Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Flugzeugbau, Regierungen

BERLIN - Saudi-Arabien behält sich eine atomare Bewaffnung für den Fall vor, dass eine iranische Atombombe nicht verhindert werden kann.

17.11.2020 - 05:44:03

Saudi-Arabien schließt atomare Bewaffnung nicht aus. "Das ist definitiv eine Option", sagte der Staatsminister für Auswärtiges, Adel al-Dschubair, in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur. Wenn der Iran zur Nuklearmacht werde, würden andere Länder folgen.

Saudi-Arabien und der Iran ringen um die Vorherrschaft im Nahen und Mittleren Osten, einer Region mit zahlreichen Konflikten wie den blutigen Kriegen in Syrien oder im Jemen. Der Iran arbeitet schon seit Jahrzehnten an der Nutzung der Atomkraft. 2015 schlossen die ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats und Deutschland ein Abkommen mit der Regierung in Teheran, um den Bau einer Atombombe zu verhindern. Im Gegenzug wurden Wirtschaftssanktionen aufgehoben.

Unter Präsident Donald Trump stiegen die USA allerdings aus dem Abkommen aus und brachten es an den Rand des Scheiterns. Die Trump-Regierung will ein weitreichenderes Abkommen, dass auch das iranische Raketenprogramm umfasst und die Einmischung Irans in regionale Konflikte stoppt. Saudi-Arabien unterstützt dies. "Wir glauben, dass der Iran bisher nur auf Druck reagiert hat", sagte Al-Dschubair. Zur Frage, ob er unter Joe Biden als US-Präsident einen Kurswechsel befürchte, wollte er sich nicht äußern: "Das werden wir sehen." Trump gilt als treuer Verbündeter Saudi-Arabiens.

Ein Atomprogramm des ölreichen Wüstenstaats ist nicht bekannt. Bisher hat das Königreich auch keine AKW. Das autoritär geführte Land hat aber erklärt, im Lauf der nächsten 20 bis 25 Jahre 16 Kernreaktoren bauen zu wollen. Die Kosten dafür könnten schätzungsweise bei bis zu 80 Milliarden US-Dollar liegen. Saudi-Arabien will mit der zivilen Nutzung von Atomkraft seinen wachsenden Energiebedarf decken und kleinere Reaktoren auch bei der Entsalzung von Meerwasser einsetzen.

Zugleich will das Land dadurch mehr Öl exportieren, das sonst zu subventionierten Preisen im heimischen Markt landet. Bei seinen Atomkraft-Projekten arbeitet Riad vor allem mit China zusammen. Befürchtungen, dass Saudi-Arabien sich auch die Möglichkeit zum Bau von Atomwaffen offenhalten könnte, gibt es schon länger. Kronprinz Mohammed bin Salman hatte in einem Interview mit dem US-Sender CBS 2018 gesagt, dass Riad "so schnell wie möglich" Atomwaffen anstreben würde, wenn der Iran dies tun sollte.

Saudi-Arabien hat wie der Iran den Atomwaffensperrvertrag unterzeichnet, in dem sich die Staaten ohne Atomwaffen dazu verpflichten, auch künftig keine anzuschaffen. Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif hat im Januar allerdings im Streit um das Atomabkommen mit dem Ausstieg aus dem Atomwaffensperrvertrag gedroht.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Brexit-Gespräche pausieren - Johnson und von der Leyen wollen reden. Nach einer Woche intensiver Verhandlungen in London sei gemeinsam mit dem britischen Unterhändler David Frost entschieden worden, "dass die Bedingungen für eine Einigung nicht erfüllt sind", schrieb EU-Chefunterhändler Michel Barnier auf Twitter. Grund dafür seien Differenzen über einheitliche Wettbewerbsbedingungen, Fischerei und Regeln zur Einhaltung des Abkommens. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und der britische Premierminister Boris Johnson sollten nun am Samstagnachmittag über den Stand der Dinge sprechen. LONDON/BRÜSSEL - Die Gespräche über einen Brexit-Handelspakt in London sind am Freitagabend unterbrochen worden. (Wirtschaft, 04.12.2020 - 21:21) weiterlesen...

Portugal verlängert Corona-Notstand bis 23. Dezember. LISSABON - Portugal hat seinen Corona-Notstand um zwei Wochen bis zum 23. Dezember verlängert. Das Parlament billigte am Freitag in Lissabon einen entsprechenden Antrag von Präsident Marcelo Rebelo de Sousa. Im Notstandsdekret wird hervorgehoben, dass angesichts der komplizierten Situation eine weitere Verlängerung um erneut zwei Wochen wohl nötig sein werde. Rebelo de Sousa hatte sein Vorgehen mit der sozialistischen Regierung abgestimmt. Portugal verlängert Corona-Notstand bis 23. Dezember (Wirtschaft, 04.12.2020 - 20:38) weiterlesen...

Corona-Krise: Italien soll ab Sonntag nur noch eine Rote Zone haben. Deshalb kündigte die Regierung in Rom am Freitag an, die Zahl der Roten Zonen mit strikten Ausgangsbeschränkungen stark zu reduzieren. Ab Sonntag soll dann nur noch die Region Abruzzen in Mittelitalien eine Rote Zone sein, wie die Nachrichtenagentur Adnkronos berichtete. Die Anordnungen dafür wolle Gesundheitsminister Roberto Speranza in Kürze erlassen. ROM - In vielen Teilen Italiens verbessert sich die Corona-Situation allmählich und der Druck auf die Krankenhäuser sinkt. (Wirtschaft, 04.12.2020 - 20:34) weiterlesen...

Spanien feiert rapiden Rückgang der Corona-Zahlen. Die Zahl der Infektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen blieb erstmals nach zwei Monaten unter der Marke von 100. Diese sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz betrage jetzt 98,56, teilte das Gesundheitsministerium in Madrid am Freitagabend mit. Zum Vergleich: Dieser Wert betrug in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts am Freitag knapp 135. MADRID - Der einstige Corona-Hotspot Spanien feiert im Kampf gegen das Virus beachtliche Erfolge. (Wirtschaft, 04.12.2020 - 19:56) weiterlesen...

US-Regierung erlässt Visabeschränkungen gegen Vertreter der KP Chinas. US-Außenminister Mike Pompeo kündigte am Freitag Visabeschränkungen gegen Vertreter der Organisation an, die Druck auf Kritiker der Politik Chinas in den USA ausübten. Der Minister machte keine Angaben zu den konkret betroffenen Personen. Er forderte die chinesische Regierung dazu auf, "die Anwendung von Zwang und Einschüchterungstaktiken zur Unterdrückung der Meinungsfreiheit zu beenden". WASHINGTON - Die US-Regierung verhängt neue Sanktionen gegen Vertreter der Zentralabteilung Vereinigte Arbeitsfront des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas. (Wirtschaft, 04.12.2020 - 19:51) weiterlesen...

Corona-Impfplan mit fünf Phasen in Bulgarien. Diese Gruppe umfasst fast 250 000 Menschen, wie aus einem von der Regierung in Sofia am Freitag gebilligten Impfplan mit fünf Phasen hervorgeht. Die Impfungen sollten freiwillig und kostenlos sein, versicherte Gesundheitsminister Kostadin Angelow. SOFIA - Im Kampf gegen das Coronavirus will Bulgarien als erste Risiko-Gruppe Klinikpersonal, Zahnärzte und Apotheker impfen lassen. (Wirtschaft, 04.12.2020 - 19:49) weiterlesen...