Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Moderna, US60770K1079

BERLIN - Stunden voller Zweifel: Ist die erste Impfstofflieferung des Herstellers Moderna nach Berlin und Brandenburg fachgerecht gekühlt? Erst nach einer Entwarnung und Garantie des Bundesgesundheitsministeriums zeigten sich beide Länder am Mittwoch bereit, nach dem Impfstoff von Biontech nun auch den von Moderna anzubieten.

13.01.2021 - 17:29:26

Berlin spritzt ab Freitag auch Moderna - Bund: Impfstoff unbedenklich

Am Mittwochmorgen hatten sowohl Brandenburg als kurze Zeit später auch Berlin öffentlich gemacht, dass sie den Moderna-Impfstoff zunächst wegen Zweifeln an der Kühlkette zurückhalten. Die Berliner Bedenken hätten sich am Kühllaster und an der Verpackung entzündet, berichtete Moritz Quiske, Sprecher der Senatsgesundheitsverwaltung. Es sei in Berlin unklar gewesen, ob der Laster den technischen Standards für solche Lieferungen entsprochen habe. Der Impfstoff habe sich darüber hinaus "eher in Pappkartons" befunden. Sonst seien Styropor- oder Metallverpackungen üblich. Deshalb habe Berlin um Aufklärung gebeten.

Das Bundesgesundheitsministerium versicherte am Mittwoch nach den Zweifeln aus beiden Ländern, dass die Qualität der Impfstoffe durch den Transport nicht beeinträchtigt worden sei. Sie könnten unbedenklich verwendet werden, hieß es.

Der Moderna-Impfstoff muss bei etwa minus 20 Grad Celsius gelagert werden. Er ist 30 Tage bei Kühlschranktemperatur und zwölf Stunden bei Raumtemperatur stabil. Die Lieferung war am Dienstag über eine Bundeswehrkaserne im niedersächsischen Quakenbrück an alle Bundesländer verteilt worden. Nach Angaben des Logistikunternehmens Hellmann lief dabei alles nach Plan. Für die Lieferungen seien GPS-überwachte Tiefkühlfahrzeuge im Einsatz gewesen. Auch die Temperatur im Innenraum werde genau kontrolliert.

Quiske nannte das Berliner Vorgehen einen Ausdruck von Seriosität. Es gehe darum, bei der Qualitätsprüfung hellwach zu sein und die Bevölkerung in jeder Hinsicht zu schützen. Das sieht auch Eugen Brysch so, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz. Es mache deutlich, dass Behörden die Kontrolle der Logistik vor dem Impfen ernst nähmen, sagte er. "Solche Aktionen stärken das Vertrauen der Bevölkerung in die Impfkampagne."

Ab Freitag wird sich zeigen, ob die Berliner den Impfstoff von Moderna gespritzt haben möchten. Dann soll er im Erika-Hess-Eisstadion im Stadtteil Wedding erstmals angeboten werden. Das Stadion soll am Donnerstag als zweites Berliner Impfzentrum eröffnen; nach dem Hin und Her am Mittwoch allerdings mit dem zuerst zugelassenen Biontech-Präparat. Denn der Vorlauf für alle Impfungen beträgt wegen des Auftauens und Aufbereitens für die Spritze 24 Stunden.

Berlin hatte am Dienstag 2400 Moderna-Dosen geliefert bekommen. Es ist der zweite für die EU zugelassene Impfstoff gegen das neue Corona-Virus. Davon müssen 1200 Dosen für die zweite Impfung zurückgehalten werden.

Die Verantwortung für die ersten Moderna-Spritzen in Berlin und Brandenburg dürfte nach der öffentlichen Entwarnung des Bundesgesundheitsministeriums nun beim Bund liegen. Auch das war den Ländern wohl wichtig. Denn sie sind für die Impfzentren zuständig.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

NRW legt Hälfte der Biontech-Dosen für zweite Spritze weiter zurück. "Um eine hohe Wahrscheinlichkeit der Immunisierung von geimpften Personen gewährleisten zu können, ist eine Sicherstellung der Verabreichung einer zweiten Impfdosis essenziell", sagte ein Sprecher des NRW-Gesundheitsministeriums am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Aus diesem Grund verfolge NRW die Strategie, 50 Prozent für die zweite Dosis einzubehalten. Dieses Vorgehen stütze sich auch auf Aussagen des Bundesgesundheitsministeriums und von Biontech. DÜSSELDORF - Nordrhein-Westfalen legt im Unterschied zu Bayern aus jeder Impfstoff-Lieferung von Biontech weiterhin die Hälfte für die zweite Impfdosis an die Erstgeimpften zurück. (Wirtschaft, 15.01.2021 - 18:43) weiterlesen...

Mehr als eine Million Corona-Impfungen in Italien verabreicht. Das teilte Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte am Freitag via Twitter mit. Das Land habe damit imm Vergleich mit den weiteren EU-Ländern die meisten Personen geimpft. Die Daten seien ermutigend, schrieb Conte. ROM - Rund eine Million Menschen sind in Italien gegen das Coronavirus geimpft worden. (Wirtschaft, 15.01.2021 - 18:07) weiterlesen...

NRW legt Hälfte der Biontech-Dosen für zweite Spritze weiter zurück. "Um eine hohe Wahrscheinlichkeit der Immunisierung von geimpften Personen gewährleisten zu können, ist eine Sicherstellung der Verabreichung einer zweiten Impfdosis essenziell", sagte ein Sprecher des NRW-Gesundheitsministeriums am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Aus diesem Grund verfolge NRW die Strategie, 50 Prozent für die zweite Dosis einzubehalten. Dieses Vorgehen stütze sich auch auf Aussagen des Bundesgesundheitsministeriums und von Biontech. DÜSSELDORF - Nordrhein-Westfalen legt im Unterschied zu Bayern aus jeder Impfstoff-Lieferung von Biontech weiterhin die Hälfte für die zweite Impfdosis an die Erstgeimpften zurück. (Wirtschaft, 15.01.2021 - 16:08) weiterlesen...

EMA: Hacker manipulierten gestohlene Impfstoff-Dokumente. Dazu gehörten vertrauliche E-Mails vom November mit Bezug zur Bewertung von Covid-19-Impfstoffen, wie die EMA am Freitag in Amsterdam mitteilte. Einige der E-Mails seien von den Tätern manipuliert worden, um Vertrauen in die Impfstoffe zu untergraben. AMSTERDAM - Hacker haben nach Angaben der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA die bei einer Cyber-Attacke erbeuteten Dokumente zum Corona-Impfstoff manipuliert und dann im Internet veröffentlicht. (Wirtschaft, 15.01.2021 - 14:55) weiterlesen...

Impfbereitschaft in Belgien steigt deutlich. Gut drei Viertel (77 Prozent) der Menschen wollen sich gegen das Coronavirus impfen lassen, wie die Nachrichtenagentur Belga am Freitag unter Berufung auf eine Umfrage mehrerer Universitäten des Landes berichtete. Mitte Dezember hatte die Zahl demnach bei 56 Prozent gelegen. BRÜSSEL - Die Impfbereitschaft in Belgien ist in den vergangenen Wochen deutlich gestiegen. (Boerse, 15.01.2021 - 13:47) weiterlesen...

Erste Dänen erhalten Moderna-Impfstoff. Der 75-jährige Andy Puggaard Thomsen erhielt die erste Dosis am Donnerstag in einem neuen Impfzentrum in Vejle rund 100 Kilometer nördlich von Flensburg, wie der dänische Rundfunksender DR berichtete. KOPENHAGEN - Die ersten Dänen sind mit dem Impfstoff von Moderna gegen das Coronavirus geimpft worden. (Wirtschaft, 14.01.2021 - 17:03) weiterlesen...