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Regierungen, Deutschland

BERLIN - Nach seiner Kür zum Kanzlerkandidaten der Union will CDU-Chef Armin Laschet auf seine Kritiker zugehen.

20.04.2021 - 19:53:30

Laschet will auf CDU-Basis zugehen und Kreisverbände besuchen. Das kündigte Laschet am Dienstagabend in der ARD-Sendung "Farbe bekennen" an. Sein Ziel sei es immer gewesen zu versöhnen, zuzuhören und Gegensätze zusammenzubringen. Das brauche die CDU jetzt.

"Das werde ich jetzt nach diesen Ereignissen wieder tun. Ich war heute bereits in der Bundestagsfraktion. Ich gehe in die Kreisverbände in den nächsten Tagen", sagte Laschet. "Und ich glaube, diese Qualität - Menschen in einer Zeit von großen Anspannungen zusammenzubringen - brauchen wir auch in diesem Bundestagswahlkampf."

Die Zugkraft des im Machtkampf um die Kanzlerkandidatur unterlegenen CSU-Vorsitzenden Markus Söder will Laschet auch im Wahlkampf nutzen. "Er wird eine prägende Figur natürlich in diesem Unionswahlkampf sein. Er hat auch selbst gesagt, er bringt sich da sein", sagte der CDU-Chef. "Und persönlich werden wir das auch gemeinsam stemmen. Denn das kann - das ist auch meine Botschaft - nicht einer allein schultern, diese große Aufgabe."

Im ZDF betonte Laschet die Geschlossenheit der Union. "Ich glaube, dass wir inhaltlich, CDU und CSU, so eng beieinander sind wie lange nicht mehr", sagte er in der Sendung "Was nun...?". Er verwahrte sich gegen den Eindruck, dass der Machtkampf mit Söder die Union gespalten habe. Wenn es zwei Kandidaten gebe und dann abgestimmt werde, sei das keine Spaltung, so Laschet. "Das nennt man Demokratie."

Er räumte aber auch ein: "Wir haben uns anstrengende acht bis zehn Tage zugemutet." Im Bundestagswahlkampf setze er auf die Unterstützung Söders und der CSU: "Wir gewinnen das nur zusammen."

@ dpa.de

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