Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Regierungen, Deutschland

BERLIN - Trotz der generellen Öffnung der Corona-Impfungen für alle an diesem Montag halten einige Bundesländer in ihren Impfzentren am Vorrang für Risikogruppen fest.

05.06.2021 - 09:11:27

Einige Länder halten in Impfzentren an Priorisierung fest. In Schleswig-Holstein, Hamburg und Bayern soll die Priorisierung dort vorerst bestehen bleiben. In Bremen arbeiten die Impfzentren die Vorranglisten zunächst weiter ab. Im Saarland sollen Menschen der bisherigen Priorisierungsgruppen dort nach wie vor vorrangig bei Terminen bedacht werden. In den übrigen Ländern endet auch in den Impfzentren die bisherige Impfreihenfolge.

In den Arztpraxen fällt die Priorisierung bundesweit am Montag weg, wie Bund und Länder vereinbart hatten. Den Ländern ist es dem Beschluss zufolge aber "unbenommen, die Priorisierung im Rahmen der ihnen zugewiesenen Impfstoffdosen aufrechtzuerhalten".

In Hamburg bleibt sie im zentralen Impfzentrum weiterhin bestehen. Hintergrund ist laut Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD), dass es noch viele Vorerkrankte gibt, die keine Impfung bekommen haben. In Schleswig-Holstein erklärte das Gesundheitsministerium, in die Entscheidung über ein Ende der Priorisierung in den Impfzentren werde einfließen, wie schnell bisher priorisierte Berechtigte ein Angebot erhalten können - und wie viel Impfstoff wann nachkommt. In Bayerns Impfzentren zieht das Online-Registrierungssystem weiterhin Bürger aus Risikogruppen vor, wie das Gesundheitsministerium erklärte.

Die feste Reihenfolge war mit Beginn der Corona-Impfungen eingeführt worden, um wegen des noch knappen Impfstoffes einen Vorrang für besonders gefährdete Menschen zu sichern. Dazu gehörten in drei Gruppen Menschen ab 80 Jahre, dann ab 70 und ab 60 Jahre sowie mit chronischen Erkrankungen und in bestimmten wichtigen Berufen. Auch wenn sich in Arztpraxen ab Montag jeder um Termine bemühen kann, sollen diese dann erst über den Sommer hinweg eingetaktet werden.

Im Saarland erklärte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums zu den Impfzentren, das Land halte sich natürlich an die Impfverordnung und öffne am Montag für alle. "Aber wenn sich da noch jemand entscheidet, der eigentlich noch priorisiert gewesen wäre, dann fällt er nicht hinten herunter, sondern wird von uns noch priorisiert behandelt."

In der Stadt Bremen sind die Impfzentren für die nächsten Wochen ausgebucht mit Terminen für Personen aus den priorisierten Gruppen, wie es hieß. Aktuell gebe es keinen weiteren Impfstoff, um außerhalb der Priorisierung zu impfen. Ab Samstag können sich aber alle Bremer in eine Liste eintragen, die im Anschluss an die Prio-Gruppen bedacht wird.

Hessen empfahl allen Bürgern der drei Priorisierungsgruppen, sich schnellstmöglich zu melden. Nur wer sich bis einschließlich Sonntag in einem Impfzentren registriert habe, könne mit einer bevorzugten Vergabe der Termine rechnen, teilte das Innenministerium mit. In Niedersachsen erklärte das Gesundheitsministerium, alle Menschen der Prioritätsgruppen 1 bis 3, die schon auf einer Warteliste stehen, hätten ihren Platz weiterhin sicher. Die Impfung der priorisierten Gruppen werde noch einige Wochen in Anspruch nehmen.

In Baden-Württemberg hieß es, da die meisten älteren Bürger geimpft seien, könne man die Priorisierung guten Gewissens überall aufheben. Das solle auch sicherstellen, das Impftempo aufrecht zu erhalten. In Nordrhein-Westfalen endet die Priorisierung auch in den Impfzentren. Impfstoff ist aber so knapp, dass dort laut Gesundheitsministerium mindestens bis Mitte Juni nur Zweitimpfungen möglich sind.

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz kritisierte, dass nur wenige Länder die ethische Priorisierung in den Zentren aufrecht erhalten. "Auf die niedergelassenen Ärzte kann niemand verzichten", sagte Vorstand Eugen Brysch der Deutschen Presse-Agentur. "Doch es gibt Millionen Menschen, die keinen festen Hausarzt haben." Die Teams der Zentren seien auch bei Corona-Hotspots gefordert. "Massenimpfangebote in Kirchen, Moscheen, Sportanlagen oder Bürgerhäusern wären sonst kurzfristig kaum möglich." Auch wenn im Spätherbst oder Winter genug Impfstoffe vorhanden sind, dürfe bei möglichen auffrischenden dritten Impfungen nicht auf das Angebot der Impfzentren verzichtet werden.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Röttgen: 'Anfang von Rückkehr zu diplomatischer Normalität'. "Das ist der Anfang von Rückkehr diplomatischer Normalität, mehr war von diesem Treffen nicht zu erwarten", sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses der "Augsburger Allgemeinen" (Donnerstag). "Beide Präsidenten beschrieben das Treffen als konstruktiv und sahen davon ab, den jeweils anderen direkt zu kritisieren." Dass die Botschafter der USA und Russlands beide an ihren Einsatzort zurückkehren sollen, spreche für die gegenseitige Bereitschaft am Verhältnis zu arbeiten. Röttgen sagte aber auch, dass die "zahlreichen Konflikte alle weiter bestehen bleiben." Biden und Putin hatten sich am Mittwoch am Genfersee getroffen und Gespräche über Rüstungskontrolle vereinbart. BERLIN - Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen hat es als "gute Nachricht" bewertet, dass US-Präsident Joe Biden und Russlands Staatschef Wladimir Putin bei ihrem Gipfel in Genf wieder ins Gespräch gekommen sind. (Wirtschaft, 16.06.2021 - 21:23) weiterlesen...

GESAMT-ROUNDUP: Biden und Putin wollen Rückkehr der Botschafter. Das kündigte Putin am Mittwochabend nach den Beratungen am Genfersee an. Die Botschafter waren im Frühjahr im Zuge wachsender Spannungen zwischen beiden Länder jeweils in ihre Heimat zurückgekehrt. GENF - Vorsichtige Entspannungssignale vom Gipfel in Genf: US-Präsident Joe Biden und Russlands Staatschef Wladimir Putin haben bei ihrem Treffen die Rückkehr ihrer Botschafter nach Moskau und Washington vereinbart. (Wirtschaft, 16.06.2021 - 20:54) weiterlesen...

Putin nennt Gipfel mit Biden 'äußerst konstruktiv'. "Ich meine, dass es keinerlei Feindseligkeit gab - im Gegenteil", sagte Putin am Mittwoch nach dem Treffen in Genf. Er lobte Biden als "sehr erfahrenen Menschen". Man habe zwei Stunden lang zu zweit geredet - das sei nicht mit allen Staatsführern so. Der US-Präsident und er hätten "eine gemeinsame Sprache" gesprochen, sagte Putin. Themen seien unter anderem die strategische Sicherheit in der Welt, Cybersicherheit, der Ukraine-Konflikt und Interessen in der Arktis gewesen. GENF - Russlands Staatschef Wladimir Putin hat den Gipfel mit US-Präsident Joe Biden als "äußerst konstruktiv" bezeichnet. (Wirtschaft, 16.06.2021 - 20:33) weiterlesen...

Ungarn öffnet nach Pandemie am 24. Juni die Schengen-Binnengrenzen. BRATISLAVA/BUDAPEST - Das EU-Land Ungarn hebt am 24. Juni die wegen der Corona-Pandemie eingeführten Kontrollen an den Binnengrenzen des Schengen-Raums wieder auf. Dies erklärte der ungarische Außenminister Peter Szijjarto am Mittwoch in der Botschaft seines Landes in der slowakischen Hauptstadt Bratislava. Voraussetzung dafür sei, dass es in Hinblick auf die Pandemie bis dahin "keine unerwartete Wendung" gibt, fügte er hinzu. Ungarn öffnet nach Pandemie am 24. Juni die Schengen-Binnengrenzen (Wirtschaft, 16.06.2021 - 20:15) weiterlesen...

Gefangenenaustausch: Putin hält Kompromiss mit USA für möglich. "Präsident Biden hat dieses Thema in Bezug auf amerikanische Staatsbürger in Gefängnissen der Russischen Föderation angesprochen", sagte Putin am Mittwoch bei seiner Pressekonferenz nach Abschluss des Treffens. "Es können gewisse Kompromisse gefunden werden. GENF - US-Präsident Joe Biden und sein russischer Amtskollege Wladimir Putin haben bei ihrem Gipfeltreffen in Genf nach Angaben des Kremlchefs auch über einen möglichen Austausch von Gefangenen gesprochen. (Wirtschaft, 16.06.2021 - 20:10) weiterlesen...

Biden: Putin will keinen 'neuen Kalten Krieg'. "Ich denke, das letzte, was er jetzt will, ist ein Kalter Krieg", sagte Biden am Mittwoch nach seinem Gipfeltreffen mit Putin in Genf. Er habe Putin gesagt: "Das ist kein Kumbaya-Moment, wie wir in den 60er-Jahren in den Vereinigten Staaten zu sagen pflegten." Es gehe nicht darum, sich zu "umarmen" und zu "lieben". Es sei aber in niemandes Interesse, wenn sich beide Länder wieder in einer Situation befänden, "in der wir in einem neuen Kalten Krieg sind". Putin habe weiterhin Sorgen, was die USA angehe. GENF - Der russische Präsident Wladimir Putin will nach Darstellung von US-Präsident Joe Biden keinen neuen Kalten Krieg mit den Vereinigten Staaten. (Wirtschaft, 16.06.2021 - 20:09) weiterlesen...