Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Regierungen, Deutschland

BERLIN - Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat bei der deutschen Wirtschaft für Investitionen in Afrika geworben und dabei den Bereich der erneuerbaren Energien hervorgehoben.

27.08.2021 - 18:03:01

Merkel wirbt um Investitionen für erneuerbare Energien in Afrika. "Afrika verfügt über so viele Marktpotenziale, die es aber auch besser zu nutzen gilt", sagte Merkel am Freitag bei einer Konferenz der Subsahara-Afrika-Initiative der Deutschen Wirtschaft in Berlin. Besonderes Augenmerk solle dabei Investitionen in erneuerbare Energien gelten. "Ihr Ausbau ist von enormer Bedeutung dafür, dass wir unsere globalen Klimaziele auch wirklich erreichen können", sagte die Kanzlerin.

Am Rande der Konferenz gab der Impfstoffhersteller Biontech bekannt, künftig Malaria- und Tuberkulose-Impfstoffe in Afrika herstellen zu wollen. Biontech prüfe dazu Produktionsanlagen in Ruanda und Senegal, so das Mainzer Unternehmen.

Zum Auftakt eines teils online organisierten Treffens der Initiative "G20 Compact with Africa", der zwölf afrikanische Länder angehören, forderte Merkel mehr Engagement für eine eigenständige Produktion von Corona-Impfstoffen in Afrika. Man müsse alles tun, "um die Versorgung Afrikas mit Impfstoffen zu ermöglichen und um auch eine möglichst schnelle Produktion von Medizingütern und Impfstoffen auf dem afrikanischen Kontinent möglich zu machen", sagte sie.

Die Länder der Afrikanischen Union importierten nach Angaben der Gemeinschaft zuletzt 99 Prozent ihrer Impfstoffe. 2040 sollen es nur noch 40 Prozent sein. In der Corona-Krise hatte die Afrikanische Union erst im Juli gefordert, dass Europa mehr tun müsse, um die globalen Ungerechtigkeiten bei der Impfstoffverteilung aufzuheben.

Die "Compact for Africa"-Initiative war 2017 während der deutschen Präsidentschaft in der Gruppe der wichtigsten Wirtschaftsmächte (G20) ins Leben gerufen worden. Die Konferenz in Berlin ist auch eine Art Abschied Merkels als Kanzlerin vom afrikanischen Kontinent. Ein Abschiedsbesuch dort vor dem Ausscheiden aus dem Amt nach der Bundestagswahl Ende September dürfte wegen der Pandemie nicht mehr möglich sein. Merkel hatte sich auf vielen Reisen für die Entwicklung Afrikas eingesetzt. Neben der Wirtschaft standen dabei meist auch Gesundheits- und Bildungsfragen sowie die Entwicklungsmöglichkeiten von Frauen und Mädchen auf der Tagesordnung.

Italiens Regierungschef Mario Draghi, dessen Land aktuell den G20-Vorsitz inne hat, dankte Merkel für ihr Engagement und beklagte die ungleiche Verteilung von Impfstoffen. Während in den reicheren Ländern der Erde fast 60 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal geimpft sei, liege die Quote in den ärmeren Ländern bei 1,4 Prozent. "Diese Unterschiede verstärken die globale Ungleichheit und erschweren es für uns alle, die Pandemie zu einem Ende zu bringen."

Wegen Corona und damit einhergehender Jobverluste befürchten Experten zunehmende Instabilität auf Europas Nachbarkontinent. Gefragt sind auch kurzfristige Liquiditätshilfen. "Anders als Deutschland stecken viele Länder Afrikas in einer Liquiditätskrise; sie haben kaum Mittel zur Verfügung, um die finanziellen, wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Corona-Pandemie zu bewältigen", warnte die Entwicklungsorganisation One. Der Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft mahnte, die Entwicklungspolitik stärker auf die Schaffung von Arbeitsplätzen in Afrika auszurichten.

Die Corona-Restriktionen haben eine verheerende Auswirkung auf die Wirtschaft in vielen afrikanischen Ländern. Millionen Menschen in der informellen Wirtschaft oder ohne Arbeit kämpfen um ihre Existenz. Zwischen Sudan und Simbabwe verstärkte die Corona-Epidemie oft noch vorhandene strukturelle wirtschaftliche Probleme. Inzwischen nähert sich die Zahl der Fälle in Afrika laut der panafrikanischen Gesundheitsorganisation Africa CDC 7,6 Millionen, die Zahl der Toten bewegt sich auf die 200 000er-Schwelle zu.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Gemeinsam gegen die Klimakrise. "Die beste Lektion, die uns erteilt werden konnte, waren die katastrophalen Feuer im Sommer", sagte der italienische Ministerpräsident Mario Draghi am Freitag in Athen beim sogenannten EUMED-9-Gipfel. "Es gibt keine Zeit mehr zu verlieren." Neben dem Klima standen auch das außenpolitische Auftreten der EU sowie das Thema Migration auf der Agenda des Treffens. ATHEN - Die acht EU-Mittelmeerländer und Portugal haben bei einem Gipfeltreffen eine engere Zusammenarbeit im Kampf gegen die Klimakrise beschlossen. (Wirtschaft, 17.09.2021 - 21:56) weiterlesen...

WDH: EU-Mittelmeeranrainer wollen gegen Klimakrise enger zusammenarbeiten (Zuordnung der Länder im ersten Satz präzisiert; Amtsbezeichnung im 3. (Wirtschaft, 17.09.2021 - 21:51) weiterlesen...

WAHL: Scholz bietet Klimaaktivisten im Hungerstreik Einzelgespräche an. POTSDAM - SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat den Klimaaktivisten, die vor dem Reichstag in einen Hungerstreik gegangen sind, erneut Gespräche nach der Bundestagswahl am 26. September angeboten. "Ich habe mich mit Annalena Baerbock und Armin Laschet verständigt: Wir sind bereit, jeder einzeln, mit den Hungerstreikenden zu sprechen, nach der Bundestagswahl", sagte Scholz am Freitag bei einer Podiumsdiskussion der Jusos in Potsdam. Er forderte die Aktivisten auf, den Hungerstreik zu beenden. "Denn das kann ganz schlimme Folgen für das Leben mit sich bringen und das sollte man unbedingt vermeiden." WAHL: Scholz bietet Klimaaktivisten im Hungerstreik Einzelgespräche an (Wirtschaft, 17.09.2021 - 21:43) weiterlesen...

Spahn: Mit Antikörpertest genügt Corona-Infizierten eine Impfung. "Viele Bürgerinnen und Bürger waren infiziert, ohne es zu merken", sagte der Politiker der "Bild"-Zeitung (Samstag). BERLIN - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will Bürgern nach einer unbemerkten Corona-Infektion ermöglichen, dass ein Antikörpertest und eine Impfung bereits als Nachweis für einen vollständigen Impfschutz ausreichen. (Wirtschaft, 17.09.2021 - 21:42) weiterlesen...

Biden mahnt im Kampf gegen Klimakrise zur Eile. "Wir haben nicht viel Zeit", mahnte Biden am Freitag in Washington bei einer Video-Schalte mit mehreren Regierungschefs sowie hochrangigen Vertretern der EU und der Vereinten Nationen. WASHINGTON - Wenige Wochen vor der Weltklimakonferenz im schottischen Glasgow hat US-Präsident Joe Biden im Kampf gegen die Klimakrise erneut zu einer internationalen Kraftanstrengung aufgerufen. (Wirtschaft, 17.09.2021 - 20:17) weiterlesen...

EU-Mittelmeeranrainer wollen gegen Klimakrise enger zusammenarbeiten. "Die beste Lektion, die uns erteilt werden konnte, waren die katastrophalen Feuer im Sommer", sagte der italienische Ministerpräsident Mario Draghi am Freitag bei dem sogenannten EUMED-9-Gipfel. ATHEN - Die Regierungschefs und Außenminister von neun EU-Mittelmeerländern haben bei einem Gipfeltreffen in Athen vereinbart, im Kampf gegen den Klimawandel enger zusammenzuarbeiten. (Wirtschaft, 17.09.2021 - 20:16) weiterlesen...