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Regierungen, Deutschland

BERLIN - In der Debatte über die Aussagekraft von Corona-Kennziffern hat FDP-Generalsekretär Volker Wissing den Stellenwert der Sieben-Tage-Inzidenz infrage gestellt.

12.07.2021 - 10:15:30

FDP-Generalsekretär Wissing: Nicht nur auf die Inzidenz schauen. "Die Inzidenzen sind natürlich ein Hinweis darauf, wie sich die Pandemie entwickelt, aber allein auf die Inzidenz zu schauen, das ist sicher nicht richtig", sagte Wissing am Montag im "Frühstart" von RTL/ntv. Es reiche auch nicht, zusätzlich die Intensivbetten-Belegung zu berücksichtigen. "Wir müssen auch darauf achten, wie viele Menschen überhaupt hospitalisiert werden müssen", so der FDP-Politiker.

Zudem sollten laut Wissing die Eigenschaften der aktuell dominanten Virus-Varianten einbezogen werden. "Die Ansteckungsgefahr durch die Delta-Variante ist wohl höher. Aber gegenwärtig, sagen die Fachleute, steigen die schweren Fälle nicht." Das müsse einfach beachtet werden.

Die Sieben-Tage-Inzidenz, die die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche abbildet, gilt unter Experten weiterhin als Anzeiger dafür, wie sich das Virus in der Bevölkerung verbreitet. Viele Fachleute sind sich darin einig, dass mit zunehmendem Impfschutz in der Bevölkerung die Inzidenz in einem anderen Verhältnis zu schweren Verläufen steht als noch vor einigen Monaten.

@ dpa.de

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