USA, Spanien

BERLIN / STRASSBURG - EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat angesichts von US-Zöllen auf Aluminium und Stahl seine Drohung mit Gegenmaßnahmen bekräftigt.

13.03.2018 - 16:32:26

'Werden unsere Industrie verteidigen'. "Wir werden nicht tatenlos zusehen, wenn unsere Industrie von unfairen Handelsmaßnahmen getroffen wird, die europäische Jobs gefährden", sagte Juncker am Dienstag vor den Abgeordneten des EU-Parlaments in Straßburg. "Wir werden unsere Arbeiter verteidigen, wir werden unsere Industrie verteidigen." Die EU-Kommission prüft etwa Importabgaben auf US-Waren wie Whiskey, Motorräder und Erdnussbutter.

In EU-Kreisen hieß es am Dienstag, die Kommission werde Gegenmaßnahmen ergreifen, falls notwendig. Dies sei "kein Bluff", hieß es in Berlin. In den Kreisen wurde aber zugleich Zuversicht verbreitet, dass eine Lösung am Verhandlungstisch erreicht werden könne, so dass die EU von Strafzöllen verschont bleibe.

Ein Krisengespräch von EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström mit dem US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer über von Trump bereits beschlossene Zölle auf Stahl und Aluminium hatte am Samstag keine konkreten Ergebnisse gebracht. Es habe sich aber um ein "gutes Gespräch" gehandelt, hieß es am Dienstag in den EU-Kreisen.

Lighthizer habe fünf Kriterien genannt, die für die USA wichtig seien, damit die EU von Zöllen verschont bleiben könnte. So sei ein verstärktes gemeinsames Vorgehen gegen China geplant. China sei der "eigentliche Gegner", hieß es. Der weltweite Stahlmarkt wird von Überkapazitäten belastet, die vor allem aus China stammen.

US-Präsident Donald Trump hatte in der vergangenen Woche Zölle von 25 Prozent auf Stahl und 10 Prozent auf Aluminium zum Schutz der heimischen Industrie verhängt. Zudem drohte er der EU mit höheren Abgaben auf Autoimporte.

Juncker sagte, gelinge es nicht, dass die EU von den Zöllen ausgenommen wird, werde man sich mit einer Dreifach-Strategie wehren. Erstens habe die EU nach den Regeln der Welthandelsorganisation (WTO) das Recht, Schritte zu unternehmen, um diese Zölle auszugleichen.

Zweitens werde die EU Schutzmaßnahmen ergreifen, für den Fall, dass Europa wegen der US-Zölle selbst von Importen überschwemmt werde. Und drittens werde die Union gemeinsam mit anderen betroffenen Ländern die WTO um ein Schlichtungsverfahren ersuchen.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Ölpreise gefallen - Iran lenkt offenbar bei Fördermenge ein. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August 74,24 US-Dollar. Das waren 50 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) sank um 27 Cent auf 65,44 Dollar. SINGAPUR/FRANKFURT - Die Ölpreise sind am Donnerstag etwas gefallen. (Boerse, 21.06.2018 - 08:02) weiterlesen...

'FT': Comcast lotet höhere Offerte nach aufgestocktem Disney-Gebot für Fox aus. Comcast-Chef Brian Roberts habe in privatem Kreis seine Bereitschaft signalisiert, auch die Offerte des US-Kabelkonzerns aufzustocken, berichtete das "Financial Times" (FT) am Donnerstag unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Eine offizielle Stellungnahme lehnte das Unternehmen ab. LONDON - Im aktuellen Kampf um große Teile von Rupert Murdochs Medienimperium 21st Century Fox schreckt das aufgestockte Angebot von Medienkonzern Walt Disney den Bieterrivalen Comcast offenbar noch nicht ab. (Boerse, 21.06.2018 - 07:54) weiterlesen...

Devisen: Eurokurs gefallen. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am Morgen mit 1,1557 US-Dollar gehandelt und damit etwas niedriger als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwoch auf 1,1578 (Dienstag: 1,1534) Dollar festgesetzt. FRANKFURT - Der Kurs des Euro ist am Donnerstag im frühen Handel gefallen. (Boerse, 21.06.2018 - 07:27) weiterlesen...

TAGESVORSCHAU: Termine am 21. Juni 2018. FRANKFURT - Wirtschafts- und Finanztermine am Donnerstag, TAGESVORSCHAU: Termine am 21. Juni 2018 (Boerse, 21.06.2018 - 06:01) weiterlesen...

WOCHENVORSCHAU: Termine bis 4. Juli 2018. FRANKFURT - Wirtschafts- und Finanztermine bis Mittwoch, WOCHENVORSCHAU: Termine bis 4. Juli 2018 (Boerse, 21.06.2018 - 06:01) weiterlesen...

Steinmeier fordert Debatte über Technologie der Zukunft. Steinmeier sagte am Mittwoch (Ortszeit) in San Francisco: "Es kann nicht sein, dass ein Teil der Gesellschaft die Chancen und Möglichkeiten der Technologien erörtert und ein anderer Teil sich um das Reparaturgeschäft kümmert." Diese Diskussion müsse mit mehr Intensität und Substanz auch in Deutschland geführt werden. SAN FRANCISCO - Zum Abschluss seines Besuchs in Kalifornien hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eine Debatte über die technischen Möglichkeiten der Zukunft und ihre Konsequenzen für die Gesellschaft gefordert. (Wirtschaft, 21.06.2018 - 05:52) weiterlesen...