Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

KPMG AG Wirtschaftspr?fungsgesellschaft & British Chamber of Commerce in Germany

Berlin - Rund 100 Tage nach dem Brexit versp?ren die meisten Unternehmen negativere Auswirkungen des Brexits als von ihnen noch zu Jahresbeginn bef?rchtet.

27.04.2021 - 16:07:25

Brexit-Folgen f?r Unternehmen negativer als bef?rchtet / KPMG und BCCG-Umfrage: Unternehmen ziehen Konsequenzen

Berlin - Rund 100 Tage nach dem Brexit versp?ren die meisten Unternehmen negativere Auswirkungen des Brexits als von ihnen noch zu Jahresbeginn bef?rchtet. Das zeigt eine aktuelle Umfrage von KPMG und der British Chamber of Commerce in Germany (BCCG) unter 93 Mitgliedsfirmen der BCCG. 80 Prozent dieser Unternehmen haben ihren Sitz in Deutschland, die ?brigen im Vereinigten K?nigreich.

Als Ergebnis daraus ziehen die Unternehmen erste Konsequenzen. So hat sich eines von sechs befragten Unternehmen entschieden, den Au?enhandel mit UK ganz einzustellen. Um den zus?tzlichen Belastungen beim Im- und Export zu entgehen, haben Unternehmen auch beschlossen, sich neue Lieferanten abseits des deutsch-britischen Korridors zu suchen: 22 Prozent wollen zu Zulieferern aus anderen L?ndern wechseln, und weitere 13 Prozent ersetzen den Import durch lokale Lieferanten. Nur noch weniger als ein Drittel der Befragten will im deutsch-britischen Korridor neue Absatzm?rkte und Produktchancen suchen (30 Prozent).

Michael Schmidt, Pr?sident der BCCG : "Die aktuellen Ergebnisse sind ein deutliches Alarmsignal. Dass Unternehmen erw?gen oder auch entscheiden, Au?enhandelsbeziehungen komplett einzustellen, zeigt eine weitere Eskalationsstufe im Zuge anhaltend ungel?ster Probleme zwischen beiden L?ndern. Dass der Brexit zu heftigen Handelseinbr?chen f?hren wird, haben wir als Handelskammer erwartet. Die jetzige Situation geht aber weit dar?ber hinaus. Uns erreichen zunehmend Anfragen britischer Unternehmen, die sich hierzulande ansiedeln wollen, um Gesch?ftsbeziehungen mit Deutschland weiter aufrecht erhalten zu k?nnen. Das ist aktuell offenbar die einzige M?glichkeit f?r weitere gegenseitige - wenn auch erst Mal reduzierte - Gesch?ftsbeziehungen."

Die H?lfte der Unternehmen verzeichnet seit Jahresbeginn einen Umsatzr?ckgang im deutsch-britischen Gesch?ft, jedes vierte vermeldet sogar "starke" Umsatzeinbu?en. Auch in puncto Profitabilit?t sind die Auswirkungen des Brexits deutlich: 44 Prozent der befragten Unternehmen erwirtschafteten seit dem 1. Januar 2021 nach eigenen Angaben Verluste bei ihren Gesch?ftsaktivit?ten zwischen Deutschland und Gro?britannien, weitere 16 Prozent klagen sogar ?ber ein "starkes" Ertragsminus.

Andreas Glunz, Bereichsvorstand International Business bei KPMG Deutschland : "Bereits seit dem Referendum in 2016 sinkt das Handelsvolumen zwischen Gro?britannien und Deutschland rapide. Die Umsetzung des Brexits hat jetzt in den ersten 100 Tagen zu weiteren tiefgreifenden Umsatz- und Ergebniseinbr?chen wegen zus?tzlicher Verwaltungskosten, Z?lle und Abgaben sowie gestiegener Transportkosten gef?hrt. Wegen der komplexen Regularien und aufw?ndiger Formalit?ten hat seit dem Brexit jedes vierte Unternehmen sogar freiwillig eine eigentlich vermeidbare Verzollung in Kauf genommen. Zugleich setzt sich der Trend des Austauschs von Lieferanten im deutsch-britischen Korridor fort, was zu weiteren Handelsr?ckg?ngen f?hren d?rfte. Da auch wenig neue Chancen gesehen werden, ist auch mittelfristig nicht mit einer Verbesserung zu rechnen."

Deutsch-britischer Handel weiter unter Druck

Bei der Bewertung des deutsch-britischen Au?enhandels wird der Warentransfer als eine besondere Herausforderung betrachtet: Drei Viertel aller befragten Unternehmen berichten von Schwierigkeiten beim Warenverkehr von Gro?britannien nach Deutschland und umgekehrt. Aber auch Dienstleistungen bereiten den befragten Unternehmen Schwierigkeiten. Themen wie Mitarbeiterentsendung und Finanzdienstleistungen bezeichnen jeweils 60 Prozent der Befragten als Herausforderung, f?r knapp ein Drittel stellen Secondments und Mitarbeitereinsatz im jeweils anderen Land sogar eine "gro?e Herausforderung" dar.

Hinweis: Die gesamten Ergebnisse der Umfrage "100 Tage Brexit - Zeit f?r ein Zwischenfazit" finden Sie unter diesem Link (https://home.kpmg/de/de/home/themen /2021/04/umfrage-die-gravierenden-folgen-des-brexits.html) zum Download.

Zur Umfrage:

F?r die "100 Tage Brexit"-Umfrage hat KPMG in Zusammenarbeit mit der British Chamber of Commerce in Germany (BCCG) 93 Mitgliedsunternehmen der BCCG im Zeitraum zwischen dem 23. M?rz und dem 12. April 2021 zu ihren Erfahrungen mit dem Brexit befragt. Die befragten Unternehmen stammen ausschlie?lich aus Deutschland (80 Prozent) und Gro?britannien (20 Prozent).

Pressekontakt:

KPMG AG Wirtschaftspr?fungsgesellschaft Marita Reuter/Thomas Blees Tel.: (0 30) 20 68-11 18 /-14 08 E-Mail: mailto:mreuter@kpmg.com / mailto:tblees@kpmg.com KPMG im Internet: http://www.kpmg.com/de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/155190/4900628 KPMG AG Wirtschaftspr?fungsgesellschaft & British Chamber of Commerce in Germany

@ presseportal.de