Regierungen, Medizintechnik

BERLIN / KÖLN - Das Mitglied im Deutschen Ethikrat, Frauke Rostalski, hat sich gegen eine allgemeine Impfpflicht in der Corona-Pandemie gewandt.

04.12.2021 - 17:51:30

Ethikrat-Mitglied Rostalski gegen allgemeine Corona-Impfpflicht. Eine solche Maßnahme lasse sich unabhängig vom individuellen Risiko einer schweren Covid-19-Erkrankung nicht rechtfertigen, sagte die Juraprofessorin dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Online; Print: Montag). Anders sehe das bei den über 60-Jährigen aus, die einen Großteil der Covid-Patienten auf Intensivstationen ausmachten.

Wenn andere Länder ohne Impfpflicht in der Corona-Krise besser führen als Deutschland, stelle sich automatisch die Frage, ob der deutsche Staat wirklich schon alle anderen Instrumente in die Hand genommen habe. "Und da würde ich sagen: Nein. Aber auch unabhängig davon: Eine Impfpflicht für diejenigen, die kein erhöhtes Risiko aufweisen, mit Covid-19 auf der Intensivstation zu landen, lässt sich aus meiner Sicht generell nicht rechtfertigen."

Zuletzt hatten sich zahlreiche Politiker für eine allgemeine Impfpflicht gegen Corona ausgesprochen; es gibt aber auch namhafte ablehnende Stimmen. Der voraussichtliche künftige Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) kündigte an, dass darüber im Bundestag ohne Fraktionsdisziplin abgestimmt werden solle. Nach Angaben von Regierungssprecher Steffen Seibert könnte eine solche Abstimmung Anfang des Jahres stattfinden.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Corona-Regierungsgelder in Millionenhöhe in Südafrika veruntreut. Das teilte das Präsidialamt am Dienstag mit. Von mehr als 4 500 untersuchten Verträgen hätten sich demnach 62 Prozent als regelwidrig erwiesen. PRETORIA - Dienstleister der Regierung haben in Südafrika im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie Verträge in Millionenhöhe veruntreut. (Wirtschaft, 25.01.2022 - 11:45) weiterlesen...

Scotland Yard ermittelt wegen Lockdown-Partys in der Downing Street. "Ich kann bestätigen, dass die Metropolitan Police zu einer Reihe von Veranstaltungen im Zusammenhang mit potenziellen Verstößen gegen die Corona-Auflagen ermittelt (...)", sagte Scotland-Yard-Chefin Cressida Dick am Dienstag in einem Ausschuss des Londoner Stadtrats. LONDON - Die Londoner Polizei ermittelt zu mehreren Lockdown-Partys im Amtssitz von Premierminister Boris Johnson und in anderen Regierungsgebäuden. (Boerse, 25.01.2022 - 11:37) weiterlesen...

Lufthansa prüft bei ITA-Übernahme auch eigene Beteiligung. Man werde die 90-Tage-Frist nutzen, um sämtliche Optionen einschließlich einer Beteiligung zu überprüfen, sagte am Dienstag ein Unternehmenssprecher in Frankfurt. Am Vortag hatte die weltgrößte Reederei MSC ihre Absicht erklärt, die ITA mehrheitlich zu übernehmen, wobei die Lufthansa als "kommerzieller Partner" mitwirken sollte. ROM/GENF/FRANKFURT - Bei der geplanten Übernahme der Alitalia-Nachfolgerin ITA prüft der Lufthansa -Konzern auch einen Einstieg mit eigenem Kapital. (Boerse, 25.01.2022 - 11:31) weiterlesen...

Im Bundestag gilt teilweise weiter Sechs-Monats-Frist für Genesene. Dies betreffe den Zugang zum Plenum und zu den Ausschüssen, sagte ein Sprecher am Dienstag. Geregelt werde dies durch die Allgemeinverfügung von Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD). Für den Zugang zum Arbeitsplatz, also zu den Büros von Abgeordneten, Fraktionen und Bundestagsverwaltung, gelte hingegen die auf 90 Tage verkürzte Frist nach dem Infektionsschutzgesetz. BERLIN - Trotz der Verkürzung des Genesenenstatus von sechs auf drei Monate für die Bürger gilt im Bundestag teilweise weiter die alte Frist. (Wirtschaft, 25.01.2022 - 11:28) weiterlesen...

Südkorea verzeichnet Rekordhoch bei Neuinfektionen. Wie die Gesundheitsbehörden am Dienstag mitteilten, wurden am Montag 8571 Fälle nachgewiesen. Die Gesamtzahl kletterte demnach auf knapp 750 000. Es war das erste Mal, dass die Zahl der Neuinfektionen die Schwelle von 8000 überschritten hat. SEOUL - Angesichts der rapiden Ausbreitung der Omikron-Variante von SARS-CoV-2 hat Südkorea den bisher stärksten Anstieg von Neuinfektionen an einem Tag seit Beginn der Pandemie verzeichnet. (Wirtschaft, 25.01.2022 - 10:58) weiterlesen...

Wird Johnson ein Kuchen zum Verhängnis?. Wie der Fernsehsender ITV berichtete, soll Johnsons Frau Carrie im Juni 2020 eine Geburtstagsparty für den konservativen Politiker in dessen Amtssitz 10 Downing Street organisiert haben - mitten im Lockdown. Private Treffen in Innenräumen waren damals nicht erlaubt. Die Regierung dementierte den Bericht im Grundsatz nicht. LONDON - Kuchen, ein Ständchen und 30 Gäste: Neue Enthüllungen über Feiern im Amtssitz des britischen Premierministers bringen Boris Johnson weiter in Bedrängnis. (Wirtschaft, 25.01.2022 - 10:55) weiterlesen...