Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Internet, Software

BERLIN - Im Kampf gegen die rasche Verbreitung der Lungenkrankheit Covid-19 würden Politiker der Union gerne möglichst bald eine App einsetzen, die Bürger freiwillig auf ihrem Handy installieren können.

27.03.2020 - 06:47:26

VIRUS/ROUNDUP/Unionspolitiker: Infektionsketten per Handy-App zurückverfolgen. Sie soll wie eine Art digitales Tagebuch funktionieren und - falls sein Besitzer positiv auf das Coronavirus getestet wird - automatisch anonymisierte Hinweise an alle Menschen versenden, die in den zurückliegenden zwei Wochen mit ihm Kontakt hatten.

"Jeder Einzelne könnte helfen, indem er die App herunterlädt", sagte der CSU-Politiker Michael Kuffer. Eine entsprechende Kampagne ließe sich schnell in die Tat umsetzen. Das bedeute aber nicht, dass die ursprünglichen Pläne von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) damit begraben wären.

Der Obmann der Union im Innenausschuss des Bundestages, Armin Schuster (CDU), sagte: "Jens Spahn hatte eine richtige Idee, aber es war ebenso richtig, dass er sein Konzept für eine Nachverfolgung von Infektionsketten per Handy-Ortung angesichts des politischen Widerstands einiger Parteien dann aus dem Entwurf herausgenommen hat". Andernfalls wäre die Verabschiedung des Corona-Nothilfe-Pakets am Mittwoch gefährdet gewesen. Es werde jedoch weiter daran gearbeitet, eine mehrheitsfähige Lösung zu finden.

Spahn hatte ursprünglich geplant, den Gesundheitsbehörden bei einer "epidemischen Lage von nationaler Tragweite" zu erlauben, Kontaktpersonen von Erkrankten anhand von Handy-Standortdaten zu ermitteln, dadurch ihre Bewegung zu verfolgen und sie im Verdachtsfall zu kontaktieren. Die Behörden hätten zudem Verkehrsdaten zur Bestimmung des Aufenthaltsortes nutzen dürfen - etwa um den Betroffenen über sein persönliches Risiko zu informieren.

Vor allem die Grünen, die Linke und die FDP hatten heftige Kritik an Spahns Plänen geübt. Auch SPD-Politiker äußerten Bedenken. Die Grünen zeigten sich aber offen für "datenschutzfreundliche Alternativen".

Das Rote Kreuz in Österreich hat diese Woche eine "Stopp-Corona-App" präsentiert. Wer sie auf seinem Handy installiert, muss dafür keine personenbezogenen Daten preisgeben. Ähnliche Überlegungen werden inzwischen auch beim Deutschen Roten Kreuz angestellt.

Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz, Ulrich Kelber, hatte dem "Handelsblatt" gesagt, wenn die Nutzer ihre freiwillige Einwilligung zur Datenverarbeitung geben, könnte eine solche technische Lösung zur Identifikation von Infektionsketten ein sinnvoller Beitrag zur Krisenbewältigung sein. Digitalstaatsministerin Dorothee Bär sagte der Zeitung: "So eine digitale Anwendung wäre sinnvoll, um das Virus zielgerichtet einzudämmen." In der Bundesregierung gebe es entsprechende Überlegungen. "Wir müssen die Möglichkeiten der Digitalisierung jetzt nutzen, um die Krise zu überwinden."

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Sanders steigt aus US-Präsidentschaftsrennen aus - Weg frei für Biden. WASHINGTON - Der linke Senator Bernie Sanders steigt aus dem Präsidentschaftsrennen der US-Demokraten aus und macht damit den Weg frei für eine Kandidatur des Ex-Vizepräsidenten Joe Biden. Sanders' Wahlkampfteam gab seine Entscheidung am Mittwoch bekannt, einen Tag nach der jüngsten Vorwahl im US-Bundesstaat Wisconsin. Damit ist Biden der einzige verbliebene Bewerber im Rennen der Demokraten und steht de facto als Herausforderer von Präsident Donald Trump fest. Die Wahl findet am 3. November statt. Sanders steigt aus US-Präsidentschaftsrennen aus - Weg frei für Biden (Wirtschaft, 08.04.2020 - 17:48) weiterlesen...

VIRUS: Mehr als 2000 Corona-Infizierte in Deutschland tot. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Zudem wurden bundesweit mindestens 107 700 Infektionen mit Sars-CoV-2 registriert (Vortag Stand 16.15 Uhr: 101 700 Infektionen). BERLIN - In Deutschland sind bis Mittwochnachmittag mindestens 2007 Menschen, die mit dem neuen Coronavirus infiziert waren, gestorben (Vortag Stand 16.15 Uhr: 1747). (Wirtschaft, 08.04.2020 - 17:39) weiterlesen...

VIRUS/ROUNDUP: EU-Kommission für Verlängerung des Einreisestopps bis 15. Mai. BRÜSSEL - Der weitgehende Einreisestopp in die Europäische Union soll nach Ansicht der EU-Kommission bis zum 15. Mai verlängert werden. Das schlug die Brüsseler Behörde am Mittwoch vor. Zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie hatten sich Mitte März alle EU-Staaten außer Irland sowie die Schweiz, Norwegen, Liechtenstein und Island darauf geeinigt, alle nicht zwingend notwendigen Reisen in die EU zunächst für 30 Tage einzuschränken. VIRUS/ROUNDUP: EU-Kommission für Verlängerung des Einreisestopps bis 15. Mai (Wirtschaft, 08.04.2020 - 17:36) weiterlesen...

Sanders steigt aus US-Präsidentschaftsrennen aus - Weg frei für Biden. Das gab Sanders' Wahlkampfteam am Mittwoch bekannt. WASHINGTON - Der linke Senator Bernie Sanders steigt aus dem Präsidentschaftsrennen der US-Demokraten aus und macht damit den Weg frei für eine Kandidatur des Ex-US-Vizepräsidenten Joe Biden. (Wirtschaft, 08.04.2020 - 17:32) weiterlesen...

VIRUS: Forscher schätzen wegen Dunkelziffer schon 460 000 Corona-Fälle. Bislang seien schätzungsweise 15,6 Prozent der Infektionen in Deutschland festgestellt worden, errechneten die Entwicklungsökonomen Christian Bommer und Sebastian Vollmer, wie die Universität mitteilte. Die Zahl registrierter Infektionen lag indes am Mittwoch bei etwas über 100 000. Ende März lag sie noch darunter. GÖTTINGEN - Nach Berechnung von Göttinger Forschern hatten sich in Deutschland unter Berücksichtigung einer hohen Dunkelziffer bereits bis Ende März mehr als 460 000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. (Wirtschaft, 08.04.2020 - 17:18) weiterlesen...

VIRUS: Drosten für App zur Kontaktverfolgung: 'Bevorzugtes Werkzeug'. In der Debatte um Exit-Strategien aus den derzeitigen Coronavirus-Auflagen halte er die Idee der Smartphone-App für überzeugender als andere Vorschläge: "Für mich ist das wirklich das bevorzugte Werkzeug", sagte der Wissenschaftler der Charité am Mittwoch im NDR-Podcast. BERLIN - Der Berliner Virologe Christian Drosten plädiert in der Coronavirus-Pandemie für die baldige Einführung einer App zum Nachverfolgen von Kontaktpersonen. (Boerse, 08.04.2020 - 17:04) weiterlesen...