Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Ernährung, Regierungen

BERLIN / POTSDAM - Im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest in Brandenburg unterstützt Bundesagrarministerin Julia Klöckner einen geplanten festen Zaun zu Polen, warnt aber vor zu hohen Erwartungen.

23.09.2020 - 17:19:29

Zaun keine Garantie gegen Schweinepest - Nun 29 Fälle. "Ein Zaun kann helfen", sagte die CDU-Politikerin am Mittwoch. Er sei ein Baustein der Vorbeugung, aber keine Garantie. "Deshalb ist es so wichtig, dass die Länder weitere wirksame Maßnahmen ergreifen". Dazu gehörten die verstärkte Suche nach Wildschwein-Kadavern und gezieltes Jagen. Im Krisengebiet in Brandenburg gibt es nun 29 bestätigte Fälle bei Wildschweinen. Hausschweine sind weiterhin nicht betroffen. Die für Menschen ungefährliche Tierseuche ist auch Thema beim Treffen der Länder-Agrarminister an diesem Donnerstag und Freitag im Saarland.

In Brandenburg laufen Vorbereitungen für einen festen Zaun an der Grenze zu Polen, wo die Schweinepest seit Monaten kursiert. Darauf dringen auch Landwirte und Jäger, die mobile Zäune für unzureichend halten. Klöckner begrüßte die Pläne und sagte generelle Unterstützung zu. Für die Finanzierung und Sicherung von Zäunen seien die Länder zuständig - möglich sei auch eine solidarischen Finanzierung durch die Gesamtheit der Länder gemäß einem bestehenden Schlüssel.

Die Ministerin wandte sich aber gegen die Vorstellung, feste Zaunanlagen könnten die Ausbreitung Schweinepest sicher verhindern. So gebe es Tausende Pendler und Lastwagen, die täglich aus Polen und anderen Ländern mit der Tierseuche die Grenzen passierten. "Zäune sind niemals völlig dicht, und urbanes Gebiet nicht vollständig in den Zaun integriert." Zudem könne die Schweinepest jederzeit auch durch Menschen in nicht betroffene Gebiet eingeschleppt werden.

Der Vorsitzende der Länder-Agrarminister, Saar-Ressortchef Reinhold Jost (SPD), sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Wichtig ist, dass wir uns über die nationale Tragweite dieser Herausforderung klar werden." Weitere feste Wildschweinschutzzäune entlang der Grenze zu Polen seien sinnvoll. "Es wäre wünschenswert, wenn sich diese Geschichte möglichst lückenlos umsetzen lässt." Das sei aber teils schwierig, weil auch Privatgrundstücke betroffen seien. Jost forderte zudem eine intensive Wildschweinjagd, auch nachts.

Am 10. September war der bundesweit erste Fall bei einem toten Wildschwein in Brandenburg bestätigt worden. Hausschweine sind bisher in Deutschland nicht betroffen. Die Länderminister unterstützen von Klöckner angesprochene mögliche Hilfen - etwa für Lagerhaltung bei Landwirten oder Liquiditätsprogramme. Es gehe jetzt um "schnelle und zielgerichtete" Schadensbegrenzung, sagte Jost. Unter anderem China als wichtiger Absatzmarkt hat einen Importstopp für Schweinefleisch aus Deutschland verhängt. Jost betonte zugleich, es sei wichtig, die Exportabhängigkeit und möglichst auch den Tierbestand in Deutschland zu senken. Die regionale Wirtschaft müsse in der Fleischerzeugung zugunsten von mehr kleineren und mittleren Betrieben gestärkt werden.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Zwist zwischen Ankara und Athen um Grenzen bei Seenotrettung. Ankara erzeuge damit "Konfusion und setzt Menschenleben Gefahren aus", erklärte das griechische Außenministerium am Sonntag. Die Türkei verteidigte die Ausweitung. ATHEN/ISTANBUL - Die Türkei hat mit der Ausweitung von Seenotrettungsgebieten im Mittelmeer für neuerliche Spannungen mit dem Nachbarn und Nato-Verbündeten Griechenland gesorgt. (Wirtschaft, 19.10.2020 - 17:34) weiterlesen...

Geschäftsführende US-Botschafterin für Nord-Stream-Moratorium. "Ein Moratorium zu Nord Stream 2 wäre ein starkes Signal, dass Deutschland die Aggression Russlands nicht widerstandslos hinnimmt", sagte Quinville dem Nachrichtenportal "The Pioneer" (Dienstag). BERLIN - Die geschäftsführende Botschafterin der USA in Deutschland, Robin Quinville, hat sich für einen vorübergehenden Baustopp der Gas-Pipeline Nord Stream 2 ausgesprochen. (Boerse, 19.10.2020 - 17:25) weiterlesen...

ROUNDUP/Großstädte nehmen Hilfe an: Soldaten unterstützen Gesundheitsämter. Die Soldaten helfen unter anderem in Gesundheitsämtern dabei, die Infektionsketten nachzuvollziehen. Fast jede der Großstädte hat den kritischen Wert von 50 bei der Sieben-Tage-Inzidenz mittlerweile überschritten. BERLIN - Zehn Tage nach dem Krisentreffen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Bürgermeistern der elf größten Städte haben mehrere Großstädte Hilfe der Bundeswehr in Anspruch genommen. (Boerse, 19.10.2020 - 16:48) weiterlesen...

Corona-Warn-App startet länderübergreifende Risiko-Ermittlung. Am Montagmittag erschien wie angekündigt das Update auf die Version 1.5 in den App-Stores von Google und Apple . Damit können bei der Risiko-Ermittlung jetzt auch Kontakte mit Nutzern der offiziellen Corona-Apps anderer Länder ermittelt werden. BERLIN - Die Corona-Warn-App des Bundes kann nun auch länderübergreifend über eine möglicherweise gefährliche Begegnung mit Corona-Infizierten warnen. (Boerse, 19.10.2020 - 16:10) weiterlesen...

WDH/ROUNDUP/Söder: Praktisch 'Lockdown' für Berchtesgadener Land (Der Landkreis heißt Berchtesgadener Land) (Wirtschaft, 19.10.2020 - 15:38) weiterlesen...

Kein Bus- und Straßenbahnverkehr in vielen NRW-Städten. Insgesamt hätten knapp 8000 Beschäftigte die Arbeit niedergelegt, berichtete die Gewerkschaft Verdi am Montag. Für Dienstag kündigte sie noch mehr Warnstreiks im Nahverkehr des Bundeslandes an. DÜSSELDORF - In vielen Städten in Nordrhein-Westfalen hat ein Warnstreik der Beschäftigen des Öffentlichen Nahverkehrs am Montag dafür gesorgt, dass Busse und Bahnen in den Depots blieben. (Boerse, 19.10.2020 - 15:26) weiterlesen...