Regierungen, Deutschland

BERLIN - Kinder in Deutschland erhalten nach einer Analyse des Robert Koch-Instituts (RKI) weiterhin oftmals zu spät und zu wenig empfohlene Standardimpfungen.

17.12.2021 - 05:20:31

RKI: Kinder in Deutschland werden oft zu spät und zu wenig geimpft. "Dadurch werden bei keiner Impfung national bzw. international gesetzte Impfquotenziele erreicht", heißt es in dem RKI-Bericht. "Bei allen Impfungen werden die empfohlenen Alterszeitpunkte nicht eingehalten, Impfserien bleiben unvollständig und einige Kinder erhalten manche Impfungen gar nicht." Das RKI berichtet von teils erheblichen regionalen Unterschieden.

Insbesondere bei lange etablierten Impfungen wie etwa gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Polio und Hepatitis B zeigten sich im sehr jungen Alter nur "moderate Impfquoten". Bis zum Schulbeginn würden Impfungen zwar nachgeholt, aber nicht bei allen Kindern.

Auch gegen die hochansteckenden Masern werde oft zu spät und zu wenig geimpft, hieß es. Zum Masernschutzgesetz, dessen Inkrafttreten zum 1. März 2020 sich mit dem Pandemiebeginn überlagerte, schreiben die Autoren: Es würden "erste erfolgreiche Effekte" im ersten Jahr für die Inanspruchnahme der Masern- und möglicherweise auch zusätzlicher Impfungen festgestellt.

Befürchtungen, wonach die Pandemie das Routineimpfen beeinträchtigen könnte, haben sich laut Bericht nicht bestätigt: Es seien 2020 "keine negativen Effekte auf die Impfinanspruchnahme bei Kindern" aufgetreten. Der Bericht basiert auf Daten aus Schuleingangsuntersuchungen (2008 bis 2019) und der Kassenärztlichen Vereinigungen (2008 bis 2021).

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Medien: Niederlande wollen Gaststätten und Kultur wieder öffnen. Das hat die Regierung nach übereinstimmenden Berichten der Medien am Montag in Den Haag beschlossen. Cafés und Restaurants sowie Kulturstätten sollen wieder bis 22.00 Uhr öffnen dürfen, allerdings mit Einschränkungen wie Maskenpflicht und Impf-Nachweis. Premier Mark Rutte will die Entscheidungen am Dienstagabend bekannt geben. Auch bei Sportwettkämpfen wie etwa Fußballspielen soll wieder Publikum zugelassen werden. DEN HAAG - Trotz einer massiven Omikron-Welle wollen die Niederlande Gaststätten, Theater, Museen und Kinos wieder öffnen. (Boerse, 24.01.2022 - 16:39) weiterlesen...

Verbraucherschützer kritisieren Handelsvorgaben für Obst und Gemüse. In zwei aktuellen Veröffentlichungen bemängeln beide Stellen, dass es in den Supermärkten in Deutschland noch zu wenig Obst und Gemüse mit "Makeln" gebe. Die Ursache dafür sehen UBA und Verbraucherzentralen in "zahlreichen selbstgesetzten Vorgaben" des Handels, heißt es. BERLIN - Das Umweltbundesamt (UBA) und die Verbraucherzentralen fordern den Handel dazu auf, von seinen strengen Vorgaben zum "perfekten Aussehen" von Obst und Gemüse abzurücken, um Lebensmittelverluste zu vermeiden. (Boerse, 24.01.2022 - 16:33) weiterlesen...

Standort für Trinity-Werk von VW soll möglichst Ende 2022 feststehen. "Gegenwärtig werden verschiedene Standorte in Niedersachsen geprüft", hieß es am Montag aus dem Unternehmen. Konkret beschlossen sei noch nichts. Solle die im Aufsichtsrat vereinbarte Trinity-Fertigung 2026 starten, müsse man aber einen Baubeginn spätestens ab dem Frühjahr 2023 ins Auge fassen. WOLFSBURG - Volkswagen will die Standortentscheidung zum geplanten Werk für das künftig zentrale Elektromodell Trinity möglichst bis zum Jahresende getroffen haben. (Boerse, 24.01.2022 - 16:11) weiterlesen...

RKI: 73,4 vollständig gegen Corona geimpft - 75,5 Prozent erstgeimpft. Das geht aus Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montag hervor. Damit verfügen 73,4 Prozent der Bevölkerung (61 Millionen) laut RKI mittlerweile über einen vollständigen Grundschutz. Dafür sind in der Regel zwei Impfdosen nötig. Noch zählt das RKI auch Menschen, die nur eine Dosis des Johnson-&-Johnson-Präparats erhalten haben, mit - allerdings wird das umgestellt: Künftig sollen Johnson-&-Johnson-Geimpfte nur noch nach einer zweiten Impfdosis - möglichst mit einem mRNA-Impfstoff wie dem von Biontech /Pfizer oder Moderna - von den 2G-Regeln profitieren. BERLIN - In Deutschland sind am Sonntag 90 000 Impfungen gegen das Coronavirus verabreicht worden. (Wirtschaft, 24.01.2022 - 15:57) weiterlesen...

Kein baldiges Lockern von Corona-Beschränkungen in Sicht. Bei Beratungen von Bund und Ländern am Montag zeichnete sich vielmehr ab, dass die seit Monaten geltenden Zugangsbeschränkungen unter anderem am Arbeitsplatz, in Bussen, Bahnen, Gaststätten und Geschäften bleiben sollen. Zum Umgang mit noch deutlich mehr Infizierten mit der ansteckenderen Virusvariante Omikron sollten zudem praktische Fragen geklärt werden - ein Vorrang bei genaueren PCR-Tests und beim Nachverfolgen von Infektionsketten für sensible Bereiche. Die Union im Bundestag forderte die zügige Einführung eines Impfregisters. BERLIN - Angesichts immer höherer Infektionszahlen sind vorerst keine generellen Lockerungen von Corona-Auflagen in Sicht. (Boerse, 24.01.2022 - 15:55) weiterlesen...

Berlin setzt Präsenzpflicht an Schulen aus. Von Dienstag an können Eltern selbst entscheiden, ob ihr Kind die Schule besucht oder zu Hause an Aufgaben und Projekten arbeitet und lernt, wie Bildungssenatorin Astrid-Sabine Busse (SPD) am Montag mitteilte. Das gelte zunächst bis Ende Februar. BERLIN - Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen wegen der Omikron-Variante wird die Präsenzpflicht an Berliner Schulen vorläufig ausgesetzt. (Wirtschaft, 24.01.2022 - 15:54) weiterlesen...