Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Haushalt, Steuern

BERLIN / MÜNCHEN - Nach Kritik der Branche bekommen nun auch Brauereigasthöfe Coronahilfen.

17.03.2021 - 13:23:06

Auch Brauereigasthöfe bekommen nun Coronahilfen. Darauf hat sich die Bundesregierung in Abstimmung mit dem Freistaat Bayern verständigt, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Mittwoch in Berlin mitteilte. Für Unternehmen mit angeschlossener Gaststätte werde der Zugang zu den November- und Dezemberhilfen verbessert und vereinfacht.

Künftig ist der "Gaststättenanteil" einer Brauerei unabhängig von den sonstigen Umsätzen antragsberechtigt. Das betrifft nicht nur Brauereigaststätten, sondern auch die Vinotheken auf Weingütern und Straußwirtschaften - die Regelung gilt also bundesweit. Vor allem die Bierbranche hatte zuvor bemängelt, dass Brauereigasthöfe bislang fast alle durchs Förderraster fielen.

"Die Brauereigaststätten stehen für unser Lebensgefühl und prägen Bayerns Kulturlandschaft", sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Der jetzt erleichterte Zugang zur November- und Dezemberhilfe werde ihnen helfen, die schwere Belastung durch die Corona-Pandemie zu lindern. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) nannte die Verständigung ein "wichtiges Signal".

Bevor Altmaiers Ministerium einlenkte, hatte es monatelangen Streit gegeben. "Es ist ein längst überfälliger Schritt", erklärte Thomas Geppert, der Geschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga Bayern. Auch der Bayerische Brauerbund hatte die Ungleichbehandlung gegenüber Bäckern, Konditoren oder Metzgern mit angeschlossener Bewirtung beklagt.

Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes, Holger Eichele, sprach von einem wichtigen Schritt, um das Überleben der traditionsreichen Brauereigaststätten zu sichern. "Wir sind dankbar, dass die Bundesregierung die Ungleichbehandlung beendet und Gaststätten von Brauereien mit dem übrigen Gastgewerbe gleichstellt. Damit haben die Gaststätten endlich wieder eine gewisse Perspektive."

Die Brauwirtschaft sei durch die Corona-Krise hart getroffen, so Eichele. "Von Woche zu Woche stehen mehr Unternehmen vor der drohenden Insolvenz. Wir sind in engem Kontakt mit Bund und Ländern, um Lösungen auszuloten, wie der Branche geholfen werden kann." Keine andere Branche sei so eng mit dem Gastgewerbe verbunden wie die 1500 Brauereien. "Der seit November andauernde Lockdown hat den Fassbiermarkt über Nacht zugrunde gerichtet. Die Abfüllanlagen stehen still, Mitarbeiter sind in Kurzarbeit oder freigestellt. Viele Brauereien stehen vor dem Aus und benötigen dringend Hilfe."

Nach Angaben des Brauer-Bundes sind von den derzeit rund 1500 deutschen Brauereien 640 aus Bayern. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) ging nach Altmaiers Ankündigung gleich einen Schritt weiter: "Jetzt muss die schrittweise Öffnung der Gastronomie erfolgen, damit diese Traditionsbetriebe ihr Geld wieder am Markt verdienen können und nicht auf Dauer am Tropf des Steuerzahlers hängen müssen."

Die CSU-Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner sagte: "Wir von der Unionsfraktion hätten uns eine Lösung des Themas schon im Januar gewünscht. Aber wir freuen uns, dass nun nach Monaten endlich auch die Erkenntnis im Bundesfinanzministerium gereift ist, dass es schlicht ungerecht wäre, wenn gerade die Familienunternehmen und inhabergeführten Betriebe einen Nachteil bei der Antragstellung der November- und Dezemberhilfe hätten, die regionale Produkte veredeln und sich über Jahre hinweg in einem veränderten Markt wettbewerbsfähig aufgestellt haben."

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Malta will Hotel-Touristen mit 200-Euro-Rabatt locken. Die ersten 35 000 Touristen, die für die Sommersaison einen Urlaub auf Malta buchen, könnten Rabatte von jeweils bis zu 200 Euro erhalten, kündigte Tourismusminister Clayton Bartolo am Freitag an. Dafür müssten Reisende mindestens drei Nächte direkt bei einem maltesischen Hotel buchen, hieß es. Die Rabatte würden je nach Kategorie der Unterkunft gestaffelt gewährt - je mehr Sterne das Haus hat, je höher ist der Nachlass. VALLETTA - Maltas Regierung will den Neustart des Tourismus nach dem Corona-Stopp mit Geldgeschenken an Urlauber ankurbeln. (Wirtschaft, 09.04.2021 - 19:58) weiterlesen...

Bidens Fokus bei Etat-Vorschlag auf Bildung, Gesundheit und Sozialem. Das Weiße Haus legte am Freitag einen vorläufigen Etat-Vorschlag für das Haushaltsjahr 2022 vor, das im Oktober beginnt. In dem Entwurf mit einem Umfang von 1,52 Billionen Dollar (rund 1,28 Billionen Euro) ist unter anderem eine Steigerung des Bundes-Etats für Bildung um fast 41 Prozent vorgesehen. Allein 36,5 Milliarden Dollar sollen nach Angaben des Weißen Hauses in Schulen mit einem hohen Anteil von Schülern aus armen Familien fließen. Das sei ein Plus von etwa 20 Milliarden Dollar. WASHINGTON - US-Präsident Joe Biden möchte die Bundesausgaben für Bildung, Gesundheit, Soziales und Klima steigern. (Wirtschaft, 09.04.2021 - 19:31) weiterlesen...

Bundesgerichtshof überprüft erstes 'Cum-Ex'-Urteil am 15. Juni. KARLSRUHE - Ein gutes Jahr nach dem Urteil im allerersten Strafprozess um umstrittene "Cum-Ex"-Deals will der Bundesgerichtshof (BGH) am 15. Juni über die Revisionen verhandeln. Das teilten die obersten Strafrichter in Karlsruhe am Freitag mit. Grundsätzlich könnten sie ihr Urteil am selben Tag verkünden, in einem so komplexen Verfahren ist das aber unwahrscheinlich. (Az. 1 StR 519/20) Bundesgerichtshof überprüft erstes 'Cum-Ex'-Urteil am 15. Juni (Boerse, 09.04.2021 - 12:57) weiterlesen...

Rechnungshof: Bundeshaushalt steht auf 'tönernen Füßen'. In einem Bericht an den Haushaltsausschuss des Bundestags heißt es: "Der Bund wird derzeit von einer Schulden-Lawine mitgerissen. Es gelingt ihm immer weniger, sich aus eigener Kraft zu finanzieren." In den kommenden Jahren werde es ohne strukturelle Reformen nicht gelingen, die finanziellen Folgen der Corona-Pandemie zumindest halbwegs zu beheben. BERLIN - Der Bundesrechnungshof sieht den Bundeshaushalt angesichts gewaltiger neuer Schulden in einer besorgniserregenden Lage. (Wirtschaft, 08.04.2021 - 15:57) weiterlesen...

Globale Steuerreform in Sicht - G20 verlängern Schuldenmoratorium. "Ich bin so zuversichtlich wie schon lange nicht mehr", sagte Finanzminister Olaf Scholz (SPD) am Mittwoch nach Beratungen der Finanzminister der G20-Gruppe der führenden Industrie- und Schwellenländer. Im Sommer solle der Durchbruch gelingen. Auch Italiens Finanzminister Daniele Franco bekräftigte, eine Einigung bis Juli werde angepeilt. "Wir sehen eine Beschleunigung der Prozesse", sagte er in Rom. Die Finanzminister der G20 verständigten sich zudem auf eine weitere Unterstützung besonders armer Länder in der Corona-Pandemie. BERLIN - Die führenden Wirtschaftsnationen (G20) nehmen Kurs auf eine weltweite Steuerreform noch in diesem Sommer. (Boerse, 07.04.2021 - 18:26) weiterlesen...

WDH/ROUNDUP: Öffentliche Haushalte mit massivem Defizit. (Im dritten Absatz wurden Angaben zur Statistik aus dem Februar WDH/ROUNDUP: Öffentliche Haushalte mit massivem Defizit (Wirtschaft, 07.04.2021 - 17:48) weiterlesen...