Produktion, Absatz

BERLIN - Patientenschützer fordern weitere Verbesserungen für Pflegebedürftige über zusätzliches Personal in Kliniken und Heimen hinaus.

11.07.2018 - 06:09:24

Patientenschützer fordern weitere Verbesserungen in der Pflege. Viele der zwei Millionen zu Hause versorgten Menschen hätten bisher nichts von Hilfen fürs Putzen, Einkaufen oder Spazierengehen, sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, der Deutschen Presse-Agentur.

Mangels zugelassener Anbieter nähmen diese den monatlichen "Entlastungsbetrag" von 125 Euro nicht in Anspruch. Auch Angehörige, Nachbarn oder Minijobber sollten daher dafür zugelassen werden. Ungenutzte Beträge sollten auch nicht verfallen, sondern bis zu drei Jahre auf eine Summe von 4500 Euro angespart werden können.

Die Bundesregierung will die Situation in der Pflege unter anderem mit einem umfassenden Programm gegen Personalnot verbessern. Dazu hat Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ein Milliardenpaket auf den Weg gebracht, das 13 000 zusätzliche Stellen in der Altenpflege vorsieht. In Kliniken soll jede aufgestockte Pflegestelle künftig komplett von den Krankenkassen bezahlt werden. Spahn betont, dies sei ein erster Schritt.

Um Fachkräfte zu gewinnen, hat die Regierung außerdem eine "Konzertierte Aktion" mit Arbeitgebern und Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbänden, Kirchen, Krankenkassen und Betroffenenverbänden angestoßen, die Vorschläge für attraktivere Bedingungen bringen soll.

Die Stiftung Patientenschutz kritisierte, die zusätzlichen 13 000 Stellen bedeuteten pro Bewohner täglich nur einige Minuten mehr für Wundversorgung, Medikamentengaben oder Blutdruckmessung.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Gewerkschaft warnt vor überzogenen Forderungen bei Kohleausstieg. "Ein Auslaufen der Kohleverstromung Anfang der 2040er Jahre ist realistisch", sagte Vassiliadis, der Mitglied der Kommission ist, der Deutschen Presse-Agentur. Bis 2022 und 2023 würden sich die Kohlekapazitäten bereits spürbar verringern, weil bis dahin ohnehin weitere Kraftwerke vom Netz gingen, sowohl bei der Braun- wie der Steinkohle. BERLIN - Der Chef der Bergbau-Gewerkschaft IG BCE, Michael Vassiliadis, hat kurz vor der entscheidenden Phase der Kohlekommission vor überzogenen Forderungen gewarnt. (Boerse, 15.11.2018 - 06:33) weiterlesen...

Kuba will keine Mediziner mehr nach Brasilien schicken. Der sozialistische Karibikstaat kündigte am Mittwoch an, das Programm "Más Médicos" zu beenden, über welches jedes Jahr Tausende Mediziner aus Kuba nach Brasilien kommen. Hintergrund sei das Vorhaben des neu gewählten brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro, die Mediziner direkt und ohne Vermittlung Kubas unter Vertrag zu nehmen. Das verstoße jedoch gegen die Grundlagen des Programms, erklärte das Gesundheitsministerium Kubas. HAVANNA - Kuba verzichtet auf eine lukrative Einnahmequelle und will künftig kein medizinisches Personal mehr nach Brasilien schicken. (Boerse, 15.11.2018 - 06:32) weiterlesen...

USA üben Kritik an Machtpolitik Chinas in Asien. "Wir alle stimmen überein, dass imperiales Verhalten und Aggression keinen Platz im Indo-Pazifik haben", sagte US-Präsident Mike Pence am Donnerstag in Singapur im Gespräch mit den Staats- und Regierungschefs der südostasiatischen Gemeinschaft Asean. Die USA wiederum "suchen Kooperation, nicht Kontrolle", versicherte Pence. Er sprach sich auch für "freien, gerechten und wechselseitigen Handel" aus. SINGAPUR - Die USA haben kaum verhohlen Kritik an Chinas Machtpolitik in Asien geübt. (Wirtschaft, 15.11.2018 - 06:32) weiterlesen...

FDP: In der Konkurrenz zu USA und China konkrete KI-Strategie nötig. In Deutschland fehlten rund 10 000 Top-Experten für Big Data und Data Sciences sowie 85 000 KI-Architekten, vor allem in der Medizin und im Ingenieurwesen, sagte der forschungspolitische Sprecher der FDP-Fraktion der Deutschen Presse-Agentur. Die von der Regierung angekündigten 100 KI-Professuren und zwölf Kompetenzzentren "klingen zwar gut, sind aber nur ein Teil der Miete". BERLIN - Der FDP-Forschungspolitiker Thomas Sattelberger hat von der Bundesregierung klare Aussagen gefordert, wie sie die Expertenlücke im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) schließen will. (Boerse, 15.11.2018 - 05:54) weiterlesen...

CDU-Arbeitnehmer gegen Änderungen an Hartz IV. "Ob Garantiesystem oder Grundeinkommen, das sind doch Quatschbegriffe. Es geht darum, dass wir die Menschen in Arbeit bringen", sagte der Chef der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), Karl-Josef Laumann, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Nur so könne man Armut überwinden. Er wies auf die Koalitionspläne für einen sozialen Arbeitsmarkt hin, bei dem bezuschusste Stellen für Langzeitarbeitlose geschaffen werden sollen. BERLIN - Der CDU-Arbeitnehmerflügel lehnt grundlegende Änderungen des Sozialsystems Hartz IV ab. (Wirtschaft, 15.11.2018 - 05:53) weiterlesen...

Minister: Kosten für Richterstellen nicht auf Länder abwälzen. "Wer bestellt, zahlt", sagte der Grünen-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. Es könne nicht sein, dass die Lasten des Koalitionsvertrages im Bund auf die Länder abgewälzt würden. Allerdings seien die Länder auch bereit, sich zu beteiligen und einen "Eigenanteil zu übernehmen", sagte Lauinger, der in Thüringen Justizminister ist. ERFURT - Der Vorsitzende der Justizministerkonferenz, Dieter Lauinger, hat vom Bund rasch einen Vorschlag zur Finanzierung von rund 2000 zusätzlich geplanten Stellen in der Justiz gefordert. (Wirtschaft, 15.11.2018 - 05:53) weiterlesen...