Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Regierungen, Deutschland

BERLIN - Nach mehrjährigem Aufwärtstrend bis 2013 erlebt Deutschland nun den zweiten Pisa-Knick in Folge.

03.12.2019 - 09:16:25

Gemischtes Pisa-Zeugnis für deutsche Schüler. Die deutschen Schüler haben sich in allen drei Bereichen der internationalen Vergleichsstudie - Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften - leicht verschlechtert. Sie erzielten jeweils etwas weniger Punkte als bei der vorherigen Untersuchung, die 2016 veröffentlicht wurde. Auch damals waren die Werte in zwei Bereichen schon gesunken.

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) wies bei der Vorlage der Zahlen am Dienstag in Berlin aber auch darauf hin, dass die deutschen Schüler leistungsmäßig weiterhin über dem OECD-Durchschnitt und damit auf einem guten Niveau lägen. In Mathematik und Naturwissenschaften sei Deutschland sogar deutlich besser als der Durchschnitt der OECD-Länder. Der Abstand zur Spitzengruppe in Europa und Asien mit Singapur, Hongkong, Japan, Estland, Kanada oder Finnland bleibt dennoch groß.

"Einer der Faktoren hinter dem Leistungsrückgang können die seit der Flüchtlingskrise gestiegenen Ansprüche an das Bildungssystem sein", hieß es von der OECD. Der Anteil von Schülern "mit eigener Migrationserfahrung" sei seit der letzten Pisa-Erhebung deutlich gestiegen, und deren Integration in das Bildungssystem sei eine große Herausforderung.

Die Pisa-Studie ist die größte internationale Schulleistungsvergleichsstudie. Dieses Mal nahmen rund 600 000 Schülerinnen und Schüler aus 79 Ländern teil, in Deutschland knapp 5500. Es war die mittlerweile siebte Runde. Seit dem Jahr 2000 werden für den Vergleichstest alle drei Jahre weltweit Hunderttausende Schüler im Alter von 15 Jahren in den Bereichen Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften getestet.

Schwerpunktmäßig wird jeweils ein Bereich stärker abgefragt. Diesmal ging es vor allem um die Lesekompetenz. Die Tests finden inzwischen vor allem am Computer statt. Die Schüler müssen sich durch verschiedene Aufgaben klicken.

Die Zahlen im Einzelnen: Im Bereich Lesen erreichten die deutschen Schüler einen Punktwert von 498 (2016: 509), in Mathematik 500 (2016: 506) und in Naturwissenschaften 503 (2016: 509). Zum Vergleich: Die Spitzenländer kamen auf Werte zwischen 550 und 590, Länder am Ende der Skala wie die Dominikanische Republik oder die Philippinen auf Werte zwischen 325 und 340.

Vergleicht man die Ergebnisse der aktuellen Studie mit dem Schwerpunkt Lesen mit der letzten Schwerpunktstudie Lesen, die 2010 veröffentlicht wurde, erreichen die 15-Jährigen in Deutschland heute ähnliche Ergebnisse.

In Deutschland - so wie auch in allen anderen OECD-Staaten - schnitten die Mädchen bei der Lesekompetenz deutlich besser ab als die Jungen. In Mathe sind die Jungen vorne. Bei den Naturwissenschaften sehen die Autoren in Deutschland keine Unterschiede. Als bedenklich eingestuft wird, dass jeder fünfte 15-Jährige beim Lesen nur ein sehr geringes Leistungsniveau erreicht. Das heißt, er oder sie kann mit ganz einfachen Leseanforderungen nicht umgehen. Auch in Mathe und Naturwissenschaften liegt der Anteil der leistungsschwachen Schüler bei rund 20 Prozent.

Die Autoren kritisierten bei der Vorlage der Ergebnisse ein altbekanntes Problem in Deutschland: Der Schulerfolg hänge in der Bundesrepublik weiterhin stärker von der sozialen Herkunft der Schülerinnen und Schüler ab als im Durchschnitt der OECD-Länder. Privilegierte Schüler hätten einen deutlichen Leistungsvorsprung zu denen, die "sozioökonomisch benachteiligt" seien.

Neben den Tests, die die Schüler absolvieren mussten, wurde auch das Thema "Lesefreude" abgefragt. Im Zehnjahresvergleich wird dabei sichtbar, dass das Interesse der Jugendlichen am Lesen abnimmt. Jeder zweite befragte 15-Jährige in Deutschland sagte: Ich "lese nur, wenn ich lesen muss" oder "um Informationen zu bekommen, die ich brauche". Lesen als liebstes Hobby gab nur jeder Vierte an. Mehr Schüler (34 Prozent) sagten dagegen, für sie sei Lesen Zeitverschwendung.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Frankreichs Eisenbahner drohen mit Streiks über Weihnachten. Es werde keine "Waffenruhe" während der Festtage geben, wenn die Regierung nicht wieder zu Sinnen komme, drohte der Eisenbahngewerkschafter Laurent Brun am Donnerstag. PARIS - Die massiven Streiks im Nah- und Fernverkehr gegen die Rentenreform in Frankreich könnten sich über Weihnachten hinziehen. (Boerse, 12.12.2019 - 14:57) weiterlesen...

Merkel hofft auf Klimabeschluss beim EU-Gipfel. "Ich hoffe natürlich, dass das gelingt", sagte die CDU-Politikerin am Donnerstag bei ihrer Ankunft. "Das wäre ein starkes Zeichen, dass Europa wirklich der Kontinent ist, der dann 2050 klimaneutral ist." Allerdings müsse man die Gespräche abwarten. BRÜSSEL - Bundeskanzlerin Angela Merkel setzt auf eine Festlegung aller EU-Staaten für ein klimaneutrales Europa 2050 beim EU-Gipfel in Brüssel. (Boerse, 12.12.2019 - 14:55) weiterlesen...

Entscheidung über neue Organspende-Regeln voraussichtlich im Januar. Ziel ist, dass es im Januar zu einer abschließenden Abstimmung über die beiden eingebrachten Gesetzentwürfe im Bundestag kommt, wie Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstag in Berlin sagte. BERLIN - Die Entscheidung über neue Regeln für Organspenden in Deutschland soll voraussichtlich Anfang nächsten Jahres fallen. (Boerse, 12.12.2019 - 14:55) weiterlesen...

KORREKTUR: Bundestag beschließt Rückkehr zur Meisterpflicht in vielen Berufen. (Im letzten Absatz wird klargestellt, dass sich die Aussagen des FDP-Abgeordneten auf eine von der AfD geforderte vollständige Rückkehr zur Meisterpflicht beziehen.) KORREKTUR: Bundestag beschließt Rückkehr zur Meisterpflicht in vielen Berufen (Boerse, 12.12.2019 - 13:26) weiterlesen...

KORREKTUR/Altmaier: Rückkehr zur Meisterpflicht stärkt Handwerk. (Es wird klargestellt, dass sich die Aussagen des FDP-Abgeordneten auf eine von der AfD geforderte vollständige Rückkehr zur Meisterpflicht beziehen.) KORREKTUR/Altmaier: Rückkehr zur Meisterpflicht stärkt Handwerk (Wirtschaft, 12.12.2019 - 13:25) weiterlesen...

Premier Bettel: Müssen beim EU-Haushaltsrahmen ambitioniert sein. "Wir können nicht große neue Herausforderungen und Aufgaben beschließen und dann nicht das Geld haben, sie umzusetzen", sagte Bettel vor dem EU-Gipfel am Donnerstag in Brüssel. "Die Herausforderungen sind groß, wir müssen ambitioniert sein." Mit dem finnischen Vorschlag sei er nicht zufrieden. BRÜSSEL - Im Streit um den EU-Haushaltsrahmen der Jahre 2021 bis 2027 hat Luxemburgs Premierminister Xavier Bettel von seinen Amtskollegen höhere Bereitschaft zu Gemeinschaftsausgaben gefordert. (Wirtschaft, 12.12.2019 - 13:13) weiterlesen...