gemacht, sagte der SPD-Abgeordnete Jens Zimmermann am Dienstag in Berlin am Rande einer zweitägigen Sondersitzung des Finanzausschusses zu Wirecard.

Dabei ging es Zimmermann zufolge um Wirecard-Vorstände, die in merkwürdige Transaktionen verwickelt gewesen sein sollten. Diese "Smoking Gun" sei aber dann von der Staatsanwaltschaft offenbar nicht weiter verfolgt worden. "Das ist natürlich ein Punkt, der schon aufhorchen lässt", sagte Zimmermann, der von einer "heißen Spur" sprach.

Die Staatsanwaltschaft München I wies die Kritik am Dienstag zurück. Es sei "keinesfalls zutreffend", dass Geldwäscheverdachtsmeldungen bei ihr versandet seien. Nach einer Ende Februar 2019 eingegangenen Verdachtsmeldung sei umgehend ein Prüfverfahren eingeleitet worden. Im Dezember 2019 sei es aber nach "umfangreichen Ermittlungen" abgeschlossen worden, da kein Anfangsverdacht für eine begangene Straftat habe hergeleitet werden können.

Damals habe es keine Hinweise darauf gegeben, dass Bilanzsumme und Umsätze bei Wirecard aufgebläht worden seien, heißt es von der Staatsanwaltschaft. Diese Erkenntnis habe erst gewonnen werden können, nachdem der Wirtschaftsprüfer EY und Wirecard das Testat versagt habe. Das Ermittlungsverfahren wurde demnach zwischenzeitlich wieder aufgenommen.

Bei einer weiteren Verdachtsmeldung im Juni 2019 habe es keinen Anfangsverdacht auf in Deutschland oder unter Beteiligung von Deutschen begangene Straftaten gegeben, erklärte die Staatsanwaltschaft. Daher wurde kein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Ein Prüfverfahren zu der Verdachtsmeldung wurde noch nicht abgeschlossen.

Kritik an der Staatsanwaltschaft kommt auch vom FDP-Abgeordneten Florian Toncar. Er bemängelte, das Verfahren sei viel zu schnell eingestellt worden. "Hätte man da ernsthafter weiter ermittelt, hätte man vielleicht auch Zweifel bekommen insgesamt an den handelnden Personen bei Wirecard" - und auch Berichte über Marktmanipulationen wären dann in anderem Licht erschienen.

Der inzwischen insolvente Zahlungsdienstleister Wirecard hatte im Juni Luftbuchungen von 1,9 Milliarden Euro eingeräumt. Bei einer Sondersitzung des Finanzausschusses in Berlin am Dienstag entschied die Opposition im Bundestag einen Untersuchungsausschuss zur politischen Aufarbeitung des Skandals einzusetzen. FDP, Linke und Grüne haben zusammen die nötige Stimmenzahl für die Einsetzung eines solchen und wollen gemeinsam abstimmen.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Grenke will Viceroy-Vorwürfe mit Sondergutachten aus dem Weg räumen. Das habe der Aufsichtsrat beschlossen, teilte Grenke am Freitag in Baden-Baden mit. "Nach einhelliger Auffassung des Vorstandes und des Aufsichtsrates sind sämtliche Anschuldigungen in allen Themenbereichen unbegründet", hieß es in einer umfangreichen schriftlichen Stellungnahme. BADEN-BADEN - Der Leasingkonzern Grenke will die gegen ihn von einem Finanzspekulanten erhobenen Vorwürfe mit einem Sondergutachten der Wirtschaftsprüfer von KPMG entkräften lassen. (Boerse, 18.09.2020 - 17:53) weiterlesen...

Neuer EU-Aktionsplan soll Kapitalmarktunion vorantreiben. Der neue Aktionsplan zur Kapitalmarktunion, der an diesem Mittwoch vorgestellt werden soll, nimmt direkt Bezug auf den Skandal um den insolventen Zahlungsdienstleister Wirecard , der Luftbuchungen von 1,9 Milliarden Euro eingeräumt hatte. Ziel sei, mögliche Mängel bei der Finanzaufsicht zu beheben, betont die Brüsseler Behörde in dem Papier, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Dazu gehört auch die Idee, ein einheitliches EU-Siegel für Finanzberater einzuführen. Zuvor hatte die "Süddeutsche Zeitung" darüber berichtet. BRÜSSEL - Mit mehreren Maßnahmen will die EU-Kommission die Finanz- und Kapitalmärkte in der Gemeinschaft weiter vereinheitlichen. (Boerse, 18.09.2020 - 17:21) weiterlesen...

Grenke beauftragt KPMG mit Sondergutachten - Alle Vorwürfe sind unbegründet. Das habe der Aufsichtsrat beschlossen, teilte Grenke am Freitag in Baden-Baden mit. "Nach einhelliger Auffassung des Vorstandes und des Aufsichtsrates sind sämtliche Anschuldigungen in allen Themenbereichen unbegründet", hieß es in einer umfangreichen schriftlichen Stellungnahme. BADEN-BADEN - Der Leasingkonzern Grenke will die gegen ihn erhobenen Vorwürfe mit einem Sondergutachten der Wirtschaftsprüfer von KPMG entkräften lassen. (Boerse, 18.09.2020 - 15:20) weiterlesen...

Bundestag beschließt Verlängerung für Anleger-Musterverfahrensgesetz. BERLIN - Der Bundestag hat eine verlängerte Gültigkeit des Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetzes zum Schutz von Aktionären und Anlegern beschlossen. Das Gesetz gilt nun bis zum 31. Dezember 2023. "Das KapMuG, das wissen wir auch, darf so in dieser Form nicht bestehen bleiben. Es hat sich als zu ineffektiv, als zu langwierig, zu umständlich und zu komplex erwiesen", sagte der rechts- und verbraucherpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Johannes Fechner am Freitag im Bundestag. "Aber es jetzt ganz abzuschaffen, das wäre auch ein falscher Schritt." Bundestag beschließt Verlängerung für Anleger-Musterverfahrensgesetz (Boerse, 18.09.2020 - 13:31) weiterlesen...

Presse: EY hatte Wirtschaftsprüferaufsicht wegen Wirecard gewarnt. BERLIN - Im Wirecard-Skandal könnte der Druck auf die unabhängige Abschlussprüferaufsichtsstelle Apas wachsen. Die "Berliner Zeitung" (Freitag) berichtet, in einer nicht öffentlichen Sitzung des Bundestags-Finanzausschusses sei bekanntgeworden, dass die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY bereits am 13. Februar 2019 eine Warnung bezüglich erheblicher Unregelmäßigkeiten bei Wirecard an die Apas ausgegeben habe. FDP-Finanzpolitiker Florian Toncar bestätigte der Zeitung: "Die Apas hat bestätigt, dass EY im Hinblick auf die Bilanz 2018 auf unerklärliche Vorfälle bei Wirecard in Singapur hingewiesen hat. Die Apas ist aber nicht gegen EY vorgegangen, weil sie die Meldung für ein regionales Problem gehalten hat." Presse: EY hatte Wirtschaftsprüferaufsicht wegen Wirecard gewarnt (Boerse, 18.09.2020 - 05:24) weiterlesen...

Giegold: Wichtigste Konsequenz aus Dieselskandal noch nicht gezogen. "Die wichtigste Konsequenz zur Vorbeugung von Wirtschaftskriminalität wurde nach dem Dieselskandal noch nicht gezogen", sagte Giegold der Deutschen Presse-Agentur. "Nach heutigem Rechtsstand wäre auch der nächste Abgasbetrug aus Sicht des Unternehmens nur eine Ordnungswidrigkeit." Die Stärkung des Verbraucherschutzes durch europäische Sammelklagen sei wichtig gewesen. In Deutschland fehle aber anders als in den USA ein wirksames Unternehmenssanktionsrecht. BERLIN - Fünf Jahre nach Bekanntwerden des Dieselskandals fordert der Fraktionschef der Grünen im EU-Parlament, Sven Giegold, eine Verschärfung des Sanktionsrechts für Unternehmen. (Boerse, 18.09.2020 - 05:19) weiterlesen...