Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Regierungen, Deutschland

BERLIN - Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat afrikanische Länder zur Fortsetzung ihres Kurses für mehr Rechtsstaatlichkeit und ein transparenteres Finanz- und Steuersystem ermuntert.

19.11.2019 - 17:32:39

Merkel: Mehr Transparenz in Afrika fördert deutsche Investitionen. Mehr Transparenz werde auch mehr deutsche Investitionen bringen, sagte Merkel am Dienstag bei einer Investorenkonferenz im Rahmen der G20-Initiative "Compact with Africa" in Berlin. Die Initiative wird wesentlich von Deutschland vorangetrieben, aber auch von der Weltbank und dem Internationalen Währungsfonds getragen.

Afrika mit seinen mehr als 50 Staaten komme bei der Lösung globaler Fragen eine wichtige Rolle zu, sagte Merkel. Afrika und Europa stünden dabei vor vielen gemeinsamen Herausforderungen, etwa beim Klimaschutz, der Digitalisierung oder der Migration.

Afrikanische Länder hätten sich etwa mit dem wegweisenden Beschluss für eine afrikanische Freihandelszone eine sehr anspruchsvolle Agenda gegeben, sagte Merkel. Es müsse nun der Übergang geschaffen werden zu einem sich selbst tragenden Wirtschaftsaufschwung in Afrika. Es sei einiges in Bewegung gekommen in den Staaten Afrikas, aber es seien auch noch viele Probleme zu lösen. Merkel nannte etwa die Sicherheitsfragen durch die terroristischen Herausforderungen in der Sahelzone sowie das rasante Bevölkerungswachstum.

Zu der Konferenz sind zahlreiche afrikanische Staats- und Regierungschefs nach Berlin gekommen. Die Initiative "Compact with Africa", an der zwölf afrikanische Länder teilnehmen, wurde 2017 unter der deutschen G20-Präsidentschaft ins Leben gerufen. Ziele sind bessere Bedingungen für Handel und Investitionen sowie eine "Partnerschaft auf Augenhöhe". Ein beim vergangenen Gipfel angekündigter Entwicklungsinvestitionsfonds mit bis zu einer Milliarde Euro wurde eingerichtet.

Bei einem weiteren Zusammentreffen mit afrikanischen Staats- und Regierungschefs sowie Vertretern internationaler Institutionen im Kanzleramt am Nachmittag sagte Merkel, die deutsche Wirtschaft müsse immer noch ermutigt werden, in Afrika zu investieren. Afrika müsse seine Rahmenbedingungen verbessern. Es gehe darum, etwas nach vorne zu bringen.

Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Kristalina Georgiewa, sagte, die Initiative zeige Wirkung. In den "Compact"-Ländern seien deutliche Fortschritte erzielt worden. Die Länder hätten ein deutlich höheres Wirtschaftswachstum als andere Staaten in Afrika.

Der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi warb für mehr Investitionen in seinem Land. Der afrikanische Markt habe ein großes Potenzial. Deutschland sei für Ägypten ein vertrauensvoller strategischer Partner. Das Auswärtige Amt hatte am Montag zur Verbesserung der Menschenrechtslage in Ägypten aufgerufen.

Nach Angaben aus dem Wirtschaftsministerium haben sich die deutschen Direktinvestitionen in Afrika seit 2015 mehr als verdoppelt, auf 1,94 Milliarden Euro im vergangenen Jahr. Nach Angaben des Entwicklungsministeriums liegen etwa die Hälfte der 20 am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften in Afrika. Die Bevölkerung dort werde sich bis 2050 auf 20 Prozent der Weltbevölkerung verdoppeln.

Die deutsche Wirtschaft sieht allerdings noch große Probleme für mehr Investitionen in Afrika. "Vielfach verhindern hohe Bürokratiehürden, Korruption oder Sicherheitsfragen, dass deutsche Unternehmen den ersten Schritt nach Afrika überhaupt wagen", hatte Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), gesagt.

Das Entwicklungsministerium hat bereits mit drei der "Compact with Africa"-Länder sogenannte Reformpartnerschaften geschlossen - Tunesien, Ghana und der Republik Elfenbeinküste. Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) will zudem mit Senegal und Äthiopien neue Reformpartnerschaften unterzeichnen. Mit Marokko stehe die Einigung kurz bevor.

"Wir setzen auf Eigenverantwortung, Privatinvestitionen, Berufsbildung und Beschäftigung, damit Afrikas Jugend eine Zukunft in Afrika hat", sagte Müller. "Voraussetzung ist, dass die Länder die Rahmenbedingungen verbessern: gute Regierungsführung, Aufbau von Steuerverwaltung und Rechnungshöfen, Rechtssicherheit, Korruptionsbekämpfung und Demokratie."

Kritische Töne kamen von der Entwicklungsorganisation ONE. Deutschland-Direktor Stephan Exo-Kreischer sagte, zu einer guten Regierungsführung in Afrika gehörten auch Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechtsfragen. "Deutschland darf nicht den Fehler machen, die Compact-Länder hier aus der Pflicht zu nehmen." Es müssten zudem auch Bildung, Gesundheit und soziale Sicherung gefördert werden, um Armut zu reduzieren.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Neuer US-Raketentest schürt Sorge vor Wettrüsten. Die ballistische Rakete sei am Donnerstagmorgen (Ortszeit) von der Luftwaffenbasis Vandenberg an der Pazifikküste zwischen San Francisco und Los Angeles abgefeuert worden, bestätigte ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums der Deutschen Presse-Agentur. Die Ergebnisse des Tests würden derzeit ausgewertet, hieß es. WASHINGTON/BRÜSSEL - Die USA haben eine bodengestützte Mittelstreckenrakete getestet und damit die Sorge vor einem neuen Wettrüsten angeheizt. (Boerse, 12.12.2019 - 21:32) weiterlesen...

'Ocean-Cleanup' will Plastikmüll aus Ozeanen zu Produkten verarbeiten. Dies teilte der Leiter der Organisation, der Niederländer Boyan Slat, am Donnerstag im kanadischen Vancouver mit. VANCOUVER - Das Projekt "The Ocean Cleanup" zur Säuberung der Weltmeere will eingesammelten Plastikmüll zu Produkten verarbeiten und mit dem Verkaufserlös die Umweltinitiative weiter finanzieren. (Wirtschaft, 12.12.2019 - 21:11) weiterlesen...

GB-WAHL/Endspurt: Britische Parteien mobilisieren bis zur letzten Minute. Die Emails und Nachrichten auf sozialen Medien dürften an Hunderttausende Adressaten gegangen sein. "Elias, unsere Teams berichten, dass viele Labour-Wähler auf den Beinen sind", schrieben die Konservativen im Namen von Premierminister Boris Johnson am Nachmittag in Twitterbotschaften, in denen sie die Adressaten mit Namen ansprachen. LONDON - Mit personalisierten Botschaften haben die britischen Parteien am Donnerstag versucht, auch noch die letzten Wähler zu mobilisieren. (Wirtschaft, 12.12.2019 - 20:18) weiterlesen...

Mehr Entscheidungsgewalt für Ministerium nach Wilke-Wurstskandal. Mit der am Donnerstag im Wiesbadener Landtag beschlossenen Gesetzesänderung hat das Land nun ein uneingeschränktes Weisungsrecht. Bislang waren die kommunalen Behörden für die Kontrollen zuständig. Das Land konnte nur ausnahmsweise bei drohender Krisengefahr und in Fällen von kreisübergreifender oder besonderer Bedeutung eingreifen. WIESBADEN - Hessens Verbraucherschutzministerium bekommt als Konsequenz aus dem Fleischskandal um den Hersteller Wilke mehr Entscheidungsgewalt bei der Lebensmittelüberwachung. (Boerse, 12.12.2019 - 19:59) weiterlesen...

Höhere Umsatzgrenze für die Ist-Versteuerung. Der Bundestag hob am Donnerstagabend die dafür notwendige Umsatzgrenze von 500 000 Euro auf jährlich 600 000 Euro an. Normalerweise muss ein Unternehmer schon dann Umsatzsteuer ans Finanzamt zahlen, wenn er für eine Ware oder eine Dienstleistung eine Rechnung schreibt - dieses Verfahren nennt sich Soll-Besteuerung. Bei der Ist-Besteuerung hingegen muss er die Umsatzsteuer erst in dem Moment abführen, in dem der Kunde die Rechnung auch tatsächlich bezahlt hat. Buchführungspflichtige Unternehmen sind aber nur solange zur Ist-Besteuerung berechtigt, wie sie unterhalb einer bestimmten Umsatzschwelle liegen. BERLIN - Mehr Unternehmen als bisher können ab dem kommenden Jahr die sogenannte Ist-Versteuerung beantragen. (Wirtschaft, 12.12.2019 - 18:56) weiterlesen...

Gesetz gegen grenzüberschreitende Steuertricks. Dieses Ziel verfolgt ein Gesetz, das der Bundestag am Donnerstagabend verabschiedet hat. Wenn der Bundesrat ebenfalls grünes Licht gibt, müssen Banken, Steuerberater, Anwälte und Wirtschaftsprüfer künftig melden, wenn sie zu fragwürdigen Steuersparmodellen beraten haben. BERLIN - Durch eine verschärfte Meldepflicht sollen grenzüberschreitende Steuerschlupflöcher schneller erkannt und gestopft werden. (Wirtschaft, 12.12.2019 - 18:36) weiterlesen...