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BERLIN - Melinda French Gates, Co-Vorsitzende der Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung, hat die Weltgemeinschaft aufgefordert, die Entwicklungszusammenarbeit anzukurbeln.

13.09.2022 - 06:14:28

Melinda French Gates: Corona, Krieg werfen Entwicklungshilfe zurück. "Wenn die Weltgemeinschaft jetzt investiert, können sich Lebensgrundlagen der Menschen wieder verbessern und Millionen von Menschen aus der Armut befreit werden", sagte die Ex-Frau von Microsoft-Gründer Bill Gates dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Dienstag). Die Corona-Pandemie und der Ukraine-Krieg hätten die Entwicklungshilfe empfindlich getroffen. "Wir sahen unglaubliche Fortschritte bei der Bekämpfung von Malaria und Aids, der Kindersterblichkeit.

Bill Gates betonte im "Handelsblatt" die Verantwortung für die Klimakrise, die die reichen Länder nun moralisch verpflichte, den Staaten vor allem in Afrika zu helfen - auch wenn der Ukraine-Krieg und die Pandemie die eigenen Staatshaushalte zunehmend belasten. "Die reiche Welt hat dieses gigantische Problem geschaffen, das Afrikas landwirtschaftliche Produktivität heute schon mit höheren Temperaturen schadet", sagte Gates.

Die Gates-Foundation wurde 1999 gegründet und gilt als die größte private Stiftung der Welt. Sie engagiert sich eigenen Angaben zufolge im Kampf gegen Armut, Krankheiten und Ungerechtigkeit auf der gesamten Welt.

Es müsse zum Beispiel schädlings-, dürre- und überschwemmungsresistentes Saatgut an die Bauern vergeben werden - und zwar nicht nur an Männer, sondern auch an Frauen, sagte French Gates dem RND. Außerdem müsse finanzielle Hilfe über digitale Telefone direkt auf Bankkonten von Frauen überwiesen werden. "Sobald eine Frau ein bisschen Geld hat, investiert sie es in der Regel anders als ihr Mann. Sie gibt das Geld für ihre Kinder aus, sie gibt es für die Zukunft aus. Sie schickt ihren Sohn oder ihre Tochter zur Schule. Der Mann gibt das Geld oft für sich selbst aus. Das ist die traurige Wahrheit", sagte French Gates.

@ dpa.de

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