Regierungen, Deutschland

BERLIN - Kurz vor der Bund-Länder-Runde zum weiteren Umgang mit der Corona-Pandemie hat die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Dagmar Schmidt vor allzu komplizierten Quarantäneregeln gewarnt.

07.01.2022 - 06:09:29

SPD-Fraktionsvize Schmidt mahnt zu 'verständlichen' Quarantäneregeln. "Die Quarantäneregeln müssen einfach, klar und verständlich sein. Sie müssen für alle handhabbar sein", sagte die Gesundheitsexpertin am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Wenn die Bevölkerung die Handlungsanweisungen im Falle eines Verdachts auf eine Corona-Infektion nicht mehr nachvollziehen könne, sinke auch die Akzeptanz für diese Regeln, warnte sie.

Unter dem Druck steigender Infektionszahlen wollen Bund und Länder am Freitag über weitere Corona-Maßnahmen entscheiden. Beraten wird unter anderem auch über eine mögliche Verkürzung von Quarantäne-Zeiten.

Es brauche einfache und lebensnahe Handlungsempfehlungen, die es den Menschen erlaubten, eigenständig rechtzeitig das Richtige zu tun, sagte Schmidt. Mit der neuen Virusvariante und den geltenden Regeln zur Kontaktverfolgung sei "eine starke Überlastung der Gesundheitsämter zu befürchten". Klare Ansagen an die Bevölkerung könnten auch helfen, Gesundheitsämter bei ihrer Arbeit zu entlasten.

Die FDP-Gesundheitsexpertin Christine Aschenberg-Dugnus sagte, bei der Verkürzung von Quarantänezeiten müssten nach der Sitzung des Expertenrates jetzt wissenschaftlich fundierte Vorschläge umgesetzt werden. Das Gremium hatte eine "ausgewogene Quarantäneregelung" angeregt, die gleichzeitig den Erfordernissen des Infektionsschutzes insbesondere für vulnerable Gruppen gerecht werden solle.

@ dpa.de

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