Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Tourismus, Regierungen

BERLIN - Im Kampf gegen eine Ausbreitung des Coronavirus über die Sommerreisezeit laufen auf breiter Front freiwillige Tests bei Urlaubsrückkehrern an.

02.08.2020 - 17:12:26

Start für kostenlose Corona-Tests für Reiserückkehrer - Andrang groß. Von Teststationen wird wachsender Andrang gemeldet. An bayerischen Stationen etwa haben sich bisher rund 18 000 Urlauber auf das Coronavirus testen lassen, wie es in München hieß. Am Flughafen Hannover hat die Nachfrage nach freiwilligen Tests für Reisende, die nicht in einem Risikogebiet waren, nach Angaben der Betreiber zugenommen. Am Frankfurter Flughafen haben sich an dem schon länger geöffneten Testzentrum bisher mehr als 40 000 Menschen testen lassen, wie es von Deutschlands größtem Airport hieß.

Seit Samstag können sich alle Einreisenden innerhalb von 72 Stunden nach der Ankunft in Deutschland auch ohne Krankheitsanzeichen kostenlos testen lassen. Das legt eine Verordnung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) fest. Diese soll zum Beispiel in Teststellen an Flughäfen, in Gesundheitsämtern und Arztpraxen möglich sein. Die Kosten trägt letztlich der Staat. Spahn rief dazu auf, die neuen Testmöglichkeiten zu nutzen. "Wer von einer Reise zurückkommt, sollte sich testen lassen - freiwillig und kostenlos." Die steigenden Infektionszahlen seien ein Warnsignal.

Auf dem Frankfurter Flughafen liegt die Zahl der täglichen Testungen nach Angaben der Betreiber inzwischen bei knapp 2000: "Wir verzeichnen kontinuierlich steigende Zahlen." Ende Juni wurde dort das kommerzielle Zentrum eröffnet - es soll nicht das einzige bleiben. An dem Flughafen ist zudem ein Zentrum für kostenlose Tests im Aufbau. Am Flughafen Hannover sei die Zahl der Nutzer alleine am Samstag bereits um etwa 30 Prozent im Vergleich zu den Vortagen gestiegen, wie die Betreiber mitteilten. Aufgrund der aktualisierten Corona-Verordnung häufe sich die Nachfrage nach Tests auch von Menschen, die gar nicht mit dem Flugzeug gereist seien.

An den Flughäfen Sachsens sind am Wochenende die ersten Corona-Tests für Reiserückkehrer gestartet. Wie viele Urlauber sich untersuchen ließen, könne sie noch nicht sagen, aber die Angebote seien definitiv angenommen worden, hieß es im Sozialministerium in Dresden.

DIE TESTS: Kostenfreie Tests können innerhalb von 72 Stunden nach der Einreise gemacht werden - die Zeitspanne entspricht drei Tagen. Möglich sein sollen sie etwa an Flughäfen, Bahnhöfen und anderen Reiseknotenpunkten, in Gesundheitsämtern oder Arztpraxen. Teststellen soll man zudem unter der ärztlichen Servicenummer 116 117 erfragen können.

Übernommen werden auch die Kosten für einen Wiederholungstest pro Person. Dass man ein Reiserückkehrer ist, kann man zum Beispiel durch einen Boarding-Pass, ein Ticket, eine Hotelrechnung oder andere Nachweise eines Auslandsaufenthalts belegen. Je nach Auslastung der Testzentren sollte das Ergebnis nach etwa 24 bis 48 Stunden vorliegen, erläuterte das Gesundheitsministerium.

DIE KOSTEN: Bezahlt werden die Tests zunächst von den gesetzlichen Krankenversicherungen - das Gesundheitsministerium hat aber bereits signalisiert, dass der Bund die Finanzierung am Ende über einen schon beschlossenen höheren Milliardenzuschuss an die Kassen übernimmt. Pro Test setzt die Verordnung vorerst 50,50 Euro für Laborleistungen an, für Ärzte ist eine pauschale Vergütung von 15 Euro vorgesehen. An der Finanzierung der Tests auf Steuerzahlerkosten gibt es Kritik. Spahn argumentiert dagegen, dass niemand aus finanziellen Gründen darauf verzichten sollte. Unentdeckte Infektionen könnten teurer werden.

Der Deutsche Hausärzteverband warnte vor erheblichem Aufwand bei der Umsetzung, wenn nun viele Reiserückkehrer mit einer 72-Stunden-Frist für Tests in die Praxen kommen. Im günstigsten Falle kriege ein Arzt Patienten noch irgendwo unter, sagte der Vorsitzende Ulrich Weigeldt. "Dann heißt es Schutzausrüstung anziehen, Abstrich nehmen und Aufklärungsgespräch über Hygienemaßnahmen, Validität der Tests und deren Konsequenz führen." Da wirkten die 15 Euro, die Hausärzte für einen Abstrich bekommen sollen, "wie ein schlechter Scherz".

Strengere Regeln gelten schon für jene Reiserückkehrer, die in Risikogebieten mit hohen Infektionszahlen waren. Welche Länder das sind, steht auf einer Liste des Robert-Koch-Instituts (RKI), auf die am Freitag auch die drei spanischen Regionen Aragón, Katalonien und Navarra kamen. Aus der EU steht zudem Luxemburg darauf. Wer aus solchen Risikogebieten kommt, muss sich schon direkt für 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben und beim Gesundheitsamt melden. Möglich ist auch, ein negatives Testergebnis vorzulegen, das höchstens 48 Stunden alt ist.

Bald soll für Rückkehrer aus Risikogebieten auch eine Testpflicht greifen - eine von Spahn angekündigte Anordnung soll im Lauf der kommenden Woche in Kraft treten. Dann soll gelten: Wer aus einem Risikogebiet kommt, muss sich entweder innerhalb von 48 Stunden vor der Einreise testen lassen oder binnen 72 Stunden nach der Einreise. Bis ein negatives Ergebnis da ist, muss man in Deutschland in häusliche Quarantäne. Nachgewiesen werden muss das Ergebnis binnen 72 Stunden beim Gesundheitsamt mit einer Testbescheinigung in deutscher oder englischer Sprache.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Libanon-Geberkonferenz sammelt über 250 Millionen Euro ein. Das berichteten Kreise des französischen Präsidialamtes am Sonntag in Paris nach einer Videoschalte, an der auch US-Präsident Donald Trump teilnahm. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron leitete gemeinsam mit den Vereinten Nationen (UN) das rund zweieinhalbstündige Treffen. PARIS/WASHINGTON - Bei der internationalen Geberkonferenz für den krisengeschüttelten Libanon sind 252,7 Millionen Euro Soforthilfe zusammengekommen. (Wirtschaft, 09.08.2020 - 20:27) weiterlesen...

Frankreich: Über 250 Millionen Euro Soforthilfe für Libanon. Frankreich trage davon einen Anteil von 30 Millionen Euro, berichteten Élyséekreise am Sonntag nach der Videoschalte. Bundesaußenminister Heiko Maas hatte zuvor im ZDF von über 200 Millionen Euro Hilfe gesprochen. Das französische Präsidialamt war neben den Vereinten Nationen (UN) Mitveranstalter der Konferenz. PARIS - Bei der internationalen Geberkonferenz für den Libanon sind nach Angaben aus dem Élyséepalast 252,7 Millionen Euro Soforthilfe zusammengekommen. (Wirtschaft, 09.08.2020 - 19:59) weiterlesen...

Libanon-Geberkonferenz sammelt über 200 Millionen Euro ein. "Deutschland alleine wird sich mit 20 Millionen Euro zusätzlich beteiligen, um die größte Not zu lindern, die es zurzeit in Beirut gibt", sagte Maas am Sonntag dem ZDF. Es sei überwältigend gewesen, wie viele Staaten sich beteiligt hätten. Das französische Präsidialamt nannte als Mitveranstalter der Konferenz zunächst keine Zahl für die Zusagen. PARIS/BERLIN - Bei der internationalen Geberkonferenz für den Libanon sind nach den Worten von Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) über 200 Millionen Euro Soforthilfe zusammengekommen. (Wirtschaft, 09.08.2020 - 19:23) weiterlesen...

Wahlbetrug: Republikanischer Gouverneur weist Trumps Warnung zurück. WASHINGTON - Ein republikanischer Gouverneur hat die wiederholt von US-Präsident Donald Trump geäußerte Befürchtung, dass eine Zunahme der Briefwahl zu Wahlbetrug führen werde, zurückgewiesen. Der Regierungschef von Ohio, Mike DeWine, sagte am Sonntag im Gespräch mit dem Sender CNN, in seinem Bundesstaat funktioniere Briefwahl "außerordentlich gut". Wegen der Coronavirus-Pandemie sei davon auszugehen, dass es bei der Abstimmung am 3. November deutlich mehr Briefwähler geben werde. Wahlbetrug: Republikanischer Gouverneur weist Trumps Warnung zurück (Wirtschaft, 09.08.2020 - 19:14) weiterlesen...

555 registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 555 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 215 891 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Sonntagmorgen im Internet meldete (Datenstand 9.8., 0.00 Uhr). BERLIN - Die Zahl der Corona-Infektionen in Deutschland ist nach mehreren Tagen wieder unter die Schwelle von 1000 Fällen gesunken. (Boerse, 09.08.2020 - 18:42) weiterlesen...

Libanon braucht 100 Millionen Euro Nothilfe. Das geht aus einem Dokument der UN hervor, das der Élyséepalast am Sonntag nach einer internationalen Geberkonferenz übermittelte. Es geht laut UN um medizinische Versorgung, Nahrungsmittelhilfe oder Unterkunft für die schwer getroffene Bevölkerung. PARIS/WASHINGTON - Nach der verheerenden Explosionskatastrophe in Beirut mit über 150 Toten ist nach Einschätzung der Vereinten Nationen (UN) eine internationale Nothilfe im Umfang von 116,9 Millionen US-Dollar (rund 99 Millionen Euro) nötig. (Wirtschaft, 09.08.2020 - 18:40) weiterlesen...