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Finanzen, Capital, G+J Wirtschaftsmedien

Berlin - Laut Capital-Umfrage bisher 1,4 Mrd.

13.04.2021 - 13:32:31

L?nder holen Milliarden aus Cum-Ex-Gesch?ften zur?ck. Euro zur?ckgeflossen // Mindestens eine Milliarde noch offen // Keine F?lle verj?hrt Banken, Fonds und Privatanleger haben bisher mehr als 1,4 Mrd.

Berlin - Laut Capital-Umfrage bisher 1,4 Mrd. Euro zur?ckgeflossen // Mindestens eine Milliarde noch offen // Keine F?lle verj?hrt

Banken, Fonds und Privatanleger haben bisher mehr als 1,4 Mrd. Euro an zu Unrecht erstatteten Steuern aus sogenannten Cum-Ex- und Cum-Cum-Aktiendeals an die Finanzbeh?rden der L?nder zur?ckgezahlt. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Wirtschaftsmagazins Capital (Ausgabe 5 / EVT 15. April) unter allen 16 Finanzministerien der L?nder von Anfang April. Danach beziffern die Ressorts den bekannten Steuerschaden aus den Gesch?ften bisher auf knapp 2,4 Mrd. Euro - 989 Mio. Euro davon seien noch offen. Die h?chsten R?ckforderungen hat - wenig ?berraschend dank des Bankenstandorts Frankfurt - das Bundesland Hessen mit 1,2 Mrd. Euro, gefolgt von Bayern mit 770 Mio. Euro. Zu den betroffenen Bundesl?ndern z?hlen au?erdem Hamburg und Baden-W?rttemberg. Das Land NRW, das mit fast 1000 Beschuldigten derzeit die meisten Verfahren betreibt, kann als einziges Bundesland m?gliche R?ckforderungen noch nicht beziffern. Elf Bundesl?nder geben an, bei ihnen seien keine Cum-Ex-Deals aufgedeckt worden.

Gemessen an den eigenen Sch?tzungen hat sich der Fiskus damit rund 60 Prozent der Steuerausf?lle zur?ckgeholt. Allein in Hessen sind rund 656 Mio. Euro erstattet worden, Bayern nahm 446 Mio. Euro ein, Hamburg 108 Mio. Euro. In Baden-W?rttemberg waren es 163,5 Mio. Euro. Verj?hrt seien bisher noch keine Anspr?che. Zusammen kommen allein diese f?nf betroffenen Bundesl?nder auf 149 Steuerverfahren, allein in NRW wird in 81 Ermittlungsverfahren gegen 995 Beschuldigte ermittelt.

Bei Cum-Ex-Gesch?ften lie?en sich Anleger die gezahlte Kapitalertragsteuer auf Aktiendividenden mithilfe ihrer Bank mehrfach erstatten. Dazu verschoben sie um den Dividendenstichtag herum untereinander Aktien mit (lateinisch: "cum") und ohne ("ex") Dividendenanspruch. Etliche Prominente und Unternehmer steckten viel Geld in solche Fonds. Die Gesch?fte liefen Jahrzehnte weitgehend unbehelligt, erst eine Gesetzes?nderung 2012 machte ihnen ein Ende. Die Sch?tzungen ?ber den gesamten Steuerschaden f?r Bund und L?nder gehen weit auseinander: Das Bundesfinanzministerium spricht von bis zu 5 Mrd. Euro, Steuerexperten kommen auf bis zu 12 Mrd. Euro.

Pressekontakt:

Monika Dunkel Redaktion CAPITAL Telefon: +49-30-22074-5124 E-Mail: mailto:dunkel.monika@capital.de http://www.capital.de

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