Regierungen, Spanien

BERLIN - Kurz vor der entscheidenden Brexit-Abstimmung im britischen Parlament hat die deutsche Wirtschaft erneut vor den negativen Folgen im Falle einer Ablehnung gewarnt.

14.01.2019 - 07:54:43

Deutsche Wirtschaft warnt erneut vor Chaos-Brexit. "Ohne Deal würden zusätzlich Millionen an Zollanmeldungen und Milliarden an Zöllen fällig", sagte der Präsident des Deutschen Industrie-und Handelskammertages, Eric Schweitzer, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montag). Zudem würden Just-in-Time Produktionen und Lieferketten unterbrochen. Er wies abermals darauf hin, dass in Deutschland ungefähr 750 000 Arbeitsplätze vom Handel mit Großbritannien abhingen.

«Ohne Deal würden zusätzlich Millionen an Zollanmeldungen und Milliarden an Zöllen fällig», sagte der Präsident des Deutschen Industrie-und Handelskammertages, Eric Schweitzer, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Zudem würden Just-in-Time Produktionen und Lieferketten unterbrochen. Er wies abermals darauf hin, dass in Deutschland ungefähr 750.000 Arbeitsplätze vom Handel mit Großbritannien abhingen.

An diesem Dienstag wird im britischen Unterhaus eine Entscheidung über das von Premierministerin Theresa May mit Brüssel ausgehandelte Abkommen zum EU-Austritt erwartet. Es gilt als unwahrscheinlich, dass der Deal im Parlament eine Mehrheit bekommt. Großbritannien will bereits am 29. März die Europäische Union verlassen. Bei einem Austritt ohne Abkommen drohen chaotische Verhältnisse in fast allen Lebensbereichen. Großbritannien ist Deutschland fünftwichtigster Handelspartner. Das Handelsvolumen beträgt 122 Milliarden Euro.

Schweitzer forderte die britische Seite auf, Vorkehrungen für einen ungeregelten Brexit zu treffen. «Sollte es nicht gelingen, das Austrittabkommen durch das britischen Parlament zu bekommen, wäre auch hierfür die britische Seite gefordert. Die EU-Vorkehrungen können nur dann in Kraft treten, wenn die Briten Gleiches ermöglichen», sagte Schweitzer.

Die deutsche Außenwirtschaft äußerte sich ebenfalls besorgt. «Bei einem harten Brexit ohne Freihandelsabkommen drohen deutschen Unternehmen Kosten in Milliardenhöhe», sagte der Präsident des Außenhandelsverbands BGA, Holger Bingmann, den Funke-Zeitungen. «Alle Waren nach und aus Großbritannien müssten an den Grenzen deklariert, Herkunftsnachweise erbracht und Produkte womöglich nach neuen britischen Standards hergestellt werden.»

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Iran-Krise: Schiitische Politiker im Irak rufen zur Zurückhaltung auf. Der einflussreiche Kleriker Muktada al-Sadr teilte in der Nacht auf Montag über den Internetdienst Telegram mit, er sei dagegen, einen Krieg zwischen den USA und dem Iran zu entzünden und den Irak in diesen Konflikt hineinzuziehen. Die führenden Persönlichkeiten des Landes müssten eine standhafte Haltung einnehmen, um den Irak aus einem "mörderischen Krieg" herauszuhalten. BAGDAD - Nach den neuen Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen den Iran haben führende schiitische Politiker im Irak zur Zurückhaltung aufgerufen. (Boerse, 20.05.2019 - 11:54) weiterlesen...

Google schränkt Zusammenarbeit mit Huawei ein WASHINGTON/MOUNTAIN VIEW - Nachdem Huawei auf eine schwarze Liste der US-Regierung gekommen ist, schränken Google habe die Bereitstellung von Hardware und einiger Software-Dienste eingestellt, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. (Boerse, 20.05.2019 - 10:02) weiterlesen...

'Bild': Flüchtlingskosten 2018 bei 23 Milliarden Euro. Das sei im Vergleich zu 2017 ein weiterer Anstieg, meldet die "Bild"-Zeitung (Montag). Damals wurden knapp 21 Milliarden Euro ausgegeben. Die Zeitung beruft sich auf den Regierungsbericht "Flüchtlings- und Integrationskosten", der am Mittwoch vom Kabinett beschlossen werden soll. BERLIN - Der Bund hat laut einem Medienbericht im vergangenen Jahr 23 Milliarden Euro ausgegeben, um Fluchtursachen zu bekämpfen und eingetroffene Migranten zu versorgen. (Wirtschaft, 20.05.2019 - 09:19) weiterlesen...

Teure Städte: Wo sind die Preise am höchsten?. Doch den Spitzenplatz als Metropole mit den höchsten Gehältern ist die Schweizer Stadt nach jahrelanger Dominanz los, wie aus einer aktuellen Auswertung von Deutsche Ban Research hervorgeht. Auf Platz 1 dieser Rangliste liegt nach Angaben vom Montag nun San Francisco. Ein Grund nach Einschätzung der Analysten: Das schnelle Wachstum des US-amerikanischen Technologiesektors. FRANKFURT - Taxifahrt, Kinokarte, Restaurantbesuch - Zürich ist weltweit eines der teuersten Pflaster. (Wirtschaft, 20.05.2019 - 09:18) weiterlesen...

Brinkhaus: Wir planen mit der nächsten Bundestagswahl 2021. "Wir planen mit der nächsten Bundestagswahl 2021", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Montag). "Bis dahin sind wir gewählt und wollen die Zusammenarbeit mit der SPD auch fortsetzen." Die Koalition sei gerade einmal 14 Monate im Amt. BERLIN/FRANKFURT - Der Vorsitzende der Union im Bundestag, Ralph Brinkhaus, rechnet nicht mit einem vorzeitigen Ende der großen Koalition. (Wirtschaft, 20.05.2019 - 08:50) weiterlesen...

Kreise: T-Mobile US/Sprint sind für Fusion zu weiteren Zugeständnissen bereit. Die beiden US-Mobilfunker wollen dabei zum Beispiel den Verkauf von Sparten anbieten, den Aufbau eines 5G-Netzes innerhalb von drei Jahren und auch die Versorgung von ländlichen Regionen garantieren, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Montag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtete. NEW YORK - Die Telekom-Tochter T-Mobile US und ihr Konkurrent Sprint wollen Kreisen zufolge bald Zugeständnisse zur Rettung ihrer geplanten Fusion bekanntgeben. (Boerse, 20.05.2019 - 07:13) weiterlesen...