Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Talanx AG, DE000TLX1005

BERLIN - Starkregen hat in der Nacht zum Mittwoch in Teilen Deutschlands zu Unfällen und zahlreichen Feuerwehreinsätzen geführt.

14.07.2021 - 10:53:26

DWD: Schwere Unwetter in Teilen Deutschlands - Starker Regen richtet Schäden an. Im sächsischen Erzgebirgskreis wird ein Mann von einem Fluss mitgerissen. Die Feuerwehr habe die Suchaktion in der Nacht vorerst abgebrochen, teilte die Polizei mit. Der Mann hatte am Dienstagabend in Jöhstadt versucht, sein Grundstück gegen den über die Ufer getretenen Fluss zu sichern. Nähere Informationen lagen zunächst nicht vor.

Der Deutsche Wetterdienst warnte vor Dauerregen in Teilen von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sowie im Saarland, teils galt die höchste Unwetterwarnstufe wegen extrem ergiebigen Dauerregens. Bis Donnerstagfrüh sei teils mit weiteren Niederschlagsmengen von 70 bis 120 Liter pro Quadratmeter zu rechnen, hieß es am Mittwochmorgen.

Damit könnte der Versicherungsbranche eine weitere hohe Belastung bevorstehen. Bereits im Juni hatte eine Unwetterserie mit heftigem Starkregen und Hagel in Deutschland nach bisherigen Schätzungen versicherte Schäden in Milliardenhöhe angerichtet. Der Versichererverband GDV schätzte die Belastung in der vergangenen Woche auf 1,7 Milliarden Euro. Davon entfiel eine Milliarde Euro auf beschädigte Häuser und Hausrat sowie Gewerbe- und Industriebetriebe. Etwa 700 Millionen Euro entfielen auf die Kfz-Versicherer. Dort schlugen vor allem die Hagelschäden teuer zu Buche.

Laut GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen zählten die Unwetterschäden für die Versicherer in Deutschland zu den höchsten der Geschichte. Die tatsächlichen Schäden sind jedoch noch höher, da nicht alle Häuser komplett versichert sind. Laut GDV sind bundesweit zwar fast alle Wohngebäude gegen Sturm und Hagel abgesichert. Allerdings besäßen nur 46 Prozent den Schutz vor weiteren Naturgefahren wie Starkregen und Hochwasser.

Am späten Dienstagabend war im Landkreis Hof in Bayern wegen der neuerlichen Unwetter mit starken Regenfällen der Katastrophenfall ausgerufen worden. Wegen der vielen Anrufe war der Notruf 112 in Einzelfällen nicht sofort erreichbar, teilte das Bayerische Rote Kreuz mit. Die rettungsdienstliche Versorgung sei jedoch sichergestellt gewesen.

Mehr als 50 Feuerwehren mit knapp 1000 Leuten sowie 140 Angehörige des Technischen Hilfswerks (THW) waren im Dauereinsatz, um Wasser aus Kellern zu pumpen und Sandsäcke zu beschaffen. Besonders stark vom Unwetter wurde die Stadt Selbitz getroffen. Dort mussten die Einsatzkräfte über 120 Mal anrücken. Die Grundschule in Selbitz sowie einige Kindertagesstätten in Selbitz, Köditz und Naila bleiben am Mittwoch geschlossen.

Wie ein Sprecher der Polizei am frühen Mittwochmorgen mitteilte, gab es im gesamten Landkreis Straßensperrungen aufgrund von Überschwemmungen sowie einen Verkehrsunfall mit zwei leicht verletzten Personen. Demnach rutschte ein Auto auf regennasser Fahrbahn gegen eine Leitplanke.

Straßen und Keller wurden überflutet, Bäume stürzten um, vereinzelt fiel sogar der Strom aus. Auch Brandmelder schlugen Alarm. Von Verletzten war zunächst nichts bekannt. Die Helfer hätten die ganze Nacht durchgearbeitet, sagte ein Sprecher der Feuerwehr Hof am Morgen.

Auch in Nordrhein-Westfalen musste die Feuerwehr zahlreiche Keller auspumpen. "Die Leute sind verzweifelt", sagte der Sprecher des Polizeipräsidiums Hagen in Hinblick auf die Vielzahl an vollgelaufenen Kellern in der Stadt. Außerdem seien aufgrund der überspülten Straßen stellenweise Fahrzeuge ins Rutschen gekommen. Verletzte Personen waren nicht bekannt. Von Hängen wurden zudem Schlammmassen auf Straßen gespült, viele Ortsteile waren daher nicht befahrbar. In der Landeshauptstadt Düsseldorf rückte die Feuerwehr zu rund 330 Einsätzen aus.

Mit der Verlagerung von Tief "Bernd" zögen weitere Starkregengebiete vor allem in Richtung Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz und sorgten dort bis in den Donnerstag hinein für anhaltend hohe Niederschlagsmengen, hatte der Deutsche Wetterdienst am Vortag angekündigt. Die Wetterexperten rechneten bis mindestens Freitag mit kräftigem Regen und Gewitter.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

GESAMT-ROUNDUP: Neue Unwetter verschonen die Katastrophengebiete. Neue Unwetter und Überschwemmungen, die befürchtet worden waren, blieben aus. Politiker machen sich unterdessen Gedanken um das Warnsystem in Deutschland: Wie lässt sich verhindern, dass Unwetter so schwerwiegende Folgen haben? Bei der Katastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen starben mindestens 179 Menschen, Dutzende werden noch immer vermisst. OFFENBACH - Rund eineinhalb Wochen nach der verheerenden Hochwasserkatastrophe im Westen Deutschlands haben die Menschen in der Region am Wochenende etwas aufatmen können. (Wirtschaft, 25.07.2021 - 16:26) weiterlesen...

Teuerste Naturkatastrophe in Europa in 50 Jahren: 2002 in Deutschland. Sie verursachten Schäden in Höhe von rund 14 Milliarden Euro, wie die Organisation am Freitag in Genf berichtete. Sie wertete Daten von 1970 bis 2019 aus. GENF - Die Überschwemmungen in Deutschland 2002 insbesondere an der Elbe waren nach einer Analyse der Weltwetterorganisation (WMO) die nach Sachschäden folgenschwerste Naturkatastrophe der vergangenen 50 Jahre in Europa. (Boerse, 23.07.2021 - 05:57) weiterlesen...

Verband erwartet nach Flut milliardenschwere Versicherungsschäden. "Die Schäden dürften sogar noch über denen des August-Hochwassers im Jahr 2002 von 4,65 Milliarden Euro liegen", sagte der Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), Jörg Asmussen, am Mittwoch. Dabei seien die jüngsten Überschwemmungen in Bayern und Sachsen in der Rechnung noch nicht enthalten. BERLIN - Die Versicherungsschäden durch die Flutkatastrophe im Westen Deutschlands belaufen sich nach Branchenangaben auf vier bis fünf Milliarden Euro. (Boerse, 21.07.2021 - 16:40) weiterlesen...

WDH/Versicherungen: Flutkatastrophe richtet Milliardenschäden an (Überschrift neu gefasst) (Boerse, 21.07.2021 - 14:52) weiterlesen...

Flutkatastrophe richtet Milliardenschäden bei Versicherungen an. "Wir rechnen momentan mit versicherten Schäden in Höhe von vier bis fünf Milliarden Euro", teilte der Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), Jörg Asmussen, am Mittwoch in Berlin mit. "Die Schäden dürften sogar noch über denen des August-Hochwassers im Jahr 2002 von 4,65 Milliarden Euro liegen." Die Überschwemmungen der vergangenen Tage in Bayern und Sachsen seien in dieser Rechnung noch nicht enthalten. BERLIN - Die Versicherungsschäden nach der Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz gehen in die Milliarden. (Boerse, 21.07.2021 - 14:46) weiterlesen...

Branche lehnt Pflichtversicherung für Flutrisiken ab. Einige Ökonomen sind dafür, wobei sie das Prinzip nicht antasten wollen, dass höhere Risiken auch zu höheren Versicherungsprämien führen. Die Branche selbst lehnt dagegen eine obligatorische Versicherung gegen Extremwetterereignisse ab. BERLIN - Nach der Hochwasserkatastrophe im Westen Deutschlands wird wieder der Ruf nach einer Pflichtversicherung gegen Elementarschäden laut. (Boerse, 20.07.2021 - 18:46) weiterlesen...