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Regierungen, Deutschland

BERLIN - Kurz vor dem ersten TV-Triell der Kanzlerkandidaten von Union, SPD und Grünen hat eine weitere Umfrage den Aufwärtstrend der SPD im Bundestagswahlkampf bestätigt.

27.08.2021 - 16:57:26

Umfrage: Auch ZDF-'Politbarometer' sieht SPD und Union gleichauf. Laut ZDF-"Politbarometer" vom Freitag gewinnt die SPD von Kanzlerkandidat Olaf Scholz im Vergleich zu vor zwei Wochen drei Prozentpunkte. Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die SPD laut Projektion auf 22 Prozent. Die CDU könnte ebenfalls mit 22 Prozent (minus 4 Punkte) rechnen. Die Grünen liegen bei 20 Prozent, ein Gewinn von einem Prozentpunkt im Vergleich zur vorherigen Umfrage.

In der Union wird angesichts der desaströsen Werte immer heftiger über Konsequenzen für die Wahlkampagne von Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) diskutiert. Laschet, Scholz und die Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock treffen an diesem Sonntagabend (29. August, 20.10 Uhr bis 22.00 Uhr) bei den privaten Sendern RTL und ntv beim ersten von drei sogenannten TV-Triellen aufeinander. Vor allem Laschet steht unter Druck - er will bei der Bundestagswahl am 26. September nach der 16 Jahre langen Ära von Angela Merkel für die Union das Kanzleramt verteidigen.

Laut "Politbarometer" bleibt die AfD unverändert bei elf Prozent, die Linke verliert einen Punkt und kommt nun auf sechs Prozent. Die FDP fällt einen Prozentpunkt auf zehn Prozent. Die Forschungsgruppe Wahlen befragte von Dienstag bis Donnerstag 1300 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte.

Die Meinungsforscher sehen einen deutlichen Vorsprung von Scholz vor Laschet bei der Frage, wen die Wahlberechtigten für kanzlerfähig halten. Nur noch 25 Prozent (minus 2) halten Laschet für geeignet (nicht geeignet: 71 Prozent). Mit 22 Prozent noch etwas geringer (minus 1) ist der Anteil der Befragten, die Baerbock als geeignet ansehen (nicht geeignet: 74 Prozent). 65 Prozent (plus 6) trauen dagegen Scholz das Amt des Bundeskanzlers zu (nicht geeignet: 30 Prozent).

Auch in mehreren Umfragen anderer Meinungsforschungsinstitute hatte die SPD jüngst zugelegt. Eine am Donnerstag veröffentlichte Kantar-Umfrage im Auftrag von "Focus" ergab ebenfalls ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Union und SPD. Eine Erhebung von YouGov und das Trendbarometer des Instituts Forsa für RTL und n-tv sahen die Sozialdemokraten zuletzt sogar vorn.

Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang.

Saar-Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) forderte Laschet auf, ein Team möglicher Minister zu präsentieren. "Wir müssen endlich zeigen, wofür die Union steht und mit wem wir neben dem Kanzlerkandidaten die Zukunft des Landes prägen wollen", sagte er der "Rheinischen Post". Es gebe in der heutigen Ministerriege und der Fraktionsspitze "viele fähige Köpfe", denen man Verantwortung für das Land zutraue.

Der CDU-Wirtschafts- und Finanzexperte Friedrich Merz sagte dagegen bei "Bild Live" zu diesen Forderungen, Laschet habe sich entschlossen, das nicht zu tun. Zur Äußerung von Hans sagte er: "Ich bewerte die Forderung nicht, denn ich kenne das Ergebnis. Insofern beschäftige ich mich mit der Frage nicht." Bei dem Triell gehe es darum, klare Positionen einzunehmen. "Wir dürfen uns nicht ständig Themen von anderen vorgeben lassen, sondern wir müssen eigene Themen besetzen." Merz erwartet nicht, dass Scholz oder Baerbock eine Koalition mit der Linken ausschließen werden. Er sagte: "In beiden Parteien gibt es starke linke Flügel. Beide können es sich gar nicht leisten, gegen ihre innerparteilichen Linken das auszuschließen.

CSU-Chef Markus Söder sagte in einem Interview für die ARD-Dokumentation "Wege zur Macht - Deutschlands Entscheidungsjahr" von Autor Stephan Lamby auf die Frage, ob er sich vorstellen könne, dass die Union Partner einer von Scholz geführten Bundesregierung werde: "Wenn die SPD vor der Union liegt, dann war's das mit der Union in einer Regierung. Weil die SPD etwas anderes will. Wir müssen in dem Fall schon auf Sieg setzen und nicht auf irgendeinen Platz." Söder rief die Union erneut zu mehr Anstrengungen im Wahlkampf auf: "Man muss schon nochmal Zähne zeigen, eine Schippe zulegen."

@ dpa.de

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