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Regierungen, Deutschland

BERLIN - Noch gut drei Wochen bis zur Bundestagswahl: Die Kräfte haben sich etwas verschoben, Union und SPD liefern sich ein hartes Rennen, der Vorsprung der Sozialdemokraten scheint sich zu stabilisieren.

02.09.2021 - 13:11:30

WAHL/STICHWORT: Noch gut drei Wochen - Der Wahl-Countdown

WENN SCHON JETZT WAHL WÄRE - DIE UMFRAGEN

Die Union ist nun schon länger nicht mehr stärkste Kraft - die SPD hat sie in den Umfragen klar überholt und baut ihren Vorsprung aus. Unionskanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) selbst wird dabei erheblich schlechter bewertet als sein SPD-Kontrahent, Vizekanzler Olaf Scholz. Die zurückgefallenen Grünen mit Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock tun sich schwer, zu den beiden anderen Parteien wieder aufzuschließen.

In den seit Samstag veröffentlichten Erhebungen rangieren CDU und CSU zusammen bei 20 bis 21 Prozent, bei Allensbach, der ältesten Erhebung in dieser Reihe, bei 26 Prozent. Die SPD klettert auf 23 bis 25 Prozent. Die Grünen liegen nur noch bei 16,5 bis 19 Prozent.

Die Werte der anderen Parteien sind relativ stabil: Die FDP kommt auf 10,5 und 13,5 Prozent, die AfD auf rund 11 und die Linke auf 6 bis 7 Prozent. Die sonstigen Parteien erreichen zusammen den recht hohen Wert von 6 bis 9 Prozent.

Ausgewertet wurden die seit Freitag veröffentlichten Erhebungen, sie stammen von den Instituten Allensbach, Insa, Forsa und Kantar (Emnid), wobei bei den letzten drei teilweise auch schon Befragungsergebnisse nach dem ersten TV-Triell der drei Kanzlerkandidaten vom Sonntag einflossen.

Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang.

WAS DAS BEDEUTET - DIE KOALITIONSOPTIONEN

Bei aller Vorsicht gegenüber den Umfragewerten - eine künftige Regierungskoalition wird voraussichtlich aus mindestens drei Parteien bestehen müssen. Kanzler würde Laschet nach den derzeitigen Werten wohl nur noch mit Schwarz-Grün-Gelb. Bei allen anderen Optionen würde es - von den etwas älteren Allensbach-Zahlen abgesehen - Scholz: entweder in einer Koalition seiner SPD mit Union und Grünen oder mit Union und FDP oder zumindest rechnerisch auch in einem klassischen "Linksbündnis" Rot-Grün-Rot.

WAS WICHTIG WIRD - TERMINE UND THEMEN

Die Spitzenleute der Parteien touren weiter durchs Land, der Takt der Auftritte von Kanzler- und Spitzenkandidaten verdichtet sich spürbar. Neben Marktplatz-Reden stehen Diskussionsrunden und Interviews auf dem Programm. Hier dürfte genauer hingeguckt werden:

SAMSTAG, 4. SEPTEMBER

In Niedersachsen liefern sich Laschet und Scholz quasi ein Fernduell. Beide treten gleich in drei Städten des Landes auf, in Braunschweig sogar nacheinander, mittags Laschet, abends Scholz. Baerbock ist derweil in Hessen unterwegs.

SONNTAG, 5. SEPTEMBER

Scholz und Baerbock kämpfen nicht nur um das Kanzleramt, sondern auch um das Direktmandat im gleichen Wahlkreis in Potsdam. Dort treffen sie in einer Talkrunde aufeinander.

MONTAG, 6. SEPTEMBER

Auftakt für die ARD-"Wahlarena": Am Abend stellt sich Baerbock dort den Fragen von Bürgern. Um einen möglichst großen Querschnitt der Bevölkerung zu erreichen, wird ein Großteil des Publikums in Lübeck mit Hilfe von Meinungsforschern ausgewählt.

DIENSTAG, 7. SEPTEMBER

Der Bundestag kommt zu seiner voraussichtlich letzten Sitzung in dieser Wahlperiode zusammen. Die dreistündige Debatte über die Situation in Deutschland dürfte vor allem wahlkampfgeprägt sein.

Einen Tag nach Baerbock ist auch Scholz in Lübeck in der ARD-"Wahlarena". Armin Laschet folgt eine Woche später am 15. September.

FREITAG, 10. SEPTEMBER

ARD und ZDF stellen Ablauf und Regeln für das zweite TV-Triell der Kanzlerkandidaten am Sonntag vor.

@ dpa.de

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