Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Pharma, Biotechnologie

BERLIN - Mit einem gemeinsamen Appell an die Bevölkerung haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und Gesundheitsminister Jens Spahn (beide CDU) am Dienstag versucht, der Corona-Impfkampagne wieder mehr Schwung zu geben.

13.07.2021 - 15:48:01

Merkel und Spahn werben für Impfung - keine Impfpflicht geplant. Eine Impfpflicht, wie sie in Frankreich oder Griechenland geplant ist, soll es in Deutschland aber nicht geben, stellte Merkel nach einem Gespräch mit Spahn und dem Präsidenten des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, in Berlin klar.

BERLIN - Mit einem gemeinsamen Appell an die Bevölkerung haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und Gesundheitsminister Jens Spahn (beide CDU) am Dienstag versucht, der Corona-Impfkampagne wieder mehr Schwung zu geben. Eine Impfpflicht, wie sie in Frankreich oder Griechenland geplant ist, soll es in Deutschland aber nicht geben, stellte Merkel nach einem Gespräch mit Spahn und dem Präsidenten des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, in Berlin klar.

In Frankreich müssen sich Angestellte in Krankenhäusern und Pflegeheimen bis Mitte September impfen lassen, sonst dürfen sie nicht mehr arbeiten und werden nicht mehr bezahlt, hatte die Regierung angekündigt. Griechenland hat ähnliches vor. Zudem sollen dort nur noch Geimpfte in Clubs, Restaurants oder Konzertsäle dürfen.

"Wir haben nicht die Absicht, diesen Weg zu gehen, den Frankreich vorgeschlagen hat. Wir haben gesagt, es wird keine Impflicht geben". Vertrauen könne man durch Werbung für die Impfung gewinnen, sagte Merkel.

Gegen eine Verpflichtung zur Impfung für Polizisten sprach sich Bundesinnenminister Horst Seehofer aus. "Ich bin gegen eine Impfpflicht, zumal wir noch viele Möglichkeiten haben, durch Kampagnen und Anreize zu einem höheren Impfverhalten beizutragen", sagte der CSU-Politiker. Eine Impfpflicht könnte immer nur "Ultima Ratio" sein. Seehofer hatte sich rund drei Wochen nach seiner ersten Impfung mit dem Vakzin von Biontech /Pfizer im Mai mit dem Coronavirus infiziert. Zu seiner Covid-19-Erkrankung sagte er: "Das ist selbst bei mildem Verlauf eine teuflische Angelegenheit."

Merkel appellierte an alle, "die noch unsicher sind": "Eine Impfung schützt nicht nur Sie, sondern auch immer jemandem, dem Sie nahe stehen, der Ihnen wichtig ist, den Sie lieben." Eine Impfung bewahre nicht nur vor schwerer Krankheit, sondern auch vor den belastenden Beschränkungen des Alltags. "Je mehr geimpft sind, umso freier werden wir wieder sein, umso freier können wir wieder leben."

Spahn sagte, was den Impfstoff angehe, gebe es keine Ausreden mehr. "Impfstoff ist genug da, Termine sind leicht zu bekommen. (...) bitte nutzen Sie die Gelegenheit."

In Deutschland sind inzwischen 43 Prozent der Gesamtbevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft, das sind rund 35,8 Millionen Menschen, wie das RKI am Dienstag mitteilte. 48,8 Millionen (58,7 Prozent) sind mindestens einmal geimpft. Das Impftempo verlangsamt sich aber. Hatte die Regierung in der vergangenen Woche noch von einer "sehr lebhaften Impfkampagne" mit durchschnittlich 700 000 täglich verabreichten Impfdosen berichtet, waren es am Montag nur noch knapp 450 000, am Tag davor noch weniger.

In der Debatte über die 7-Tage-Inzidenz als Kennwert für die Beurteilung der Corona-Lage sagte Merkel, die Inzidenz sei natürlich wichtig, aber durch das Impfen verändere sich die Möglichkeit, auch höhre Inzidenzen zu bewältigen, ohne dass das Gesundheitssystem überlastet werde. Die Zahl 100 werde nicht mehr die Zahl sein, wie vor dem Impfen. Sie verwies aber auf die Gefahr, dass sich durch hohe Fallzahlen neue Virusvarianten entwickeln könnten. "Noch wirken die Impfstoffe und das möchte ich auch, dass das so bleibt."

Die Corona-Zahlen steigen seit gut einer Woche auch in Deutschland wieder an, bisher auf niedrigem Niveau. In anderen europäischen Ländern ist der Anstieg schon deutlicher. Großbritannien ist inzwischen wieder bei mehr als 30 000 registrierten Neuansteckungen am Tag.

Die Fachleute vom RKI gehen nach Merkels Angaben davon aus, dass eine Impfquote von 85 Prozent bei den 12- bis 59-Jährigen und von 90-Prozent bei den Über-60-Jährigen notwendig sei. Dann sei der Anstieg der Zahlen beherrschbar. "Von diesen Impfquoten sind wir noch weit entfernt", sagte die Bundeskanzlerin. Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, hatte Quoten von 90 Prozent als "science fiction" bezeichnet.

Mittelfristig schließt die Regierung nicht aus, dass die bisher kostenlosen Corona-Tests in Deutschland für Ungeimpfte kostenpflichtig werden. Noch sei man in einer Phase des Überzeugens, in einer späteren Phase könne man darüber sicherlich nachdenken, sagte Spahn. Er wolle das nicht ausschließen.

Merkel ergänzte, es gebe im Moment noch Gruppen, die nicht geimpft werden könnten, etwa Kinder oder Menschen, die vielleicht andere Gründe hätten, warum sie sich nicht impfen lassen könnten. Im Augenblick werbe man für Impfungen. Bei Maßnahmen, "die so eine indirekte Impfpflicht sind", müsse man gut überlegen. In den nächsten Wochen gehe es um das Werben, "und dann diskutieren wir weiter". Die bisher kostenlosen Bürgertests ermöglichen, wie der Impfnachweis, in Deutschland den Zugang zu Veranstaltungen und anderen Angeboten.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

FDP dringt weiter auf schnelle Flut-Sondersitzung des Bundestags. "Es ist völlig unverständlich, warum die große Koalition die Opfer der Hochwasserkatastrophe warten lässt", sagte der Erste Parlamentarische Geschäftsführer Marco Buschmann der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Die Betroffenen brauchen jetzt Planungssicherheit." Deshalb müssten sich Union und SPD auf eine Sondersitzung in der kommenden Woche festlegen. "Die große Koalition ist mal wieder zu langsam und zu untätig", kritisierte Buschmann. BERLIN - Die FDP-Bundestagsfraktion dringt weiter auf eine baldige Sondersitzung des Parlaments, um zügig Hilfen für die Menschen in den Hochwassergebieten auf den Weg zu bringen. (Boerse, 04.08.2021 - 05:30) weiterlesen...

Von der Leyen: Für Zulassung von Sputnik V fehlen valide Daten. "Bislang ist es dem Hersteller nicht gelungen, genügend valide Daten zu liefern, um die Sicherheit nachzuweisen", sagte von der Leyen dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Mittwoch). Das werfe Fragen auf. BRÜSSEL - Eine Zulassung des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V durch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) ist nach Angaben von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen weiter ungewiss. (Wirtschaft, 04.08.2021 - 05:26) weiterlesen...

Von der Leyen fordert von USA Aufhebung von Corona-Einreiseverboten. "Wir pochen darauf, dass für Einreisende in beiden Richtungen vergleichbare Regeln gelten", sagte sie dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Mittwoch). Die epidemiologische Lage in den USA und in der EU sei heute sehr ähnlich. "Wir müssen das Problem so schnell wie möglich lösen und sind mit unseren amerikanischen Freunden im Kontakt", betonte von der Leyen. BRÜSSEL - EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen fordert von den USA eine zügige Aufhebung der weitreichenden Corona- Einreiseverbote für Menschen aus Europa. (Boerse, 04.08.2021 - 05:26) weiterlesen...

Thüringer CDU-Fraktionschef für Impfanreiz über Krankenkassenbeiträge. Dass möglichst viele Menschen geimpft sind, sei entscheidend für die Entwicklung der Infektionszahlen. Er schlage daher eine Art "Impf-Soli" vor, sagte Voigt auf Anfrage in Erfurt. "Wer sich impfen lässt, erhält einen Rabatt auf seinen Krankenversicherungsbeitrag", laute sein Vorschlag. ERFURT - Thüringens CDU-Fraktionschef Mario Voigt will Impfmuffel über einen Abschlag bei den Krankenkassenbeiträgen gewinnen. (Wirtschaft, 04.08.2021 - 05:23) weiterlesen...

Schulleiter erwarten Konflikte an Schulen wegen Kinder-Impfungen. "Natürlich wird es im Alltag heftige Diskussionen geben. Darauf müssen sich die Lehrkräfte einstellen", sagte die Vorsitzende des Allgemeinen Schulleitungsverbands Deutschland, Gudrun Wolters-Vogeler, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwoch). So werde es "erwartbare Konflikte geben um die Frage, ob Impfungen notwendig sind und ob Elternrechte übergangen werden". Zudem werde es "Debatten mit Kindern geben, die Impfungen vielleicht ablehnen oder unbedingt haben wollen". Die Gesundheitsministerkonferenz hatte beschlossen, den 12- bis 17-Jährigen mehr Angebote für eine Corona-Impfung zu machen. BERLIN - Die deutschen Schulleiter rechnen mit Konflikten zwischen Lehrern, Eltern und Schülern durch eine Zunahme von Corona-Impfungen für 12- bis 17-Jährige. (Wirtschaft, 04.08.2021 - 05:22) weiterlesen...

Fachkräfteengpass in technischen Berufen könnte zunehmen. Der Mangel an den sogenannten Mint-Arbeitskräften sei seit Jahren hoch und werde in Zukunft weiter zunehmen, heißt es in Empfehlungen des "Nationalen Mint Forums". Hinter der Abkürzung Mint verbergen sich die Begriffe: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. BERLIN - Wirtschaftsverbände und Gewerkschaften warnen vor einem zunehmenden Fachkräfteengpass bei technisch-naturwissenschaftlichen Berufen - und wollen vor allem mehr Mädchen und junge Frauen dafür gewinnen. (Wirtschaft, 04.08.2021 - 05:22) weiterlesen...