Regierungen, Deutschland

BERLIN - Lebenslanges Lernen wird angesichts des rasanten digitalen Wandels immer wichtiger - die CDU will deswegen die Weiterbildung in Deutschland stärken und grundlegend umkrempeln.

05.11.2018 - 12:33:24

CDU will Weiterbildung grundlegend umkrempeln. Geplant ist der Aufbau einer neuen Internet-Plattform, um bisherige Angebote zu bündeln. Damit verbunden wären zusätzliche Kosten in Höhe von einer Milliarde bis drei Milliarden Euro.

"Wir wollen einen neuen Markt für E-Learning schaffen", sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Heilmann, Leiter einer fraktionsinternen Arbeitsgruppe. Die Digitalisierung werde Tätigkeiten von Beschäftigten fundamental verändern. Diese müssten ihre Kompetenzen fortdauernd anpassen. Weiterbildung könne der wichtigste Standortfaktor für Deutschland werden.

Das Konzept wurde am Montag im CDU-Bundesvorstand beraten. Heilmann sagte, bisher bilde sich ein Großteil der Bevölkerung gar nicht oder zu wenig weiter. Das bisherige Weiterbildungssystem in Deutschland sei außerdem unübersichtlich, nicht zentral und nicht individuell genug, außerdem gebe es keine richtige Erfolgsmessung.

Konkret schlägt die CDU eine neue Plattform namens "Milla" vor. Die Abkürzung steht für: "Modulares Interaktives Lebensbegleitendes Lernen für Alle". Auf der Plattform soll das bisherige Angebot gebündelt werden - von traditionellen Anbietern wie Volks- und Hochschulen, von Einzelpersonen, aber auch von Gewerkschaften und Unternehmen. "Milla" soll außerdem ein Berufsnetzwerk sein. "Kompetenzpunkte" für abgeschlossene Kurse sollen Prämien und Nachweise für den Arbeitsmarkt bringen. Die Qualität der Angebote soll fortlaufend staatlich geprüft werden.

Ziel ist es laut Heilmann, im ersten Halbjahr 2019 innerhalb der schwarz-roten Koalition eine neue Weiterbildungsstrategie zu erarbeiten. Erste Teile der neuen Plattform könnten dann 2020 oder 2021 starten. Eine neue Weiterbildungsstrategie ist Teil eines geplanten neuen Fachkräftekonzepts der Bundesregierung vor dem Hintergrund eines zunehmenden Fachkräftemangels.

@ dpa.de

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